Deutscher Maschinen-Export
USA wollen „Made in Germany“

Die US-Nachfrage kurbelt den deutschen Maschinen-Export an: Trotz derber Rückschläge in Russland verzeichnen deutsche Maschinenbauer mehr Bestellungen. Die größte Bedeutung hat nach wie vor der europäische Markt.
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DüsseldorfDer Export von Maschinen „Made in Germany“ ist im vergangenen Jahr trotz eines Nachfrageeinbruchs in Russland leicht gestiegen. Rückenwind verliehen die Märkte in Südostasien und den USA, deren Bestellungen um 8,1 und 7,2 Prozent zulegten, wie der Branchenverband VDMA am Montag mitteilte.

„Allein in die USA wurden 2014 für eine Milliarde Euro mehr Maschinen verkauft als im Vorjahr“, erklärte VDMA-Experte Ralph Wiechers. Insgesamt exportierte die mittelständisch geprägte Branche Maschinen im Wert von 152 Milliarden Euro und damit 2,5 Milliarden Euro oder 1,7 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Die Importe stiegen um 6,3 Prozent auf rund 59 Milliarden Euro.

„Nach einer kleinen Pause im zweiten Quartal, als der Vorjahreswert sogar leicht verfehlt wurde, haben die Wachstumskräfte beim Export zuletzt wieder zugenommen, so dass das zweite Halbjahr mit einem Plus von 3,2 Prozent abschloss und das vierte Quartal gar mit einem Plus von 4,1 Prozent“, so Wiechers.

Bei den Ausfuhren außerhalb der Euro-Zone kommt der Branche der niedrige Euro zugute. Größte Bedeutung für die deutschen Maschinenbauer habe aber unverändert die Europäische Union, deren Anteil am Export rund 43 Prozent ausmacht, betonte Wiechers.

Die Ausfuhren in die Region legten um 7,3 Prozent zu. Größere Rückschläge erlitt der als Rückgrat der deutschen Wirtschaft geltende Industriezweig mit seinen über eine Million Beschäftigten dagegen in Russland (minus 17 Prozent), Südamerika (minus 12,1 Prozent) und Indien (minus acht Prozent).

Die Maschinenbauer peilten 2014 ein Wachstum der Produktion um ein Prozent auf 199 Milliarden Euro an. Damit würden die Hersteller, zu denen neben zahlreichen Mittelständlern auch börsennotierte Unternehmen wie ThyssenKrupp und Gea gehören, die Rekordmarke von 196 Milliarden Euro aus dem Jahr 2008 knacken.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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