Bruttoinlandsprodukt
Wirtschaft der Euro-Zone verliert an Schwung

Das Wachstum der Wirtschaft in der Euro-Zone hat einen kleinen Dämpfer erhalten. Das Bruttoinlandsprodukt wuchs nicht so stark wie erwartet. Auch die Aussichten bleiben aufgrund der schwachen Weltwirtschaft gedämpft.
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Brüssel/BerlinDer Aufschwung in der Euro-Zone hat im zweiten Quartal wegen der Schwäche in Frankreich und Italien überraschend an Kraft verloren. Das Bruttoinlandsprodukt wuchs von April bis Juni um 0,3 Prozent zum Vorquartal, wie das Statistikamt Eurostat am Freitag mitteilte. In den beiden Vorquartalen hatte es noch zu einem Plus von 0,4 Prozent gereicht. Von Reuters befragte Ökonomen hatten für das Frühjahr ebenfalls 0,4 Prozent erwartet.

Die großen Euro-Länder schnitten sehr unterschiedlich ab. Die größte Volkswirtschaft Deutschland gewann leicht an Schwung und wuchs um 0,4 Prozent. Die Nummer zwei Frankreich stagnierte hingegen nach einem starken Jahresauftakt, während sich das Wachstum in Italien auf 0,2 Prozent abschwächte. Ausgerechnet das krisengeplagte Griechenland hängte die großen Drei ab: Es schaffte ein Plus von 0,8 Prozent, wozu wohl eine starke Tourismussaison beigetrug. In Spanien legte das Bruttoinlandsprodukt sogar um 1,0 Prozent zu.

Die Aussichten bleiben gedämpft. Besonders der Exportaufschwung ist trotz des billigeren Euro, der Waren in Übersee günstiger gemacht, gefährdet. Grund dafür ist die schlappe Weltwirtschaft. Besonders China sorgte zuletzt mit schwachen Konjunkturdaten, Börsen- und Währungsturbulenzen für negative Schlagzeilen. Die EU-Kommission erwartet 2015 ein Wachstum von 1,5 Prozent. 2014 waren es 0,9 Prozent.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Es gab schon immer ein Problem bei der Berechnung des BIP/Wirtschaftswachstums auf Grund der verwendeten mathematisch-statistischen Methoden, ins besonders auch was die Inflationsberechnung (BIP-Deflator) betrifft.

    Nachdem nun seit dem letzten Jahr in der Eurozone verstärkt Schätzwerte einfließen, kann man über das veröffentlichte BIP/Wirtschaftswachstum nun komplett ein Ei schlagen.

    Die Werte auf ein zehntel Prozentpunkt genau sagen, ist ein Schenkelklopfer wert, weil man dies noch nicht mal im Nachhinein so genau sagen kann.

    Die Alternative wäre die Betrachtung der Entwicklung der Arbeitslosenquote. Hier könnten die Arbeitsämter sehr genaue Zahlen liefern, wenn dort nicht auch getürkt würde was der Teufel hält.

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