Breite Unterstützung von Experten: Zinserhöhung erwartet

Breite Unterstützung von Experten
Zinserhöhung erwartet

Am Donnerstag wird die Europäische Zentralbank (EZB) ihren Leitzins auf 3,75 Prozent anheben. Davon sind Fachleute und Finanzmarktteilnehmer nach entsprechenden Signalen aus der Notenbank einhellig überzeugt.

FRANKFURT. Obwohl die Inflationsdaten zuletzt günstiger ausgefallen sind als erwartet und die Inflationsprognosen laufend nach unten revidiert werden, findet die Zinserhöhung breite Unterstützung in Expertenkreisen. In der jüngsten Sitzung des EZB-Schattenrats – dem Gremium gehören 19 prominente Volkswirte von Hochschulen, Banken und Forschungsinstituten an – stimmten drei Viertel der Mitglieder für eine Zinserhöhungsempfehlung an die EZB. Nur fünf der Experten waren dafür, mit einer Zinserhöhung zu warten oder gar keine Zinserhöhung mehr vorzunehmen.

Die EZB wird am Donnerstag zudem ihre neuen vierteljährlichen Wachstums- und Inflationsprognosen veröffentlichen. Es wird allgemein damit gerechnet, dass die Wachstumsprognosen gegenüber Dezember angehoben werden, die Inflationsprognosen aber unter die Stabilitätsschwelle von zwei Prozent gesenkt werden. Darauf deuten auch die Prognosen der Mitglieder des Schattenrats hin, die im Durchschnitt auf eine Inflationsrate von 1,9 Prozent in diesem und im nächsten Jahr lauten.

Schattenratsmitglied Willem Buiter von der London School of Economics betonte allerdings, dass diese Prognosen unter der Annahme erstellt worden seien, dass der Leitzins kurzfristig weiter angehoben werde. „Deshalb sind Inflationsprognosen, die gerade noch dem Stabilitätsziel entsprechen, kein Argument gegen weitere Zinserhöhungen“, sagte Buiter.

Das Hauptaugenmerk der Beobachter richtet sich darauf, ob EZB-Präsident Jean-Claude Trichet am Donnerstag eine Neigung der Notenbank andeutet, den Leitzins bald weiter auf vier Prozent anzuheben. Am Markt wird damit gerechnet, dass die EZB den Leitzins im Sommer auf vier Prozent erhöht und ihn dann bis auf weiteres dort belässt.

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