
DÜSSELDORF. Experten hatten hingegen mit einem Anstieg von 19 000 gerechnet. "Die Auswirkungen der Wirtschaftskrise bleiben auch im Februar moderat", sagte das Vorstandsmitglied der Bundesagentur für Arbeit (BA), Heinrich Alt, gestern bei der Vorstellung der neuen Daten. Bislang erwartet die Bundesregierung im Jahresdurchschnitt einen monatlichen Anstieg der Arbeitslosenzahl von 23000.
"Die Zahlen sind im Lichte der wirtschaftlichen Entwicklung sehr gut", zumal die Wirtschaft im Schlussquartal 2009 nicht gewachsen sei, sagte Alt. Gründe für die positive Entwicklung seien die Kurzarbeit und die Flexibilität der Betriebe. "Wunder gibt es woanders, nicht am Arbeitsmarkt", sagte Alt. Insgesamt waren im Februar 3,643 Millionen Menschen ohne Job, 26 000 mehr als im Januar und 91 000 mehr als vor einem Jahr.
Arbeitsministerin Ursula von der Leyen führte die stabilen Arbeitsmarktdaten auch auf die "gute Zusammenarbeit von Arbeitnehmern, Arbeitgebern und Politik" zurück. Sie sei zuversichtlich, dass dieses "starke Band" noch lange halte und weiter Beschäftigung sichere, bis der Aufschwung in Deutschland verlässlich eingesetzt habe, sagte die CDU-Politikerin
Die BA rechnet auch für die kommenden Monate nicht mit einer Verschlechterung. "Wir werden einen Frühjahrsaufschwung haben - wie jedes Jahr", sagte Alt. Entlastet wird der Arbeitsmarkt durch eine zwar deutlich sinkende, aber immer noch hohe Zahl von Kurzarbeitern. "Die Abnahme ist bedingt durch eine verbesserte Auftragslage, die Betriebe fahren die Produktion wieder hoch", sagte Alt.
Während die meisten Volkswirte nicht mehr mit einem Einbruch des Arbeitsmarkts rechnen, mahnten die Gewerkschaften zur Vorsicht. "Die konjunkturellen Rückschlagsrisiken sind weiter sehr hoch", sagte DGB-Vorstandsmitglied Claus Matecki. Er plädierte dafür, die Regelungen zum erleichterten Bezug von Kurzarbeit zu verlängern. Sie hätten bislang Hunderttausende Arbeitsplätze gesichert.
Tatsächlich gilt der Arbeitsmarkt als Achillesferse für Binnenkonjunktur und Staatsfinanzen. Rapide steigende Arbeitslosigkeit würde den ohnehin schwachen Konsum abwürgen. Auch würden die für die öffentlichen Haushalte wichtigen Lohnsteuereinnahmen weiter sinken, der Finanzbedarf der Arbeitsagentur würde steigen.
... ich mal mir meine Welt, wie sie mir gefällt ...
Deutsche bevölkerung 81,9 Mio.
sozialversicherungspflichtig beschäftigte 27,7 Mio. (33%)
davon Teilzeitstellen, Geringstlöhne ... ?
davon in Kurzarbeit ?
davon beim Staat beschäftigt ?
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Arbeitlosenzahl 3,6 Mio.
aber
Zahl der Hartz iV Empfänger 4,9 Mio. ....
Das einzige Wunder hier ist die sagenhafte Zahlentrickserei
02004 gab es offiziell rund 5 Millionen Arbeitslose in der bRDeutschland. Unmittelbar nach der Reform, bei der Arbeitslosengeld und Sozialhilfe zusammengelegt wurden, waren es dann -nota bene- ebenfalls 5 Millionen! Mit den diversen Zwangsmaßnahmen der sog. Arbeitsmarktpolitik gelang es der Führungsriege unter Federführung der bundesagentur f. Arbeit die Statistik entsprechend zu gestalten. Die Motivation hierfür erschließt sich mir nicht. Auch bezweifle ich, dass die Verantwortlichen, die in vielen Fällen entwürdigende
Anwendung ihrer Gesetze überhaupt durchschauen. Die Lüge wird jedoch von einem Großteil der bevölkerung als solche erkannt, da ja fast jeder einen betroffenen kennt, der über seine persönlichen Erfahrungen mit Hartz4 berichten kann. Schade, schade...
ich bin ebenfalls der Meinung, daß dieser Arbeitsmarktbericht die reinste Lügerei ist. Die 3,6 mio., das sind doch nur die ALG1- Arbeitslosen, und obendrein wurde die zählweise wiederholt manipuliert. was ist denn mit den knapp 7 mio. Hatz4-empfängern ? die gelten nicht als arbeitslos oder wie ? laut definition stehen H4er grundsätzlich dem arbeitsmarkt zur verfügung. Als arbeitslos gelten sie aber nicht ? - diese logik verstehe, wer will. diese Zahlen sind für mich propagandistisch verfälscht und daher von beschränkter aussagekraft. Die tatsächliche Unterbeschäftigung geht weit über die offiziell angegebenen 8,7% hinaus.
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