BIP und Haushaltsüberschuss: Deutsche Wirtschaft zeigt Stärke

BIP und Haushaltsüberschuss
Deutsche Wirtschaft zeigt Stärke

Dank des starken Schlussquartals ist die deutsche Wirtschaft 2014 noch etwas rasanter gewachsen als bisher angenommen. Das BIP stieg statt um 1,5 um 1,6 Prozent. Dazu erwirtschaftete auch der Staat einen satten Überschuss.
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BerlinFirmen und Verbraucher haben die deutsche Wirtschaft Ende 2014 kräftig angekurbelt. Mit ihren Ausgaben sorgten sie dafür, dass das Bruttoinlandsprodukt (BIP) von Oktober bis Dezember um 0,7 Prozent zum Vorquartal zulegte, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag mitteilte und damit eine Schätzung von Mitte Februar bestätigte. Im Frühjahr war die Wirtschaft noch leicht geschrumpft und im Sommer nur minimal um 0,1 Prozent gewachsen.

Dank der anziehenden Konjunktur schrieb der deutsche Staat 2014 das dritte Jahr in Folge schwarze Zahlen. Bund, Länder, Kommunen und Sozialversicherung nahmen zusammen 18 Milliarden Euro mehr ein als sie ausgaben. Die Summe entspricht einem Überschuss von 0,6 Prozent des BIP und fiel deutlich besser aus als angenommen: Zunächst war nur von plus rund zwölf Milliarden Euro die Rede.

In den beiden Vorjahren lag der Überschuss bei je 0,1 Prozent. Nach der Wiedervereinigung gab es nur im Jahr 2000 ein besseres Ergebnis: Dafür waren hohe Einmalerlöse aus dem Verkauf der UMTS-Mobilfunklizenzen verantwortlich. Diesmal sorgte die gute Konjunktur mit Rekordbeschäftigung und steigenden Löhnen für das Plus: Sie spülte höhere Steuereinnahmen und Sozialbeiträge in die Staatskassen.

Davon profitierte insbesondere der Bund, der mit 11,4 Milliarden Euro den größten Überschuss schaffte. 2013 hatte noch ein Defizit von 4,5 Milliarden Euro zu Buche gestanden. „Auch die Länder setzten den eingeschlagenen Konsolidierungsweg fort“, erklärten die Statistiker.

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  • streichle die Kuh, die du melken willst.

  • Herr Marc Otto@
    Ergebensten Dank., untertänigsten Dank u.s.w.

    nicht einfach Danke.

  • Es gibt zwar keine Krise, dennoch muss auch eine gewachsene Wirtschaft bzw. eine stabile Volkswirtschaft gesteuert werden. Was empfehlen die Wirtschaftsinstitute in der vorliegenden Lage? Sollen die Steuern gesenkt werden, muss Lohnzurückhaltung geübt werden? Was ist jetzt zu tun?

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