Arbeitsmarkt
Noch weniger Arbeitslose in Deutschland erwartet

Die Arbeitslosenzahlen werden laut Bundesagentur für Arbeit noch stärker sinken als erwartet. Die Zahl der Erwerbstätigen soll 2015 auf den Rekord von 43 Millionen steigen. Gleichzeitig sollen aber die Preise steigen.
  • 2

BerlinWeniger Arbeitslose, mehr Beschäftigte, höhere Löhne: Führende Institute erwarten wegen der immer besser in Fahrt kommenden Konjunktur eine kräftige Belebung am deutschen Arbeitsmarkt. Die Zahl der Erwerbslosen dürfte in diesem Jahr um 110.000 auf 2,79 Millionen fallen, sagte das Forschungsinstitut der Bundesagentur für Arbeit (IAB) am Montag voraus. Noch vor einem halben Jahr hatte es durchschnittlich 2,88 Millionen erwartet. „Die Arbeitslosigkeit hat sich in den letzten Jahren ja nur wenig bewegt“, sagte IAB-Experte Enzo Weber. „Mittlerweile sinkt sie wieder.“ Die Zahl der Erwerbstätigen werde um 350.000 auf den Rekordwert von 43 Millionen zulegen.

Die starke Konjunktur hat aber nicht nur Vorteile: Die Verbraucher müssen sich auf stärker steigende Preise einstellen, erwartet das Institut für Weltwirtschaft (IfW). Die Inflationsrate werde in den kommenden Jahren merklich anziehen und 2019 bei fast drei Prozent liegen. „Inflation ist nichts, was wir den Geschichtsbüchern anheimstellen können, sondern sie bleibt ein Thema“, sagte IfW-Experte Stefan Kooths. Seiner Vorhersage zufolge werden die Preise in diesem Jahr noch nahezu stagnieren, 2016 aber um 1,5 Prozent steigen und danach stärker zulegen. Grund dafür sei die gute Konjunktur, die von extrem niedrigen Zinsen noch zusätzlich befeuert werde.

Weniger Arbeitslose, mehr Beschäftigte, höhere Löhne: Führende Institute erwarten wegen der immer besser in Fahrt kommenden Konjunktur eine kräftige Belebung am deutschen Arbeitsmarkt. Die Zahl der Erwerbslosen dürfte in diesem Jahr um 110.000 auf 2,79 Millionen fallen, sagte das Forschungsinstitut der Bundesagentur für Arbeit (IAB) am Montag voraus. Noch vor einem halben Jahr hatte es durchschnittlich 2,88 Millionen erwartet. „Die Arbeitslosigkeit hat sich in den letzten Jahren ja nur wenig bewegt“, sagte IAB-Experte Enzo Weber. „Mittlerweile sinkt sie wieder.“ Die Zahl der Erwerbstätigen werde um 350.000 auf den Rekordwert von 43 Millionen zulegen.

Die starke Konjunktur hat aber nicht nur Vorteile: Die Verbraucher müssen sich auf stärker steigende Preise einstellen, erwartet das Institut für Weltwirtschaft (IfW). Die Inflationsrate werde in den kommenden Jahren merklich anziehen und 2019 bei fast drei Prozent liegen. „Inflation ist nichts, was wir den Geschichtsbüchern anheimstellen können, sondern sie bleibt ein Thema“, sagte IfW-Experte Stefan Kooths. Seiner Vorhersage zufolge werden die Preise in diesem Jahr noch nahezu stagnieren, 2016 aber um 1,5 Prozent steigen und danach stärker zulegen. Grund dafür sei die gute Konjunktur, die von extrem niedrigen Zinsen noch zusätzlich befeuert werde.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Arbeitsmarkt: Noch weniger Arbeitslose in Deutschland erwartet"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • Sagt mal: Habt ihr den Beitrag zwei mal gedruckt?
    Hat noch Jemand die Eckwerte des Haushaltplanes für 2016 im Sinn? Dort sind noch die alten Zahlen für Arbeitslosigkeit und Beschäftigung enthalten. Mehr Beschäftigung und weniger Arbeitslose hat auch Rückwirkungen auf die Einnahmen und Ausgaben der Arbeitsagentur und des Arbeits- und Sozialministeriums für SGB II. Der Überschuss der Arbeitsagentur wird stärker steigen. Dann werden die Forderungen nach Beitragssenkung lauter. Auch andere Sozialkassen sollten größere Überschüsse erreichen. Die neuen Arbeitsmarktdaten gibt es schon in einer Woche.
    Könnten die Steuereinnahmen doch noch stärker steigen? Die Steuerschätzung wird noch die alten Daten zugrunde legen, damit man dann im November oder im Januar so schön überrascht werden kann.

  • Man sollte mal die Hetze gegen Teilzeitarbeit lassen. Viele Menschen können oder wollen nicht länger arbeiten und sind zufrieden damit. Wenn Leute zufrieden sind, dann kann das keine Fehlentwicklung sein.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%