China: Konjunktur verliert an Schwung

China
Konjunktur verliert an Schwung

Im chinesischen Industrie- und Dienstleistungssektor ist das Wachstum gesunken. Experten sehen den Grund im Politikwechsel der Regierung. Denn sie geht mit neuen Maßnahmen gegen die Überhitzung am Immobilienmarkt vor.
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PekingIn China kühlt sich die Konjunktur etwas ab. Maßnahmen der Regierung gegen die Überhitzung des Immobilienmarktes schlugen sich im Dezember in Industrie und Dienstleistungssektor nieder. In beiden Bereichen schwächte sich das Wachstum moderat ab, wie am Sonntag veröffentlichte Daten zeigen.

Der offizielle Einkaufsmanagerindex für die Industrie sank auf 51,4 Punkte von 51,7 im November. Analysten hatten mit einem etwas höheren Niveau von 51,5 Zählern gerechnet. Werte ab 50 zeigen wachsende Geschäfte an.

Die chinesische Industrie expandiert bereits den fünften Monat hintereinander. Hintergrund sind der Immobilienboom und massive öffentliche Investitionen in die Infrastruktur im zweiten Halbjahr 2016. Doch mittlerweile tritt die Regierung auf die Bremse: Sie geht gegen spekulative Grundstückskäufe vor und signalisiert weitere Schritte, um Preisblasen an den Vermögensmärkten und Überschuldungen einzudämmen – auch wenn dies auf Kosten des Wirtschaftswachstums gehen sollte. Dieser Politikwechsel fordere nun seinen Tribut, sagte Commerzbank-Volkswirt Zhou Hao.

Dies macht sich auch im Dienstleistungssektor bemerkbar. Hier fiel der Einkaufsmanagerindex im Dezember auf 54,5 Punkte von 54,7 im Vormonat. China setzt verstärkt auf den Dienstleistungsbereich, um Konjunkturdämpfer durch schwächelnde Exporte auszugleichen.

Für das abgelaufene Jahr peilt die Führung in Peking einen Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 6,5 bis sieben Prozent an. In den ersten drei Quartalen legte das BIP jeweils um 6,7 Prozent zu.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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