Arbeitsmarkt
Sozialversicherung senkt Defizit deutlich

Dank der guten Entwicklung am Arbeitsmarkt und daher höheren Einnahmen kann die deutsche Sozialversicherung ihr Defizit deutlich senken. In der Bilanz gibt es jedoch sehr unterschiedliche Ergebnisse.

BerlinDie Sozialversicherung in Deutschland hat ihr Defizit im ersten Halbjahr deutlich gesenkt. Die Ausgaben übertrafen die Einnahmen noch um 1,3 Milliarden Euro, wie das Statistische Bundesamt am Freitag mitteilte. Damit fiel der Fehlbetrag um 3,4 Milliarden Euro geringer aus als im ersten Halbjahr 2015. Grund für den Rückgang sind deutlich gestiegene Einnahmen: Sie legten aufgrund der der zunehmenden Beschäftigung um 4,2 Prozent zu, die Ausgaben um 3,0 Prozent.

In den einzelnen Bereichen fielen die Bilanz sehr unterschiedlich aus. Die Rentenversicherung wies ein Defizit von einer Milliarde Euro auf. „Dies ist auf den gesunkenen Beitragssatz zurückzuführen sowie auf die jüngsten rentenpolitischen Maßnahmen“, erklärte das Statistikamt. Zu letzteren gehört die Mütterrente. Dagegen kam die Bundesagentur für Arbeit auf einen Überschuss von 1,6 Milliarden Euro. Auch die soziale Pflegeversicherung meldete ein Plus, und zwar von rund 300 Millionen Euro.

Die gesetzliche Krankenversicherung machte hingegen ein Minus von 2,6 Milliarden Euro. „Steigende Arzneimittelausgaben und Behandlungskosten sowie das Defizit des Gesundheitsfonds bestimmten die Ausgabenentwicklung“, erklärten die Statistiker dazu.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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