Die deutsche Wirtschaft beschleunigt ihr Wachstum: Höhere Investitionen, steigende Konsumausgaben und mehr Exporte trieben das Bruttoinlandsprodukt zwischen Januar und März um 0,6 Prozent zum Vorquartal in die Höhe.

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    Wie wäre es, wenn die Wirtschaft mal die aktuellen Entlastungen der Wirtschaft (geringere Finanzierungskosten, günstigere Exportbedingungen wegen EURO-Verfall, Steueroptimierung über Off Shore-Konstrukte ...) und das weitere Pampern der Finanzwirtschaft loben und die Belastung von Sparern und Rentnern kritisieren würde? Stattdessen singen sie inbrünstig das hohe Lied des Leistungsprinzips und setzen bei Familienunternehmern eine der sozialen Gerechtigkeit widersprechende Erbschaftssteuerreform durch. Nur: Erben ist keine Leistung! Eine Erbschaft ist ein "unverdientes" Vermögen! Unglaubwürdig!
    Postfaktische Welt?Beitrag von der Redaktion editiert. Bitte achten Sie auf unsere Netiquette: „Kommentare sind keine Werbeflächen“ http://www.handelsblatt.com/netiquette

  • @ Lothar dM12.05.2017, 09:58 Uhr

    "Deutschland ist Exportweltmeister und hat gleichzeitig die höchsten Abgabenquoten in der Welt ... und fast niemand checkt diesen Widerspruch."

    Ein ehemaliger deutscher Aussenminister, der vor seiner politischen Laufbahn auch mal gerne Steine warf, soll folgenden Ausspruch getätigt haben:

    „Deutschland ist ein Problem, weil die Deutschen fleißiger, disziplinierter und begabter als der Rest Europas sind.
    Das wird immer wieder zu ‘Ungleichgewichten’ führen.
    Dem kann aber gegengesteuert werden, indem so viel Geld wie nur möglich aus Deutschland herausgeleitet wird. Es ist vollkommen egal, wofür. Es kann auch radikal verschwendet werden – Hauptsache, die Deutschen haben es nicht. Schon ist die Welt gerettet.”

    Man kann davon ausgehen, daß die Politik sich des "deutschen Problems" bewusst ist - im Gegensatz zu den steuer- und abgabenzahlenden Bürgern.

  • Der Aufschwung ist offensichtlich - trotz (oder gerade wegen?) Mindestlohn, Frauenquote, Rente mit 63 etc. und ohne TTIP/CETA/TISA - bei der Wirtschaft angekommen. Und für die Rentner wird für 2017 eine Reduzierung der fälligen Rentensteigerung um rd. 50% angekündigt!
    Aber die sog. Wirtschaftsweisen und auch die Arbeitgeberverbände beklagen weiterhin die o.g. Errungenschaften, vermissen eine stärkere Wirtschaftsorientierung der Politik und warnen vor einer Politik der sozialen Gerechtigkeit, wie sie Martin Schulz angekündigt hat. Einerseits kritisieren sie aber, dass diese Politik noch gar nicht mit Inhalten gefüllt sei, andererseits beziffern sie dessen Kosten aber schon präzise mit über 30 Mrd. EUR. Unglaubwürdig! Unseriös! Hinterfotzig! Brauchen wir diese Verbände und diese Weisen noch? Und kürzlich bescheinigte das arbeitgebernahe Institut der deutschen Wirtschaft (IW) dem Mindestlohn dreist eine verheerende Wirkung, obwohl doch die prognostizierten Jobverluste nicht eingetreten sind! Und die Wirtschaft fordert wieder mal Steuerentlastung, läßt aber andererseits weiterhin Menschen unterhalb des gesetzlichen Mindestlohns beschäftigen! Schäbig und gierig! Und Schäuble konterkariert den Mindestlohn durch laxe Kontrollen.
    Da findet durch die aktuelle EZB-Politik ("Fluten der Finanz-Märkte mit frischem Geld") die größte Umverteilung zu Lasten von Sparern und Rentnern seit der Währungsreform von 1948 statt, und die Wirtschaft, wirtschaftsnahe Politikkreise und die sog. Wirtschaftsweisen warnen: aber nicht vor einer Verarmung von Sparern und Rentnern, sondern vor "weiteren" Belastungen der Wirtschaft (Mindestlohn, Beseitigung von Rentenungerechtigkeiten, Frauenquote, Mietpreisbremse ...), vor einer Sozialdemokratisierung ihrer Wirtschafts-Partei CDU (Hinweis für die SPD: und wenn Sie sich noch so verrenken, die Stimmen der Arbeitgeber können Sie vergessen!).
    Aber: Die deutsche Wirtschaft wächst wie seit Jahren nicht mehr! Wie wäre es, wenn die Wirtschaft mal die...

  • Man lebt vom EUR-Effekt, der aufgrund uneinholbarer Produktivitätsvorteile Deutschlands den Rest Europas immer weiter aussagt. Allerdings hat der Arbeitnehmer davon wenig, er schuftet Tag für Tag, um am Ende den Großteil über Abgaben und Steuern an den allmächtigen Merkel-Staat abführen zu dürfen, die sozialistische Welt-Kanzlerin will es so.

    Deutschland ist Exportweltmeister und hat gleichzeitig die höchsten Abgabenquoten in der Welt ... und fast niemand checkt diesen Widerspruch.

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

  • 0,60% Bip-Wachstum? da sollten dann die Stimmen wieder laut werden, die den deutschen Leistungsbilanzüberschuss sanktionieren möchten, am besten monetär.

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

  • Was bringt denn dem einzelnen Steuern und Sozialversicherungsbeiträge zahlenden Staatsbürger die Information, dass das BIP im ersten Quartal 2017 um 0,6 Prozent im Verhältnis zum Vorquartal gestiegen sein soll.

    Diese statistischen Werte sind ohnehin mit Vorsicht zu genießen und bringen uns auch keine zusätzliche Sicherheit.

    Als Buchhalter kann ich hierzu nur sagen: Sie können noch so viele Buchumsätze produzieren wie Sie lustig sind. Wenn hinter diesen Umsätzen (im Zusammenspiel mit Forderungen aus Lieferungen und Leistungen) kein Zahlungseingang (= Ausgleich Ihrer Forderungen) zu verzeichnen ist (= säumige Schuldner), so können Sie die Erhöhung des BIP gleich vergessen.

    Diese Superlativen in der Wirtschaft widern mich mittlerweile an.

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