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BIP-Zahlen: Deutsche Wirtschaft stürzt ab

Die deutsche Wirtschaft ist 2009 so stark abgestürzt wie nie seit dem Zweiten Weltkrieg. 5,0 Prozent Rückgang beim realen Bruttoinlandsprodukt (BIP) melden die Wiesbadener Statistiker. Damit fiel die Rezession mehr als fünfmal so tief aus wie beim bisher stärksten Einbruch 1975 nach der Ölkrise. Erschwerend kommt hinzu, dass das BIP zum Jahresende nach zwei Plusquartalen nicht mehr gewachsen ist.

Noch verläuft die Konjunkturerholung holprig. Quelle: dpa
Noch verläuft die Konjunkturerholung holprig. Quelle: dpa

FRANKFURT. Die überraschende Nachricht zuerst: Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) hat im vierten Quartal lediglich auf dem Niveau des vorhergehenden Quartals verharrt. Die Zahlen für die letzten drei Monate des Jahres 2009 seien jedoch von Ungewissheit umgeben, sagte Norbert Räth vom Statistischen Bundesamt am Mittwoch. Dennoch: Mit der Schätzung, die Wirtschaft habe am Jahresende gerade einmal stagniert, sorgte das Amt für einen Paukenschlag. Volkswirte gingen bislang mehrheitlich davon aus, dass die im dritten Quartal eingesetzte Erholung der Konjunktur mindestens auch noch im vierten Quartal anhalten werde.

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Damit endete das ohnehin schwarze Jahr für die deutsche Wirtschaft enttäuschend. Wie erwartet sank das BIP im vergangenen Jahr so stark wie nie zuvor in der Geschichte der Bundesrepublik: Verglichen mit dem Vorjahr brach die Wirtschaftsleistung um fünf Prozent ein. Letztmals hatte die größte Volkswirtschaft der Euro-Zone vor sechs Jahren einen BIP-Rückgang wegstecken müssen. Der war mit minus 0,2 Prozent allerdings vergleichsweise winzig ausgefallen.

Kommentar: Steiniger Weg zurück

Für den historisch großen Einbruch im vergangenen Jahr sorgte eine doppelte Belastung: Sowohl die Exporte als auch die Ausrüstungsinvestitionen waren infolge der globalen Wirtschafts- und Finanzkrise massiv zurückgegangen. Kunden aus aller Welt scheuten aufgrund der unsicheren Situation Investitionen in ihren Maschinenpark – für die exportgeprägte deutsche Wirtschaft ein herber Schlag.

Die Exporte sanken um 14,7 Prozent, die Importe dagegen nur um 8,9 Prozent. Damit bremste der Außenbeitrag, die Differenz zwischen Exporten und Importen, die wirtschaftliche Entwicklung um 3,4 Prozentpunkte. Die Investitionen in Ausrüstungen waren um 20 Prozent geringer als noch im Jahr 2008. Dagegen fiel der Rückgang der Bauinvestitionen mit 0,7 Prozent relativ gering aus. „Die einzigen positiven Impulse kamen 2009 von den Konsumausgaben“, schrieben die Statistiker. Die privaten Konsumausgaben stiegen um 0,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr, die des Staates kletterten deutlich um 2,7 Prozent.

In den vergangenen Monaten hatten diverse Stimmungsindikatoren eine Erholung der deutschen Wirtschaft, aber auch wichtiger Absatzmärkte signalisiert. Selbst der krisengebeutelte Maschinen- und Anlagenbau, das Herzstück der deutschen Industrie, hatte zuletzt wieder Zuwächse in einzelnen Bereichen gesehen und von einer langsamen Erholung gesprochen.

  • 13.01.2010, 11:15 UhrAnonymer Benutzer: Hofmann,M

    5% sind also schon ein Mega-Absturz...was sind dann erstt 20,30 oder 50% Rückgang???

    Es wird mal wieder alles viel zu düster gemalt. 5% sind 5%. Und Rückgänge sind ganz normal in einem Wirtschaftssystem. Es geht nicht immer mit Plus nach oben es gibt hier genauso die Gegensätze mit Minus. Es geht heute und in Zukunft nur noch schneller mit solchen Ereignissen. Hoch und Runter. Liebe Medien!
    bereitet die Menschen lieber auf solche Ereignisse vor. Und vermittelt ihnen nicht permanten Angst vor dem Untergang!

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