
HB MOSKAU. Das Bruttoinlandsprodukt Russlands ist 2009 um 7,9 Prozent geschrumpft. Grund waren vor allem die stark gesunkenen Energiepreise in der Folge der weltweiten Finanzkrise, wie aus den am Montag veröffentlichten vorläufigen Zahlen hervorgeht. Das Minus war wohl etwas weniger schlimm als die meisten Analysten befürchtet hatten. Ministerpräsident Wladimir Putin hatte mit einem Minus von 8,5 Prozent gerechnet.
Dennoch war es einer der stärksten Einbrüche in der russischen Wirtschaft, die nach einem chaotischen Jahrzehnt nach dem Ende der Sowjetunion stetig gewachsen war. Zwischen 1990 und 1999 schrumpfte die Wirtschaft zunächst von rund 500 Mrd. Dollar auf 200 Mrd. Dollar. Seit 2000 verzeichnete sie russische Wirtschaft aber vor allem dank der Öl- und Gasexporte und der relativen politischen Stabilität ein stetiges Wachstum bis zu einem Bruttoinlandsprodukt von 1,6 Billionen Dollar 2008.