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BIP: Chinas Wachstum schwächt sich leicht ab

Die deutschen Exporteure regelmäßig gebannt auf diese Zahl: Chinas BIP-Anstieg. Schließlich sitzen viele wichtige Abnehmer in Fernost. Der aktuelle Wert liegt immer noch hoch, könnte aber einen Rückgang einleiten.

China-Flagge. Quelle: dpa
China-Flagge. Quelle: dpa

PekingChinas Konjunktur läuft weiter rund, doch die Staatsführung und Ökonomen rechnen für die kommenden Monate mit einer leichten Abkühlung. Das Bruttoinlandprodukt (BIP) ist im dritten Quartal auf das Gesamtjahr hochgerechnet um 9,1 Prozent gestiegen. „Die chinesische Wirtschaft bewegt sich weiter in die Richtung makroökonomischer Kontrolle“, teilte das Statistikamt in Peking am Dienstag mit. Im Vorquartal lag der Wert noch bei 9,5 Prozent.

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Mit der Annäherung an die „makroökonomische Kontrolle“ meinen die Beamten, dass der Konjunkturmotor in den vergangenen Monaten etwas höher gedreht hat als von der politischen Führung gewünscht. Der Zielwert liegt derzeit bei sieben Prozent. Weil der tatsächliche Wert immer noch deutlich darüber liegt, häufen sich die Sorgen über eine Immobilienblase, steigende Inflation und andere Nebenwirkungen einer überhitzten Wirtschaft.

Seit Jahresbeginn strafft Peking daher die Geldpolitik und drosselt die Kreditvergabe durch die Banken. Seitdem geht der Trend langsam, aber stetig nach unten. Im ersten Quartal lag das annualisierte Wachstum noch 0,6 Prozentpunkte höher als im Sommer. Eine Mehrheit von Experten sieht den kleinen Rückgang jedoch noch nicht als Alarmsignal. „Die Leute reden schon lange von einer möglichen harten Landung in China, und es ist nicht passiert und es wird auch nicht passieren“, sagt Adam Carr von ICAP Australia. „Die Zahlen sehen gut aus.“

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Im Viertel Quartal des laufenden Jahres könnte das Wachstum trotz des Bremsmanövers durch die Regierung immer noch 8,4 Prozent betragen, sagt Ökonom Peng Wensheng von der China International Capital Corporation. Für das kommende Jahr erwarten Analysten mehrheitlich einen Rückgang auf gut acht Prozent.

Doch auch wenn das Wachstum etwas zurückgeht, bleibt die Nachfrage aus China hoch. Die aktuellen Zahlen zeigen, dass die Verbraucher im Reich der Mitte immer mehr Geld in der Tasche haben. Die Binnennachfrage ist um 17 Prozent gestiegen. Das ist gut für deutsche Anbieter von Autos, Turnschuhen und all der anderen deutschen Waren, die in China so beliebt sind.

Auf für die deutsche Maschinenbauer finden sich gute Nachrichten in der aktuellen Statistik: Die Industrieproduktion in China ist in den ersten neun Monaten über 14 Prozent angestiegen. Den Hauptteil des Wachstums haben weiter die Investitionen getragen, die erneut um ein Viertel angestiegen sind. Der weiterhin hohe Anteil am Wachstum geht auch darauf zurück, dass seit Beginn der weltweiten Wirtschaftskrise vor drei Jahren das staatliche Konjunkturgeld eine besonders wichtige Rolle spielt. Die Regierung sorgt sich nun zunehmen darüber, dass die Industrie Überkapazitäten aufgebaut haben könnte.

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Auch das weiterhin überproportional hohe Wachstum der Immobilienbranche bereitet den Beobachtern Sorge. Der Sektor hat sich in den ersten neun Monaten erneut um ein rundes Drittel ausgedehnt. Experten sehen hier Anzeichen dafür, dass der Markt überhitzt hat. Die Regierung versucht daher, die Preise durch strengere Regulierung zu drücken.

  • 18.10.2011, 08:15 UhrAnonymer Benutzer: sto-sto-sto-stottern

    "Chinas Wachstumsmotor stottert" schreibt das HB.

    Da werde ich mir doch gleich meinen warmen Muff holen müssen, um bei so einer Abkühlung nicht zu erfrieren.

    Sorr HB, aber Ihr nähert Euch mit Euren Schlagezeilen imer mehr der BILD, keine Fakten, aber dummes Geschreibse.

  • 18.10.2011, 07:46 Uhrrenew

    Habe mich auch über die ein oder andere Formulierung amüsiert, z. B. diese hier noch:

    "Statistikamtes in Peking sprach am Dienstag vor der Presse dennoch von einem „ALLGEMEIN GUTEN “ Wachstum, das"

    Schon schlimm, wenn Kapitalisten einen leichten Rückgang im Wachstum verzeichnen! Nicht, dass nun aufgrund dessen die ganze Weltwirtschaft zusammenbricht. ;-)

  • 18.10.2011, 07:34 UhrKeepCool

    Chinas BIP-Wachstum sinkt in einem Quartal von 9,5 % auf 9,1 %.

    HB macht daraus "BIP-Rückgang" (falsche Aussage/müsste lauten "BIP-Wachstums-Rückgang) und "Chinas Wachstumsmotor stottert" (Welches Land würde sich nicht eine dermaßen stotternde Wirtschaft wünschen?).

    In Wirklichkeit normalisiert sich Chinas Wirtschaftswachstum marginal. Vielleicht ergeben sich daraus sogar positive Folgen für die Inflationsentwicklung.

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