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DIW-Wachstumsprognose: Institut rechnet nur mit kurzer Konjunkturdelle

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) erwartet nur einen kurzen Wachstumsknick in Deutschland. Bereits ab Jahresmitte könne die deutsche Wirtschaft wieder durchstarten.

Der Schriftzug «Aufwärts» ist auf einem Schild neben einer Rolltreppe in einem Kaufhaus in Nürnberg (Mittelfranken). Quelle: dpa
Der Schriftzug «Aufwärts» ist auf einem Schild neben einer Rolltreppe in einem Kaufhaus in Nürnberg (Mittelfranken). Quelle: dpa

BerlinNach einer Konjunkturdelle Anfang 2012 kann die deutsche Wirtschaft dem DIW-Institut zufolge ab Mitte des Jahres wieder durchstarten. Es spreche jedoch vieles dafür, dass Deutschland zunächst einmal für kurze Zeit in die Rezession rutscht, teilten die Berliner Forscher am Mittwoch mit. Deshalb werde die Wirtschaft im Gesamtjahr auch nur um 0,6 Prozent zulegen. „Dank des ab dem Sommer diesen Jahres einsetzenden Aufholwachstums rechnen wir für 2013 aber wieder mit einem Wachstum von 2,2 Prozent“, sagte DIW-Konjunkturchef Ferdinand Fichtner.

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„Das klappt aber nur, wenn die Politik die Krise im Euroraum in den nächsten Monaten überzeugend in den Griff bekommt.“ Dauert die Schuldenkrise länger, werde dies den Arbeitsmarkt deutlich stärker treffen. „Dann droht wirklich eine Negativ-Spirale aus steigender Arbeitslosigkeit und fallender Nachfrage“, warnte Fichtner. Im Ergebnis könnte es zu einer spürbaren Rezession in Deutschland kommen.

Basisdaten Deutschland

Quelle: Information Research

Auch die Euro-Zone leidet nach DIW-Schätzung enorm unter der Schuldenkrise, die den Menschen das Vertrauen raube und dadurch das Wachstum bremse. „Die Investitionstätigkeit und der Konsum im Euro-Raum werden deutlich zurückgehen“ sagte Fichtner. „Die hohe Arbeitslosigkeit und die immer noch starke Inflation schmälern die Kaufkraft, und die Unternehmen halten sich mit Investitionen erst mal zurück.“ Dem Währungsgebiet stehe eine Nachfrageschwäche auf breiter Front bevor, sagte der Experte des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW).

In diesem Jahr werde das Bruttoinlandsprodukt in der Euro-Zone leicht schrumpfen und erst 2013 mit gut einem Prozent wieder etwas anziehen. „Falls die Schuldenkrise sich weiter verschärft und zum Beispiel Frankreich angesteckt wird, dann wird die Rezession erheblich stärker ausfallen“, betonte Fichtner.

Mit seiner Prognose liegt das DIW im oberen Drittel der bisherigen Erwartungen. Die Bundesregierung geht gegenwärtig offiziell noch von einem Wirtschaftswachstum von 1,0 Prozent im kommenden Jahr aus. Die meisten Experten halten jedoch diese Prognose mittlerweile für zu optimistisch und erwarten eine Senkung.

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Zahlreiche Wirtschaftsforscher hatten in den vergangenen Wochen vor allem wegen der Folgen der Schuldenkrise bereits ihre Prognosen gesenkt. Das Münchener Ifo-Institut rechnet 2012 nun etwa mit einem Anstieg der Wirtschaftsleistung um 0,4 Prozent, nachdem das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in diesem Jahr noch um drei Prozent zugelegt hatte. Die Experten des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) erwarten gar ein Schrumpfen um 0,1 Prozent.

Die Präsidenten der führenden Wirtschaftsverbände sind sich jedoch einig, dass Deutschland entgegen mancher Unkenrufe 2012 nicht in eine Rezession abgleiten wird. Die andauernde Schuldenkrise im Euro-Raum werde den Wachstumszug zwar fühlbar verlangsamen, nicht aber entgleisen lassen, erklärten die Präsidenten des Industrieverbandes BDI, des Handwerksverbandes ZDH, des Deutschen Industrie- und Handelskammertages DIHK sowie des Handelsverbandes BGA in einer Reuters-Umfrage.

Konjunkturindikatoren

  • ZEW-Konjunkturerwartungen

    Der vom Mannheimer Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) herausgegebene Index beruht auf der Befragung von 350 Analysten und Finanzmarktexperten. Sie geben dabei ihre Einschätzung über die künftige Wirtschaftsentwicklung ab. Der Index zur mittelfristigen Konjunkturentwicklung ergibt sich aus der Differenz der positiven und negativen Erwartungen über die künftige Wirtschaftsentwicklung. Er wird zur Monatsmitte erhoben.

  • ifo-Index

    Der international beachtete Index basiert auf einer Befragung von etwa 7000 Unternehmen aus Bau, Einzelhandel und Industrie. In einem Fragebogen beurteilen sie ihre gegenwärtige Geschäftslage sowie die Erwartungen für die Zukunft. Beide werden im Geschäftsklima zusammengefasst. Der Index ergibt sich aus dem Saldo der Antworten "gut" und "schlecht".

  • Einkaufsmanagerindex

    Wird von der britischen Forschergruppe Markit erhoben. Er beruht für Deutschland auf Umfragen unter Einkaufsmanagern von 500 repräsentativ ausgewählten deutschen Industrieunternehmen. Bestandteile des Index sind Auftragseingänge, Preise und Beschäftigung. Der Index hat einen relativ kurzen Vorlauf gegenüber der Produktion.

  • Geldmenge (M1)

    Umfasst den Bargeldumlauf und die Sichteineinlagen, wie zum Beispiel Sparbücher. Da die in M1 enthaltenen Bestandteile direkt für Transaktionen zur Verfügung stehen, deutet ein Anstieg darauf hin, dass die Kaufbereitschaft der Konsumenten und Unternehmen steigt. Der Indikator hat einen Vorlauf von zwei bis drei Quartalen.

     

  • Baltic Dry Index (BDI)

    Der BDI ist ein Preisindex für die Verschiffungskosten wichtiger Rohstoffe wie Stahl, Eisenerz, Kohle und Getreide auf Standardrouten. Er wird durch das Angebot an frei stehendem Schiffsladeraum und die Hafenkapazitäten beeinflusst. Da Rohstoffe als Vorprodukte am Anfang der Wertschöpfungskette stehen, ist der BDI ein guter Frühindikator für die Weltkonjunktur.

  • GfK-Konsumklimaindex

    Der Index des Nürnberger Marktforschungsinstituts GfK prognostiziert die Veränderung der monatlichen privaten Konsumausgaben. Hierfür werden 2000 repräsentativ ausgewählte Personen nach ihren Einkommens- und Konjunkturerwartungen befragt.  

     

  • 04.01.2012, 12:09 UhrSiggi40

    Teil II - ergänzt
    Die Eurozone können wir also für unseren künftigen Export komplett vergessen, weil verschenken können wir die Artikel auch an uns selbst, dann hätten wir auch was davon.
    In den letzten 3 Jahren hat die EZB und die DBB ca. 500 Mrd. Euro an die Zentralbanken der PIIG(F)S überwiesen, damit die unsere Exportrechnungen bezahlen können. So lange wir also die Schecks gleich mitschicken, floriert unser Export in die Eurozone. Wer hat da in der Schule nicht aufgepasst?
    Unsere künftigen Exportmärkte sind die BRICS Staaten, die eine gigantische Dynamik entfalten und durch ihre Bodenschätze auch in der Lage sind, die Waren Made in Germany bezahlen zu können. Auch wenn die Waren mit der DM 30% mehr kosten als derzeit, ist völlig unerheblich. Die Chinesen z.B. kaufen keine VW-Polo, oder Audi !2, sondern den VW-Phaeton/Passat und den RS4, RS6 und den RS8. Das ist unsere Zielgruppe. Der VW-Lupo ist für die Deutschen da, nicht für den Export gedacht.

  • 04.01.2012, 12:03 UhrSiggi40

    Teil II
    Die Eurozone können wir also für unseren künftigen Export komplett vergessen, weil verschenken können wir die Artikel auch an uns selbst, dann hätten wir auch was davon.
    Unsere künftigen Exportmärkte sind die BRICS Staaten, die eine gigantische Dynamik entfalten und durch ihre Bodenschätze auch in der Lage sind, die Waren Made in Germany bezahlen zu können. Auch wenn die Waren mit der DM 30% mehr kosten als derzeit, ist völlig unerheblich. Die Chinesen z.B. kaufen keine VW-Polo, oder Audi !2, sondern den VW-Phaeton/Passat und den RS4, RS6 und den RS8. Das ist unsere Zielgruppe. Der VW-Lupo ist für die Deutschen da, nicht für den Export gedacht.

  • 04.01.2012, 12:02 UhrSiggi40

    Um den Blick des DIW in die Glaskugel nachvollziehen zu können, ein paar Daten für diese Wettervorhersage, denn mehr ist es nicht.
    In den letzten 3 Jahren haben die Staaten weltweit ca. 32,5 Bio. $ aufgewendet, natürlich alles auf Pump, um die Bankster zu retten und um einen selbsttragenden Aufschwung einzuleiten. Beides ist gründlich schiefgegangen. Sämtliche Konjunkturstrohfeuerpakete sind wirkunslos verpufft, ohne den gewünschten Erfolg. Und über die Banken reden wir nicht mehr, da gibt es nichts mehr zu retten.
    Jetzt sind fast alle westl. Ind.staaten pleite, noch mehr pleite geht nicht mehr, die mit wegbrechenden Steuereinnahmen die explodierenden Ausgaben für Zinsen und Soziales finanzieren sollen. Also wieder neue Schulen, damit man die alten bezahlen kann.

    Unser deutsches Wirtschaftswunder, erreicht durch Qualität Made in Germany, den niedrigsten Löhnen seit 20 Jahren, und unser hochgelobter Export in die Eurozone alles mit Krediten finanziert, die wir jetzt sogar selbst zurückzahlen müssen. So macht der Aufschwung richtig Spaß. Die einen malochen mit Löhnen, die nicht mal ausreichen, um eine Familie zu ernähren, also 7,5 Mio. Bürger auf staatliche Leistungen angewiesen sind, um hochwertige Waren zu exportieren in Länder, bei denen das Lohnniveau bereits 50% höher ist als bei uns. Die sich dann die Träume auf 4 Rädern kaufen können, natürlich alles auf Pump von deutschen und französischen Banken finanziert, die durch diese Kreditausfälle schon längst pleite wären, wenn die deutschen H4-ler diese Banken mit Hunderten von Milliarden Euro nicht vor dem Kollaps gerettet hätten.

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