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CDU Wirtschaftsrat: EZB-Spitze warnt vor Gefahren für Weltwirtschaft

Der designierte EZB-Präsident Draghi warnt vor steigender Inflation sowie einer Überhitzung der Wirtschaft. Außerdem sagte er vor dem CDU Wirtschaftsrat, dass auch große Banken pleitegehen können.

Der designierte EZB-Chef Mario Draghi auf dem Wirtschaftstag der CDU in Berlin. Quelle: dpa
Der designierte EZB-Chef Mario Draghi auf dem Wirtschaftstag der CDU in Berlin. Quelle: dpa

BerlinDie Europäische Zentralbank (EZB) sieht die Weltwirtschaft trotz ihres robusten Wachstums noch nicht in ruhigem Fahrwasser. Steigende Inflation sei ein ebenso großes Risiko wie eine mögliche Überhitzung der Wirtschaft, warnte der designierte EZB-Präsident Mario Draghi am Mittwoch beim CDU-Wirtschaftsrat in Berlin. "Überhitzung ist eine deutliche und aktuelle Gefahr", sagte Draghi.

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In das gleiche Horn blies auch EZB-Chefvolkswirt Jürgen Stark. "Wir sind von einem nachhaltigen und ausgewogenen Wachstum in den großen aufstrebenden und industrialisierten Volkswirtschaften noch weit entfernt", sagte Stark bei der selben Veranstaltung.

Draghi sprach sich für eine Reform des globalen Finanzsystems aus. Es müsse so umgebaut werden, dass auch große Banken pleitegehen können, ohne damit gleich das gesamte Finanzsystem zu gefährden, wie das nach dem Aus für die US-Investmentbank Lehman Brothers im September 2008 der Fall gewesen sei. Bankenpleiten müssten auch möglich sein, "ohne das dafür die Steuerzahler aufkommen müssen", sagte Draghi.

"Wir brauchen ein System, dass Banken insolvent gehen können, wenn dies nötig ist." Die Finanzkrise habe gezeigt, dass viele Probleme in einer Grauzone zwischen dem regulierten und nicht regulierten Banksektor entstanden seien.

Für die Stabilität der Eurozone gebe es drei Bedingungen. Die EZB habe für Preisstabilität gesorgt. Die nationalen Regierungen müssten nun aber Haushaltsdisziplin zeigen und für eine Wirtschaftspolitik sorgen, die Wachstum stimuliere. „Deutschland hat den Weg gewiesen“, sagte Draghi.

  • 26.05.2011, 02:26 Uhrgast

    Wen möchten sie denn warnen?
    Die Bürger der EU Staaten vor dem, was die EU, die EZB und vor allem deren Spitze angerichtet haben, indem sie selbst alle Warnungen in den Wind geschrieben haben?
    Warnen kann man nur jemanden, der handlungsfähig ist und etwas gegen die Gefahr tun kann.
    Jetzt können sie sich nur noch entschuldigen und alles in Würde abwickeln aber auch das werden sie nicht fertigbringen.

  • 25.05.2011, 20:00 UhrAnonymer Benutzer: gerhard

    "...dass auch große Banken pleitegehen können?"

    Na - das wird der designierte EZB-Präsident Mario Draghi mit der EZB doch ohneweiteres schon hinkriegen.

    Der Vorgänger Jean-Claude Trichet hat diese Bank ja schon so gut wie zu einer " bad- Bank " abgewirtschaftet. Italien macht dann den Rest?

    Alles nur Gewohnheitssache - da muß Deutschland noch viel dazu geben bzw. dazu lernen!

  • 25.05.2011, 19:54 UhrAnonymer Benutzer: Prenden

    Na das ist ja eine Rede! Banken können gar nicht Pleite gehen wenn der Staat von ihnen abhängig ist. Von Reformen wird auch schon seit Jahren gesprochen, und? Nichts ist passiert, einfach nur ein weiteres Rauschen im Walde.

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