BDI-Chef Dieter Kempf: Aufschwung auf wackeligen Beinen

BDI-Chef Dieter Kempf
Aufschwung auf wackeligen Beinen

Die deutsche Industrie befindet sich im Aufschwung. BDI-Chef Dieter Kempf bezweifelt aber, dass dieser robust genug ist, um den vielfältigen Risiken zu trotzen. Er warnt vor Protektionismus und Populismus.
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HannoverDie deutsche Industrie erwartet im laufenden Jahr einen moderaten Aufschwung. Die Wirtschaftsleistung werde 2017 voraussichtlich um 1,5 Prozent zulegen, dadurch könnten 500.000 neue Arbeitsplätze geschaffen werden, sagte BDI-Chef Dieter Kempf am Montag auf der Hannover-Messe. Es sei jedoch die Frage, ob der Aufschwung robust genug sei, um den vielfältigen Risiken zu trotzen, die den Export bedrohten. Zu den Wachstumstreibern zählt der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) die rege Bau- und Forschungstätigkeit der Unternehmen. Dagegen legten die Exporte nur verhalten zu. „Insgesamt sind wir von einer Rückkehr zu dynamischem Wachstum der deutschen Ausfuhren noch weit entfernt.“

Der BDI-Chef warnte vor mehr Protektionismus als großem Risiko für die Industrie. Es sei besonders beunruhigend, dass aus den USA versöhnliche Signale in der Handelspolitik bisher ausblieben. Zugleich riet Kempf von Populismus ab. Es sei grundfalsch, „wenn Politiker jedweder Couleur aus den Mitgliedsstaaten Europa zum Sündenbock für selbst verursachte Probleme“ machten. Dagegen könne es nur Mittel geben: Europa zusammenzuhalten und den Wirtschaftsraum zu stärken. Dabei sei es entscheidend, dass die Vorteile der EU für jeden Einzelnen verständlich seien.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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