Einkaufsmanagerindex: Deutscher Industrie geht es besser als der Konkurrenz

Einkaufsmanagerindex
Deutscher Industrie geht es besser als der Konkurrenz

Nach der Erhöhung der Mehrwertsteuer hat die deutsche Industrie ihren Aufschwung im Januar fortgesetzt. Die Unternehmen verzeichneten laut RBS/BME-Einkaufsmanagerindex eine steigende Nachfrage und weiteten ihre Produktion kräftig aus. Deutschland entwickelte sich sogar stärker als der Rest der Euro-Zone.

HB BERLIN. Der RBS/BME-Einkaufsmanagerindex (EMI) für Deutschland sank auf 58,5 Punkte von seinem Sieben-Monatshoch im Dezember bei 59,4 Punkten, wie das britische Forschungsinstitut NTC mitteilte. Trotzdem lag der Index leicht über dem Jahresschnitt 2006. Der EMI notiert seit 17 Monaten über der Wachstumsmarke von 50 Zählern.

„Es war wirklich überraschend, dass sich das Wachstum in Deutschland in diesem Monat mit der gleichen Stärke fortgesetzt hat wie in den vergangenen Monaten“, sagte NTC-Chefvolkswirt Chris Williamson. Die Unternehmen verzeichneten eine steigende Nachfrage, weiteten ihre Produktion kräftig aus und stellten so viele neue Mitarbeiter ein wie seit sieben Monaten nicht mehr.

Dabei geht es den Firmen trotz der höheren Mehrwertsteuer besser als den Konkurrenten: In der Euro-Zone sank der EMI um einen Zähler auf 55,5 Punkte. Die Steuererhöhung machte sich jedoch im stärksten Preisanstieg seit Beginn der Datenerhebung im September 2002 bemerkbar.

Volkswirte hatten im Schnitt mit einem Rückgang des Index auf 59,0 Zähler in Deutschland und auf 56,2 Punkte für die Euro-Zone gerechnet. NTC befragt monatlich rund 3000 Firmen, etwa 500 davon in Deutschland.

Die deutschen Unternehmen weiteten ihre Produktion mit fast unveränderter Dynamik aus, wie der entsprechende Index mit 61,1 nach 61,3 Zählern anzeigte. In der Euro-Zone gab die Komponente um einen Punkt auf 57,0 nach. Auch das Wachstum der Nachfrage blieb in Deutschland mit 60,9 nach 61,0 Zählern stabil, während es in der Euro-Zone auf 56,6 von 57,8 Punkten zurückging.

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