DIW-Studie
Deutschland investiert mehr in die Forschung

Deutschland holt bei Forschungsinvestitionen auf: Die Bundesrepublik verwendet rund 3,0 Prozent der jährlichen Wirtschaftsleistung auf Investitionen für Forschung und Entwicklung. An der Spitze aber stehen andere Länder.
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BerlinDeutschland hat bei den wachstumstreibenden Investitionen für Forschung und Entwicklung (FuE) aufgeholt und liegt unter den ersten fünf Industrieländern. Das EU-Ziel, bei den FuE-Ausgaben drei Prozent der jährlichen Wirtschaftsleistung zu erreichen, habe Deutschland bereits 2012 nahezu erreicht, heißt es in einer am Mittwoch veröffentlichten Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW). „Die FuE-Intensität der Bundesrepublik lag damit über dem Durchschnitt der OECD-Länder, aber auch vor den USA und weit vor Frankreich und Großbritannie“, stellte das Institut fest.

Führend ist der Studie zufolge - auf Basis von Zahlen des Jahres 2012 - Südkorea mit einer Quote von 4,4 Prozent. Es folgen Finnland, Schweden und Japan mit Quoten zwischen 3,6 und 3,4 Prozent. Deutschland rangierte mit rund 3,0 Prozent auf Rang fünf. Die USA kamen auf 2,8 Prozent.

Deutschland hat dem DIW zufolge bei Forschung und Entwicklung in den vergangenen Jahren mit relativ hohem Tempo zugelegt. „In den letzten Jahren gab es nur ein Land, in dem die Forschungsinvestitionen schneller gewachsen sind als in Deutschland, und das war Südkorea“, sagte die Leiterin der Untersuchung, die DIW-Wissenschaftlerin Heike Belitz. Nach ihren Worten führen höhere Forschungsausgaben bereits im Folgejahr zu einem signifikanten Zuwachs der Wirtschaftsleistung eines Landes.

In Deutschland konzentrierten sich die privaten Forschungsausgaben auf relativ wenige Bereiche. 85 Prozent flossen in das verarbeitende Gewerbe und hier vor allem in den Autobau, die Computer- und Elektrotechnik sowie den Maschinenbau.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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