Nachrichten

_

Drittes Quartal: Amerikas Wirtschaft startet durch

Das Wachstumstempo der USA hat sich im dritten Quartal glatt verdoppelt. Damit könnten die Amerikaner eigentlich mit Zuversicht ins neue Jahr blicken - doch zur Jahreswende drohen dramatische Einschnitte.

Das neue One World Trade Center in Manhattan wächst in die Höhe. Bauinvestitionen tragen vor allem zum starken US-Wachstum bei. Quelle: Reuters
Das neue One World Trade Center in Manhattan wächst in die Höhe. Bauinvestitionen tragen vor allem zum starken US-Wachstum bei. Quelle: Reuters

WashingtonDie US-Wirtschaft hat ihr Wachstum im dritten Quartal mehr als verdoppelt. Das Bruttoinlandsprodukt stieg um 3,1 Prozent im Vergleich zur Vorperiode, teilte das Handelsministerium am Donnerstag nach endgültigen Berechnungen in Washington mit. Damit wurde die zweite Schätzung von 2,7 Prozent nach oben korrigiert, die erste lag gar nur bei 2,0 Prozent. Im zweiten Quartal hatte es ein Plus von 1,3 Prozent gegeben.

Anzeige

Angekurbelt wurde die weltgrößte Volkswirtschaft von Bauinvestitionen, die um 13,5 Prozent zulegten. Auch Exporte, der private Konsum und höhere Staatsausgaben trugen zum Wachstum bei. Gebremst wurde es dagegen von der Zurückhaltung der Unternehmen bei Investitionen in Maschinen, Geräte und Fahrzeuge, die um 1,8 Prozent fielen.

Rangliste Die stärksten Wirtschaften der Welt

  • Rangliste: Die stärksten Wirtschaften der Welt
  • Rangliste: Die stärksten Wirtschaften der Welt
  • Rangliste: Die stärksten Wirtschaften der Welt
  • Rangliste: Die stärksten Wirtschaften der Welt

Ein Grund für diese Zurückhaltung dürfte der Haushaltsstreit sein. Finden Präsident Barack Obama und die oppositionellen Republikaner bis Jahresende keinen Kompromiss, dann drohen 2013 automatische Steuererhöhungen und massive Ausgabenkürzungen. Beides zusammen könnte rund 600 Milliarden Dollar aus dem Wirtschaftskreislauf ziehen.

Nach Prognose der Industriestaaten-Organisation OECD wird die US-Wirtschaft 2013 mit 2,0 Prozent ähnlich schnell wachsen wie in diesem Jahr mit 2,2 Prozent. 2014 soll sich das Tempo auf 2,8 Prozent erhöhen. Vom Aufschwung in der weltgrößten Volkswirtschaft profitieren auch die deutschen Exporteure. In den ersten neun Monaten 2012 stiegen die Ausfuhren in die USA um fast 21 Prozent auf 65 Milliarden Euro. Nur in Frankreich nahmen die Unternehmen noch mehr ein.

  • 21.12.2012, 07:48 UhrBlackmountain

    Das geht gut, solange der Dollar die Reserve-Waehrung der Welt ist. Defizite spielen in absehbarer Zeit also ueberhaupt keine Rolle.

  • 20.12.2012, 16:20 UhrDigger

    Die statistischen Konjunkturzahlen werden annualisiert,d. h. auf das Jahr hochgerechnet.Daher die grossen Sprünge im Wachstum. Sollte langsam Allgemeingut sein,oder?! In Europa werden sie kumuliert.

  • 20.12.2012, 16:09 Uhrwellenreiter

    Die USA leben auf Pump.Das Wachstum ist in erster Linie dem Vertrauen der Gläubiger geschuldet-wie lange das gutgeht ?Weiß keiner...

  • Die aktuellen Top-Themen
Euro-Krise: Draghis magische Worte

Draghis magische Worte

Vor genau zwei Jahren kündigte Mario Draghi an: „Die EZB wird alles Notwendige tun, um den Euro zu erhalten.“ Der Satz war die Wende in der Euro-Krise – und ein Bruch mit trügerischen Grundsätzen.

Sanktionen gegen Russland: EU friert Vermögen von Geheimdienstchefs ein

EU friert Vermögen von Geheimdienstchefs ein

Hochrangige russische Beamte und mehrere Unternehmen bekommen die Konsequenzen des Ukraine-Konflikts zu spüren. Die EU setzt sie auf die jüngste Sanktionsliste und erhöht dadurch den Druck auf Moskau.

Nach Truppenabzug: Hilfsorganisationen bleiben in Afghanistan

Hilfsorganisationen bleiben in Afghanistan

Dass der Kampfeinsatz der Nato in Afghanistan endet, steht fest. Dass das Land weiterhin Hilfe braucht, allerdings auch. Viele deutsche Hilfsorganisationen wollen daher in Afghanistan bleiben, wenn die Soldaten gehen.

  • Konjunkturtermine
Konjunkturtermine: Wochenvorschau

Wochenvorschau

Die wichtigsten Ereignisse und Indikatoren in Europa und International