
FRANKFURT/DÜSSELDORF. Nach überraschend guten gesamtwirtschaftlichen Daten halten Volkswirte einen weitaus kräftigeren Aufschwung in Deutschland für möglich als bislang von Regierung und Instituten vorhergesagt. "Die Anzeichen für ein optimistischeres Szenario haben sich deutlich verdichtet", sagte Carsten-Patrick Meier von Kiel Economics. Unterstelle man dieses positive Szenario, sei für das laufende Jahr eher von zwei bis drei Prozent Wachstum auszugehen. Schon einmal hatte Meyer mit seinem Schwenk recht behalten, als das Kieler Institut Ende 2006 seine Prognose für 2007 binnen weniger Wochen verdoppelte - und damit im Trend richtig lag.
Frühindikatoren stützen Optimisten
Das Statistische Bundesamt hat am Mittwoch gemeldet, dass die deutsche Wirtschaft im ersten Quartal überraschend um 0,2 Prozent gegenüber dem Vorquartal gewachsen ist. Bis dahin hatten Volkswirte eine Stagnation oder sogar einen leichten Rückgang des Bruttoinlandsprodukts (BIP) erwartet. Auch die Daten für das Schlussquartal 2009 revidierte die Behörde nach oben: Anstatt zu stagnieren, legte das BIP auch im Herbst um 0,2 Prozent zu. Damit erhöhte sich die Startrampe für das laufende Jahr deutlich. Zudem weisen alle wichtigen Frühindikatoren wie das Ifo-Geschäftsklima, die Einkaufsmanagerindizes, die Auftragseingänge und die Rohstahlproduktion steil nach oben.
Auch diverse Bankvolkswirte sowie der Deutsche Industrie- und Handelskammertag schraubten aufgrund der unerwartet guten Daten ihre Schätzung für die Wirtschaftsleistung in 2010 nach oben. Der DIHK hält ein Plus von 2,3 Prozent für realistisch. Die Bankvolkswirte Andreas Rees von Unicredit und Andreas Scheuerle von der Deka-Bank rechnen mit einem Zuwachs von zwei Prozent. WestLB-Ökonom Jörg Lüschow hat seine Konjunkturprognose bislang zwar noch nicht erhöht, gibt mit Blick auf die guten Exportdaten allerdings zu: "Wir haben die Dynamik aus Asien unterschätzt."
Die hilft dem deutschen Export: Im März waren die Ausfuhren so stark nach oben geschnellt wie seit 1992 nicht mehr. Zuvor hatte die Industrie bereits einen eindrucksvollen Zuwachs der Auftragseingänge und der Produktion gemeldet. "Die Zahlen waren gigantisch", sagt Bankökonom Rees. Für das Schlussquartal 2009 wie für das erste Quartal 2010 sei eine weitere Aufwärtsrevision der BIP-Daten denkbar.
Pessimisten fürchten Schuldenkrise
Zurückhaltender äußerten sich dagegen die Vertreter der großen Wirtschaftsforschungsinstitute. Zwar gehen auch die Konjunkturchefs des Ifo-Instituts und des RWI, Kai Carstensen und Roland Döhrn, von Aufwärtsrevisionen aus; große Änderungen seien aber nicht zu erwarten. Joachim Scheide vom Institut für Weltwirtschaft betonte überdies, die Turbulenzen in der Währungsunion könnten noch alle Prognosen verhageln. Zudem könnte der unumgängliche Sparkurs in vielen Ländern die deutschen Exporte bremsen.
Volkswirte trauen Deutschland einen deutlich kräftigeren Aufschwung zu ...
Die Auftragseingänge weisen steil nach oben, seitdem mit unserem Exportschlager „Die besten Autos der Welt“ auch gleich Kreditverträge mitgeschickt werden, in denen die Raten vom deutschen Steuerzahler übernommen werden.
So macht der Aufschwung richtig Spaß – vor allem für die Abnehmer. Griechenland z.b. ist das Land mit der höchsten Dichte an Porsche Cayenne´s innerhalb Europas. Anschaffungspreis über 100.000 Euro. Und die 550PS werden ja auch nicht mit Wasser befeuert.
Aber so lange sich die deutschen Steuerzahler alles gefallen lassen, sogar mit der Halbierung von H4 einverstanden sind .... kann man ihnen nicht mehr helfen. Herr vergib ihnen, denn sie wissen nicht was sie tun ... oder so ähnlich.
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