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BA beschwichtigt: Mehr Arbeitslose in Deutschland als vor einem Jahr

Nach dem langen Aufschwung am deutschen Arbeitsmarkt ist die Arbeitslosenrate im Oktober erstmals gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Die Herbstbelebung fiel schwächer aus als sonst. Dafür gab es vor allem einen Grund.

Die Bundesagentur für Arbeit in Dresden. Quelle: dpa
Die Bundesagentur für Arbeit in Dresden. Quelle: dpa

NürnbergDie Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im Oktober leicht gesunken, im Vergleich zum Vorjahr aber erstmals seit zweieinhalb Jahren gestiegen. Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit (BA) waren 2,753 Millionen Arbeitslose registriert. Das waren 35.000 weniger als im September, aber 16.000 mehr als im Oktober vorigen Jahres.

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Die übliche Herbstbelebung fiel damit deutlich gedämpft aus. "Die schwächere konjunkturelle Entwicklung macht sich auf dem Arbeitsmarkt bemerkbar", sagte BA-Chef Frank-Jürgen Weise am Dienstag in Nürnberg. Anlass zur Sorge sieht er nicht. "Die Entwicklung erschreckt nicht", sagte Weise. Die Beschäftigung sei hoch und die Arbeitslosigkeit niedrig. Die BA bleibe bei der Einschätzung: "Seitwärtsbewegung, keine Trendwende." Erst im Januar werde es winterbedingt wieder über drei Millionen Arbeitslose geben.

Wer bekommt wie viel?

  • Oberarzt

    5 202 Euro - Beamter, 48 Jahre, A15, Stufe 6

  • Professor

    4 230 Euro - Beamter, W2, wohnhaft in Hessen, aktueller Stand

  • Polizeimeisterin

    2 329 Euro - Beamte, 29 Jahre, A7

  • Unteroffizier

    1 937 Euro - Beamter, 26 Jahre, einfacher Dienst, A5, Stufe 3

  • Arzt

    4 281 Euro - Angestellter im öffentlichen Dienst, tätig an einem Universitätsklinkum, 34 Jahre, mit Berufserfahrung

  • Lehrer

    3 537 Euro - Angestellter im öffentlichen Dienst, an einem Gymnasium tätig, 32 Jahre, mit Berufserfahrung

  • Krankenschwester

    2 426 Euro - Angestellte im öffentlichen Dienst, 27 Jahre, mit Berufserfahrung

  • Müllerwerkerin

    2 093 Euro - Angestellte im öffentlichen Dienst, 45 Jahre, mit Berufserfahrung

Einen Anstieg im Jahresvergleich hatte es zuletzt im Februar 2010 gegeben. Die Zunahme hatte sich bereits angedeutet, weil die Abstände zum Vorjahr von Monat zu Monat kleiner geworden waren. Ein Grund für die schwächere Entwicklung ist auch, dass weniger Arbeitslose durch Förderprogramme aus der Statistik fallen. Weise verwies darauf, dass es allein schon ohne die Rückgänge beim Gründungszuschuss den Anstieg im Jahresvergleich nicht gegeben hätte.

Dieser Vergleich sei aber "nicht zulässig", weil es gute Gründe gebe, dass die BA an dieser Stelle weniger aktive Arbeitsmarktpolitik betreibe. Weise erwähnte dabei nicht, dass die Kürzungen der BA von Arbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) verordnet worden waren, um Geld zu sparen.

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Ein besseres Bild von der Lage auf dem Arbeitsmarkt zeichnet daher die Unterbeschäftigung. Dabei werden auch Arbeitslose berücksichtigt, die nur allein aufgrund von Krankheit oder Teilnahme an Förderprogrammen aus der Statistik fallen. Diese Zahl sank im Oktober auf 3,717 Millionen und lag damit noch um 164.000 niedriger als ein Jahr zuvor.

  • 14.11.2012, 15:32 UhrAndreasHofer

    Wollen wir doch mal die Kirche im Dorf lassen: die ganze Finanzkrise bez. Griechenland haben Herr Schröder und Herr Fischer ausgelöst, die in voller Kenntnis der gefälschten Zahlen ihre linken Parteifreunde in Griechenland in die Eurozone "durchgewinkt" haben. Die "saumäßigen Arbeitsgedingungen unter der derzeitigen Regierung" sollten Sie vielleicht mit den europäischen Nachbarländern vergleichen. Die "falschen Arbeitslosenzahlen" müßten Sie wohl, um ernst genommen zu werden, durch die "richtigen" ersetzen,die ja wohl offensichtlich nur Sie kennen. Ich schlage vor, Sie bewerben sich beim Propagandaministerium in Nordkorea.

  • 30.10.2012, 14:57 UhrHenry

    Mehr Arbeitslose in Deutschland als vor einem Jahr.
    Das ist der Beweis für die saumäßigen Rahmenbedingungen in der deutschen Wirtschaft. Und wer bestimmt die Rahmenbedingungen, unsere Politiker.

    Unsere Politiker betrügen sich regelmäßig selbst.
    Die Arbeitslosenzahlen stimmen nicht. Was wirklich stimmt, ist die große Frage. Die in Zukunft gerichteten Rahmenbedingungen erfordern ein Umdenken bei der Verteilung von Kapital. Nur so können ausreichend viele Arbeitsplätze geschaffen werden.

    Mehr arbeitslose Menschen lassen die Staatseinnahmen merklich schrumpfen. Wie sollen danach die Sozialleistungen bezahlt werden können?

    Hinzu kommt das Problem mit der Gemeinschaftswährung dem Euro in Europa.
    Die Wirtschaft in den Südländern erlahmt zunehmend. Folglich wird sich das Konsumverhalten zwangsläufig verändern. Der Absatz von Produkten wird sich erschweren. Was sich zunehmend auch auf die Automobilbranche niederschlagen wird. Die Automobilindustrie ist eine wesentliche Säule in der Volkswirtschaft. Wenn diese Säule wackelt, haben wir ein sehr großes Problem.

    Klartext, die Gemeinschaftswährung mit dem Euro treibt die Krise permanent voran. Eine Lösung ist derzeit nicht in Sicht. Genau so sehen das die Investoren und Banker. Ruhe in die Märkte und in die gesamten Wirtschaftszweige wird erst einkehren, wenn vernünftig gehandelt wird. Wir sind davon weit entfernt. Das ist das Problem.

  • 30.10.2012, 13:44 UhrEnergieelite

    Beim Sonderparteitag der Grünen stimmten am vergangenen Wochenende in Cottbus über 90 Prozent der 700 Delegierten für Schröders Agenda 2010. Damit stellten sich die Grünen eindeutig und geschlossen hinter den Kanzlerkurs und haben den Weg frei gemacht für den bisher größten Sozialabbau in der Geschichte der Bundesrepublik.

    Deutschland: Höchste Arbeitslosigkeit seit 1933
    Von Peter Schwarz
    3. März 2005
    Mit über 5,2 Millionen hat die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland den höchsten Stand seit 1933, dem Jahr der Machtübernahme der Nationalsozialisten erreicht.

    Power by wsws.

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