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Düsterer Ausblick: US-Notenbanker schüren Angst vor erneuter Rezession

Seit Wochen drängen Ökonomen die Notenbanken zum Handeln, nun könnte es soweit sein: Am Dienstag kommt die Fed-Führung zusammen um geldpolitische Maßnahmen zu besprechen. Der Wirtschaftsausblick der Fed von San Francisco setzt die Währungshüter zusätzlich unter Druck. Denn der Einschätzung zufolge besteht in den USA in den kommenden zwei Jahren eine „erhebliche“ Gefahr für einen erneuten Rückfall in die Rezession.

Ben Bernanke: Zögerlich erwägt der Fed-Chef neue Maßnahmen. Quelle: Reuters
Ben Bernanke: Zögerlich erwägt der Fed-Chef neue Maßnahmen. Quelle: Reuters

HB CHICAGO/NEW YORK. Die Wahrscheinlichkeit einer weiteren Rezession in den kommenden 18 bis 24 Monaten sei größer als die für eine Expansion, teilten Wissenschaftler der regionalen Notenbank in ihrem Wirtschaftsausblick am Montag mit. Ein Umschwung in den nächsten Monaten sei allerdings unwahrscheinlich.

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Zuletzt haben die Sorgen zugenommen, dass die US-Wirtschaft erneut in eine Rezession innerhalb kurzer Zeit abgleitet. Auslöser dafür waren schlechte Konjunkturdaten sowie unbefriedigende Zahlen vom Stellenmarkt. Deswegen wird auch spekuliert, ob die US-Notenbank am Dienstag nach der Sitzung des Offenmarktausschusses weitere geldpolitische Maßnahmen zur Stützung der Konjunktur verkündet.

Wenn sich nun die Führung der US-Notenbank Federal Reserve (Fed) heute zu geldpolitischen Beratungen trifft, dürfte sie nach Einschätzung vieler Volkswirte den Wiedereinstieg in konjunkturstimulierende Maßnahmen beschließen. Dafür sprechen jüngste Äußerungen der Fed-Gewaltigen. "Wir glauben mittlerweile, dass die aktuelle Lage die Geldpolitiker zum Handeln bewegt", erklärte Paul Sheard, Chefvolkswirt der japanischen Großbank Nomura. Die Furcht vor einer weiteren Eintrübung der amerikanischen Konjunktur ist offenbar in der Fed mittlerweile größer als die Angst vor Inflation. Eine Reihe prominenter Volkswirte, darunter Nobelpreisträger Paul Krugmann, drängen die Notenbanker seit Wochen zum Handeln.

Die Fed hatte mit einem beispiellosen Konjunkturprogramm auf die Finanzkrise 2008/2009 und die damit verbundene Rezession reagiert. Kombiniert mit einem fast 800 Mrd. Dollar schweren Konjunkturpaket aus Washington hatte die Maßnahme auch Erfolg - allerdings nur kurzfristig: Jetzt schwächelt die Erholung und die Arbeitslosigkeit verharrt auf hohem Niveau.

  • 10.08.2010, 14:08 UhrAnonymer Benutzer: no.7

    Die einfache wahrheit ist doch die, daß es im jetzigen System - Shareholder value - keine dauerhafte vollbeschäftigung geben kann, weil die Schuldenorgie vorbei ist. Können keine neuen schulden gemacht werden, steigt die arbeitslosigkeit rasant, shareholder value ist unverrückbar am ende. die von den Ökonomen geforderten gelddruck-Maßnahmen sind Quatsch mit Soße und bringen nichts als vielleicht ein paar monate erneuten aufschub. beendet die nullzinspolitik, beendet das Gelddrucken, laßt die börsen herunterkrachen, verteilt die Arbeit neu ! es kann eben nicht funktionieren, aus allem nur immer mehr herausquetschen zu wollen. Der konsum im gesamten westen muß eingeschränkt werden, ausbeuterische beschäftigung vom staat unterbunden werden. Zum beispiel Verbot der beschäftigung über 40 wochenstunden hinaus. Herabsetzung der Wochenarbeitszeit auf 35 stunden- ohne Lohnausgleich, das ist klar ! Das mehr und mehr ist unwiederruflich vorbei, und wenn ihr euch noch so erbittert daran festklammert. Keine chance, freunde!

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