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Arbeitsmarkt: US-Arbeitslosenquote so niederig wie nie in Obamas Amtszeit

Zur Überraschung der Experten ist die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe deutlich zurückgegangen – im Wahlkampf ein Trumph für Amtsinhaber Obama. Das Handelsdefizit ist dagegen stärker gestiegen als erwartet.

US-Präsident im vergangenen Jahr beim Besuch des Chrysler-Werks in Toledo. Quelle: dapd
US-Präsident im vergangenen Jahr beim Besuch des Chrysler-Werks in Toledo. Quelle: dapd

WashingtonDie Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt stärkt US-Präsident Barack Obama kurz vor der Wahl den Rücken: In der vergangenen Woche beantragten so wenig Amerikaner wie seit viereinhalb Jahren nicht mehr zum ersten Mal Arbeitslosenhilfe. Dies teilte das Arbeitsministerium am Donnerstag mit. Nach dem überraschend starken Rückgang der Arbeitslosenquote auf 7,8 Prozent im September sind das weitere gute Nachrichten für den Amtsinhaber.

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Der republikanische Herausforderer Mitt Romney wirft dem Demokraten vor, zu wenig für die Wirtschaft zu tun. Von April bis Juni war das Bruttoinlandsprodukt nur mit einer Jahresrate von 1,3 Prozent gewachsen. Fürs dritte Quartal wird laut einer Reuters-Umfrage mit einem Plus von 1,7 Prozent gerechnet.

US-Konjunktur

Nach am Donnerstag veröffentlichten Daten des Arbeitsministeriums sank die Zahl der Erstanträge in der Woche um 30.000 auf 339.000. Dies ist der niedrigste Stand seit Februar 2008 - ein Jahr, bevor Obama ins White House einzog. Experten hatten mit einem Anstieg auf 370.000 gerechnet. „Dies ist ein positives Signal für die Wirtschaft. Es scheint allgemeiner Trend zu sein, dass sich der Arbeitsmarkt verbessert“, sagte Währungsstratege Brian Kim.

Arbeitsmarkt wichtiger Faktor im Wahlkampf

Die Entwicklung am Arbeitsmarkt spielt eine entscheidende Rolle im Wahlkampf zwischen Obama und Romney. Einer Umfrage des Karriereportals Beyond.com zufolge sind die Beschäftigten mehrheitlich für Obama. Die Arbeitslosen bevorzugen Romney. Dieser hatte in der ersten Fernsehdebatte mit einem offensiven Auftritt gegen Obama gepunktet und befindet sich seither auf dem Vormarsch. Einer Reuters/Ipsos-Erhebung zufolge liegt der Herausforderer nun sogar knapp vor dem Demokraten.

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Fed-Gouverneur Jeremy Stein warnte vor einer Überinterpretation der neuesten Zahlen. Die Arbeitslosigkeit sei weiterhin „schmerzlich hoch“, sagte Stein in seiner ersten großen Rede seit seiner Amtsübernahme im Mai. Obwohl die Arbeitslosenquote im September auf 7,8 Prozent und damit den niedrigsten seit Obamas Amtsantritt gesunken war, schufen Arbeitgeber nur rund 114.000 neue Jobs.

  • 11.10.2012, 18:06 UhrStubi

    @hafnersp

    "Werden diese unkritischen Artikel eigentlich von Praktikanten geschrieben?"

    Die koennen nichts dafuer. Dies wird so berichtet. Hier aber ein merkwuerdiger Abschnitt im Bericht von CNBC:

    "A Labor Department spokesman cautioned that the weekly applications can be volatile, particularly at the start of a quarter. And the spokesman said one large state accounted for much of the decline. The spokesman did not name the state."

    Der gesamte Bericht:

    http://www.cnbc.com/id/49371146

  • 11.10.2012, 18:02 UhrAuswanderer

    Nehme an, Ihr lebt Alle in der USA.

  • 11.10.2012, 17:57 Uhrhafnersp

    Werden diese unkritischen Artikel eigentlich von Praktikanten geschrieben? Ich würde das gerne wissen, weil es einem zeigen würde, ob diese Naivität echt oder von oben vorgegeben ist.

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