Einkaufsmanagerindex: Dienstleister machen Hoffnung auf Erholung in China

Einkaufsmanagerindex
Dienstleister machen Hoffnung auf Erholung in China

Für Chinas Dienstleister geht es aufwärts. Experten sehen in den neuesten Wirtschaftsdaten erste Anzeichen einer Erholung der Konjunktur. Vor allem drei Branchen geht es wieder besser.
  • 3

PekingNach dem schwächsten Wachstum seit 13 Jahren mehren sich in Chinas Wirtschaft die Anzeichen für eine allmähliche Rückkehr zu alter Stärke. Der offizielle Einkaufsmanagerindex für den Dienstleistungssektor stieg im Januar leicht auf 56,2 Punkte von 56,1 Zählern im Dezember, wie das nationale Statistikamt am Sonntag mitteilte. Damit lag das Barometer für die in der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt immer wichtiger werdende Branche den vierten Monat in Folge über der Schwelle von 50 Punkten, ab der ein Wachstum angezeigt wird.

Der Einzelhandel, die Luftfracht und der Schiffsverkehr erreichten sogar mehr als 60 Punkte. Auch der Teilindex für die Baubranche, die eine der stärksten Triebfedern für das Wachstum in China ist, lag trotz eines leichten Rückgangs über dieser Marke. Experten sehen in den jüngsten Konjunkturdaten einen Hinweis dafür, dass Chinas Wirtschaftsmotor wieder moderat beschleunigt, aber weiterhin auf Anschub durch Regierung und Zentralbank angewiesen sein dürfte.

Chinas Wirtschaft war 2012 nur um 7,8 Prozent gewachsen und damit so schwach wie seit 1999 nicht mehr. Für dieses Jahr rechnen Experten mit einem moderaten Anziehen auf 8,1 Prozent. Diese für Europa äußerst üppig anmutenden Wachstumsraten gelten in China als Minimum, um dem jährlichen Ansturm auf den Arbeitsmarkt des Milliardenvolkes Herr zu werden.

Um angesichts von Euro-Krise und schwächelnder US-Wirtschaft unabhängiger vom Export zu werden, gewinnt für das bevölkerungsreichste Landes der Welt sein riesiger Binnenmarkt immer mehr an Bedeutung.

Kommentare zu " Einkaufsmanagerindex: Dienstleister machen Hoffnung auf Erholung in China"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 7:30 bis 21 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • Stimme zu, das maniehafte herbeireden des herrlichen aufschwungs durch scheinbar den kompletten Propagandaapparat hierzulande erreicht nicht gekannte züge. Eine behandlung dieser Aufschwunglaberer beim Psychiater ist wohl dringend anzuraten. Oder sollen wir alle auf der Straße dreimal Hurra aufschwung schreien ?? sowas beklopptes gabs ja nichtmal in der DDR. Die bankrotten amis werden kaufen , ja ganz bestimmt werden sie das, hach und die chinesen finden flugs zu alter Stärke, aber klar doch ! - gleichwohl muß aber noch mehr Geld gedruckt werden, damit die US Großbanken noch paar Milliarden Gewinn mehr einsacken können und die Konjunktur "unterstützt" wird. Man kann ja nur noch eins hoffen, daß diese ganze West-Gangsterwirtschaft bald im bankrott endet- auf daß der deutsche Export sich verdoppelt !! Dieses Blödgeschwafel ist ja gänzlich unerträglich.

  • Dienstleister machen Hoffnung auf Erholung in China!
    Hafnersp, kann ihnen nur beipflichten, eine sehr interessante sichtweiße des Problems.

  • ok, Ihr gebt nicht auf, liebes Handelsblatt. Unermüdlich wird die große weite Welt der "Statistik", und das Sonnensystem gleich dazu, nach irgendwelchen "Aufschwüngen" abgesucht und - trotz aller Mühen (und zeitweisen Versuchen mit Indien, Vietman, Brasilien....) - wieder ständig die alten Hüte "rotiert" China, USA, China, USA,.... - dort wo eben die besten statischen Hütchenspieler wohnen und die besten Zentralbank-Inflationisten. Wie langweilig.
    Wie wärs eigentlich zur Abwechslung mal mit dem Mars? Dort wurden bisher noch keine Anzeichen einer Wirtschaftskrise gesichtet und der Markt ist noch völlig unbearbeitet - der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt. Da müßte sich doch was machen lassen.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%