Deutsche sparen mehr: Konsumklima bleibt auf hohem Niveau

Deutsche sparen mehr
Konsumklima bleibt auf hohem Niveau

Zum ersten Mal seit Monaten verbessert sich die Verbraucherstimmung in Deutschland nicht - und verharrt auf sehr hohem Niveau. Konsumforscher sehen darin einen Grund: Die Verbraucher wollen wieder mehr sparen.
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NürnbergDie Stimmung der Verbraucher in Deutschland ist weiterhin gut - verbessern konnte sie sich allerdings erstmals seit Monaten nicht. Die Bürger schätzen die Entwicklung der Konjunktur erneut besser ein als im Vormonat und sie planen auch noch stärker größere Anschaffungen. Doch gleichzeitig wollen sie zum ersten Mal seit langem wieder mehr sparen. Und auch die Erwartungen an die Entwicklung des eigenen Einkommens gehen zurück, wie das Marktforschungsunternehmen GfK am Mittwoch in Nürnberg mitteilte.

Der zusammenfassende Konsumklimaindex für April verharrte deshalb bei 8,5 Punkten, dem gleichem Wert wie im März. Er hatte damit ein Sieben-Jahres-Hoch erreicht. Die Stimmung der Verbraucher war mit Ausnahme eines Monats im vergangenen Jahr kontinuierlich gestiegen.

Nach Ansicht der Bürger befindet sich die deutsche Wirtschaft weiter im Aufwind. Günstige Wachstumserwartungen für die Weltwirtschaft, verbesserte Exportaussichten und ein nach wie vor sehr niedriges Zinsniveau würden wieder stärker zu Investitionen führen. Auch die Absicht der Verbraucher, größere Anschaffungen zu tätigen, sei nochmals etwas stärker als im Vormonat, wo sie schon auf einem sehr hohen Niveau war. Die dafür entscheidenden Rahmenbedingungen, wie ein stabiler Arbeitsmarkt, gute Einkommensentwicklung und eine moderate Inflation, seien weiter günstig.

Dagegen könne die Einkommenserwartung ihren Rekordwert nicht ganz behaupten. Trotzdem sei auch hier der Wert weiter hoch. „Dieser anhaltende Optimismus unter den Verbrauchern hat sicherlich einige Berechtigung. Eine stabile Arbeitsmarktsituation mit einer noch leicht steigenden Beschäftigung nähren die Hoffnungen auf stärker steigende tarifliche Einkommen“, erklärte die GfK. Die Tarifverhandlungen für dieses Jahr könnten laut GfK insgesamt ein Plus von 3 Prozent oder sogar etwas mehr ergeben. Und die Renten sollen in Westdeutschland um 1,67 und in den neuen Ländern sogar um 2,53 Prozent zulegen. „Unter der Annahme einer erwarteten moderaten Inflationsrate von 1,5 Prozent in 2014 bedeutet dies auch für die Rentner reale Einkommenszuwächse.“

Einziger echter Wermutstropfen für das Konsumklima: Die Bürger legen wieder mehr Geld auf die hohe Kante, anstatt es auszugeben. Die Sparneigung lasse ihr Rekordtief aus dem Januar hinter sich und lege erstmals seit Monaten wieder deutlich zu. Ob dies jedoch ein Wendepunkt beim Sparverhalten sei, bleibe abzuwarten.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Nachtrag zum Aufmacherfoto:

    "Passanten shoppen in München: Das Marktforschungsinstitut Gfk in Nürnberg hat seine aktuelle Konsumklimastudie veröffentlicht. "
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    Typisches Bild mit den Hochglanztütchen.
    Shoppen = Lebenszeit verplempern um Geld für nutzlose Dinge aus dem Fenster zu werfen, weil "Shoppen" das Ego und das Lustzentrum befriedigt. Alleine bei dem Wort "Shoppen" bekomme ich schon die Krise!

    Merke: Ehe ich "shoppen" gehe, schneit es schwarz (Einkaufen ist nervtötend und mit einem Minimum an zeitlichem und finanziellem Aufwand zu erledigen!). Ich ziehe lieber durch die Natur, aber das bringt natürlich keinen Umsatz und dämpft den Konsumklima-Index. So'n Pech aber auch! :-)

  • "Die Bürger legen wieder mehr Geld auf die hohe Kante, anstatt es auszugeben."
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    Eigentlich ist es typisch deutsch und durchaus sinnvoll, für schlechte Zeiten vorzusorgen anstatt das Geld rauszuhauen und in den Tag zu leben. Nur bringt es nichts mehr. Sobald ein gewisses Vermögen akkumuliert ist, hat der Staat nichts besseres zu tun, als die Menschen zu enteignen, wie man am Geschrei nach mehr Steuern und Abgaben durch Grüne/Sozialisten/Kommunisten leicht sieht, und das Geld z.B. an den nichtsnutzigen Club Med zu verschieben, den man besser am langen Arm verhungern ließe, auf daß er für seine Verschwendungssucht selber geradestehen muß.

    »So!« sagt die Omeis hinwiderum; »so bist du gar ein saubrer Gesell! Hast du im Sommer können singen und pfeifen, so tu anjetzo im Winter tanzen und leide darneben gleichwohl Hunger; denn das Faulenzen bringt kein Brot ins Haus.«
    Jean de la Fontaine

    Wer die Ameise und die Grille repräsentiert, dürfte auf der Hand liegen.

    Angesichts der lächerlichen Zinssätze (kalte Enteignung) frage ich mich vor diesem Hintergrund ohnehin, ob es für den, der entsprechende Rücklagen bilden kann (die meisten können es nicht einmal mehr), nicht klüger ist, in physische Edelmetalle (Au, Ag, Pt etc.) etc. zu investieren und die außerhalb des Zugriffs des gierigen Molochs Staat aufzubewahren, zumindest teilweise, als eiserne Reserve für Notzeiten.

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