Außenhandel: Deutsche Russland-Exporte deutlich gesunken

Außenhandel
Deutsche Russland-Exporte deutlich gesunken

Laut Berechnungen des Ostausschusses der Deutschen Wirtschaft sind die Exporte hiesiger Unternehmen im vergangenen Jahr um sechs Milliarden Euro zurückgegangen. Davon profitierten Länder aus Asien und Lateinamerika.
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BerlinDer Vorsitzende des Ostausschusses der Deutschen Wirtschaft, Eckhard Cordes, geht davon aus, dass die deutschen Exporte nach Russland im Jahr 2014 um 18 Prozent gesunken sind. Das seien umgerechnet mehr als sechs Milliarden Euro, sagte Cordes der „Rheinischen Post“ (Freitagausgabe) laut Vorabbericht.

„Der Rückgang der Exporte hat sich zuletzt Monat für Monat beschleunigt, sodass wir für 2015 eine noch schlechtere Entwicklung befürchten müssen, sollte es nicht bald eine politische Lösung der Krise geben“, betonte Cordes. Er beklagte, dass es vor allem die Europäer seien, „die den wirtschaftlichen Preis für die politische Krise zahlen“.

Demnach nimmt der Handel Russlands mit asiatischen und lateinamerikanischen Partnern zu. Selbst US-Exporte seien im vergangenen Jahr um ein Prozent gestiegen. Cordes sieht auch Arbeitsplätze in Deutschland gefährdet: „Wenn man davon ausgeht, dass in Deutschland rund 300.000 Arbeitsplätze allein von Exportgeschäften mit russischen Partnern abhängen, so könnte ein dauerhafter 20-prozentiger Rückgang im schlimmsten Fall zum Verlust von 60.000 Arbeitsplätzen führen.“

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Außenhandel: Deutsche Russland-Exporte deutlich gesunken"

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  • Es ist schmerzlich zu sehen, wie wir von den USA an der Knute herumgeführt werden:
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    Unterstützung der Ukraine, Sanktionen gegen Russland. Haben wir nicht schon genug Probleme in Europa?
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    Scheert jemand der Politiker gegen die USA aus, gibt´s eins auf die Nase.
    (ich erinnere mich an Schröder, der gegen den Irak-Krieg war, und von Rumsfeld scharf angegriffen wurde).
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    Die Europäer müssten sich aus dieser Umfesselung befreien können.
    Frau Merkel taugt nicht dazu, die war damals gleich Feuer und Flamme,
    als es um die Mitbeteiligung am Irak-Krieg ging.



  • Warum sich aufregen über ein paar hundert verschwundene Millionen. Es kommt ja Nachschub aus dem Westen. Um Aufklärung muss man sich auch keine Sorgen machen.
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    Wer fragt schon noch nach den Ungereimtheiten von Odessa, Maidan oder dem Absturz der MH17.

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    Es wird aufgerüstet, die Truppenstärke erhöht und die Ostukraine weiter
    zugebombt.
    Das alles findet die Zustimmung unserer (USA gesteuerten) Kanzlerin, denn man will ja Putin auf den Knien sehen.
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    Völlig egal, wer unter all dem zu leiden hat......Einer solchen Politik muss man sich VERWEIGERN !!!.

  • Doch US-Investor George Soros fordert vom IWF und von der EU ein umfassendes „Rettungs-Paket“ für die Ukraine.
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    Soros, der selbst auch in ukrainische Staatsanleihen investiert und
    daher eine Staatspleite in Kiew fürchtet, fordert eine „unverzügliche
    Geldspritze von 20 Milliarden Dollar, mit einem Versprechen auf mehr,
    wenn diese benötigt wird, um einen finanziellen Kollaps zu verhindern“.

    ICH SAGE:
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    Ein Pleiteland wie die Ukraine, die immer noch ZU VIEL GELD für den KRIEG gegen die EIGENE BEVÖLKERUNG hat, hat es verdient insolvent zu sein. Herr Soros wird trotz allem nicht am Hungertuch nagen.
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    Solange Geld kommt, wird auch weiter gebettelt werden. Der kleine Finger reicht schon lange nicht mehr, die Ansprüche werden immer größer und unverschämter.
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    Die Geldgeber sind an Dummheit nicht zu überbieten.

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