Deutsche Industrie: Produktion verliert an Schwung

Deutsche Industrie
Produktion verliert an Schwung

Die Produktion der deutschen Industrie ist im Jahr 2006 nach vorläufigen Berechnungen der Bundesbank um arbeitstäglich 6,1 Prozent gestiegen. Im letzten Monat des Jahres hat sie allerdings unerwartet an Schwung verloren. Der jüngste Handelsblatt-Frühindikator signalisiert zudem, dass die Gesamtwirtschaft im ersten Halbjahr langsamer wachsen wird als im vergangenen Jahr mit 2,5 Prozent. Der Konjunkturgipfel könnte damit Ende 2006 erreicht worden sein.

DÜSSELDORF. Wie das Bundeswirtschaftsministerium heute bekannt gab, sank der Ausstoß der Industrie im Dezember gegenüber dem Vormonat um 0,7 Prozent. Im November hatte die Produktion noch um 1,8 Prozent zugenommen. Der Rückgang entstand ausschließlich bei Investitionsgütern, deren Produktion allerdings wie die Aufträge stärkeren Schwankungen unterliegt.

Im Vergleich zum Vorjahresmonat stieg die gesamte Industrieproduktion um 5,9 Prozent. Die Bauwirtschaft profitierte vom ungewöhnlich milden Wetter und produzierte 16,1 Prozent mehr als Ende 2005. Ebenfalls wetterbedingt nahm im Gegenzug die Energieleistung ab – gegenüber dem kalten Dezember 2005 um 4,2 Prozent.

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