
PekingNach dem schwächsten Wachstum seit 13 Jahren mehren sich in Chinas Wirtschaft die Anzeichen für eine allmähliche Rückkehr zu alter Stärke. Der offizielle Einkaufsmanagerindex für den Dienstleistungssektor stieg im Januar leicht auf 56,2 Punkte von 56,1 Zählern im Dezember, wie das nationale Statistikamt am Sonntag mitteilte. Damit lag das Barometer für die in der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt immer wichtiger werdende Branche den vierten Monat in Folge über der Schwelle von 50 Punkten, ab der ein Wachstum angezeigt wird.
Der Einzelhandel, die Luftfracht und der Schiffsverkehr erreichten sogar mehr als 60 Punkte. Auch der Teilindex für die Baubranche, die eine der stärksten Triebfedern für das Wachstum in China ist, lag trotz eines leichten Rückgangs über dieser Marke. Experten sehen in den jüngsten Konjunkturdaten einen Hinweis dafür, dass Chinas Wirtschaftsmotor wieder moderat beschleunigt, aber weiterhin auf Anschub durch Regierung und Zentralbank angewiesen sein dürfte.
Auf den Einkaufszetteln chinesischer Unternehmen stehen immer mehr deutsche Firmen und ihre Technologien. Eine Auswahl an Übernahmen, Einstiegen und Kooperationen des Jahres 2012.
Der Betonpumpen-Weltmarktführer Sany Heavy Industry übernimmt im Januar das schwäbische Unternehmen. Die 1200 Arbeitsplätze in Deutschland sind bis Ende 2020 gesichert.
Ein Drittel der Aktienanteile an dem Konstanzer Photovoltaik-Konzern sichert sich im Februar LDK Solar.
Im Februar wird bekannt, dass das deutsche Logistikunternehmen in Kooperation mit der Jade Werke GmbH die Marinestadt Wilhelmshaven zu einem Offshore-Standort ausbaut. Jade Werke ist eine hundertprozentige Tochter der chinesischen Schiffbau- und Investmentgruppe Jiangsu Hantong Heavy Industry Group.
Der Pekinger Automobilzulieferer Lingyun übernimmt im März den nordrhein-westfälischen Weltmarktführer für Pkw-Schließsysteme.
Die Xuzhou Construction Machinery Group (XCMG) wird im April Mehrheitseigener des westfälischen Betonpumpenherstellers.
Das insolvente Solarunternehmen Q-Cells vereinbart im Juni den Verkauf seiner Tochterfirma mit Sitz in Bitterfeld-Wolfen an die Pekinger Hanergy Holding Group.
Laut einem Medienbericht steht der Stahlkonzern ThyssenKrupp Ende August vor dem Verkauf seiner auf Karosseriebleche spezialisierten Tochterfirma an Wuhan Iron and Steel (Wisco). Das Essener Unternehmens bestätigt bislang lediglich, dass Verkaufsgespräche geführt würden, nennt aber nicht den oder die Verhandlungspartner.
Ende August bestätigt der Baumaschinenhersteller Shandong Heavy Industry sein Interesse an dem Wiesbadener Gabelstaplerproduzenten.
Chinas Wirtschaft war 2012 nur um 7,8 Prozent gewachsen und damit so schwach wie seit 1999 nicht mehr. Für dieses Jahr rechnen Experten mit einem moderaten Anziehen auf 8,1 Prozent. Diese für Europa äußerst üppig anmutenden Wachstumsraten gelten in China als Minimum, um dem jährlichen Ansturm auf den Arbeitsmarkt des Milliardenvolkes Herr zu werden.
China: 9.600.000
Deutschland: 357.000
China: 22 Prozent
Deutschland: 32 Prozent
(Angaben von 2010)
China: 56 Prozent
Deutschland: 48 Prozent
(Angaben von 2009)
China: 1.347.000.000
Deutschland: 82.000.000
(Angaben von 2011, Zahlen gerundet)
China: 75 Jahre
Deutschland: 83 Jahre
(Angaben von 2009)
China: 72 Jahre
Deutschland: 77 Jahre
(Angaben von 2009)
China: 8
Deutschland: 31
(Angaben von 2009)
China: 27
Deutschland: 502
(Angaben von 2008)
China: 5
Deutschland: 10
(Angaben von 2008)
Quellen: Weltbank, CIA, Statistisches Bundesamt, Deutsche Botschaft in Peking, Auswärtiges Amt
Um angesichts von Euro-Krise und schwächelnder US-Wirtschaft unabhängiger vom Export zu werden, gewinnt für das bevölkerungsreichste Landes der Welt sein riesiger Binnenmarkt immer mehr an Bedeutung.

Stimme zu, das maniehafte herbeireden des herrlichen aufschwungs durch scheinbar den kompletten Propagandaapparat hierzulande erreicht nicht gekannte züge. Eine behandlung dieser Aufschwunglaberer beim Psychiater ist wohl dringend anzuraten. Oder sollen wir alle auf der Straße dreimal Hurra aufschwung schreien ?? sowas beklopptes gabs ja nichtmal in der DDR. Die bankrotten amis werden kaufen , ja ganz bestimmt werden sie das, hach und die chinesen finden flugs zu alter Stärke, aber klar doch ! - gleichwohl muß aber noch mehr Geld gedruckt werden, damit die US Großbanken noch paar Milliarden Gewinn mehr einsacken können und die Konjunktur "unterstützt" wird. Man kann ja nur noch eins hoffen, daß diese ganze West-Gangsterwirtschaft bald im bankrott endet- auf daß der deutsche Export sich verdoppelt !! Dieses Blödgeschwafel ist ja gänzlich unerträglich.

Dienstleister machen Hoffnung auf Erholung in China!
Hafnersp, kann ihnen nur beipflichten, eine sehr interessante sichtweiße des Problems.

ok, Ihr gebt nicht auf, liebes Handelsblatt. Unermüdlich wird die große weite Welt der "Statistik", und das Sonnensystem gleich dazu, nach irgendwelchen "Aufschwüngen" abgesucht und - trotz aller Mühen (und zeitweisen Versuchen mit Indien, Vietman, Brasilien....) - wieder ständig die alten Hüte "rotiert" China, USA, China, USA,.... - dort wo eben die besten statischen Hütchenspieler wohnen und die besten Zentralbank-Inflationisten. Wie langweilig.
Wie wärs eigentlich zur Abwechslung mal mit dem Mars? Dort wurden bisher noch keine Anzeichen einer Wirtschaftskrise gesichtet und der Markt ist noch völlig unbearbeitet - der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt. Da müßte sich doch was machen lassen.
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