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Einschätzung der Wirtschaft: Weltbank und Notenbank versprühen Optimismus

Optimismus im Doppelpack: Die Weltbank sowie die amerikanische Notenbank (Fed) erwarten einen langsamen, aber spürbaren wirtschaftlichen Aufschwung. Während erstere vor allem den Beitrag Chinas lobt, verweist letztere auf die bleibende Anfälligkeit der Wirtschaft.

HB PEKING/WASHINGTON. Die Aussichten für eine Erholung der Weltwirtschaft haben sich nach Einschätzung von Weltbank-Chef Robert Zoellick spürbar verbessert. Mit seinem Konjunkturprogramm und einer massiven Kreditvergabe habe China sein Wachstum hoch gehalten und zu ersten Anzeichen für eine globale Belebung beigetragen, sagte Zoellick nach Gesprächen mit der chinesischen Führung am Mittwoch vor Journalisten in Peking. Mit Blick auf den Weltfinanzgipfel der 20 führenden Industrieländer Ende des Monats in Pittsburgh forderte Zoellick mehr Hilfen für die schwer betroffenen Entwicklungsländer.

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Diese Unterstützung sei im Interesse der reichen Industrieländer, da damit die Grundlagen für Produktivität und künftiges Wachstum gelegt werden könnten. Die Welt könne sich nicht mehr einseitig auf den US-Verbraucher stützen, sondern müsse nach Nachfrage in anderen Ländern suchen. Die Krise verändere die Mechanismen für Wachstum, sagte Zoellick. Außer den Schwellenländern China und Indien könnten auch andere Entwicklungsländer "neue Formen von Wachstum bieten".

Lobend äußerte sich Zoellick über den Beitrag Chinas als drittgrößte Volkswirtschaft in der Krise. "Mit einem erwarteten Wachstum von knapp acht Prozent für 2009 in China und Zeichen für eine Stabilisierung in vielen anderen Volkswirtschaften in Asien und anderswo in der Welt haben sich die Chancen für eine wahrlich globale Belebung messbar erhöht." Es sei für China aber noch zu früh, seine Konjunkturmaßnahmen zurückzufahren, sagte Zoellick.

Trotz der enormen Kreditvergabe und staatlichen Ausgabenprogramme in China zeigte sich der Weltbankchef nicht besorgt über mögliche inflationäre Tendenzen. China solle an seiner Finanz- und Geldpolitik festhalten. "Ich stimme dem zu, was ich in China gehört habe: Wir müssen unsere Aufmerksamkeit darauf lenken, der Erholung Anschub zu geben", sagte Zoellick. Bei ihrem Treffen hatte Chinas Regierungschef Wen Jiabao versichert, die Richtung der Politik zur Ankurbelung der chinesischen Wirtschaft nicht ändern zu wollen.

Der Weltbankchef sagte, China müsse die heimische Nachfrage ausweiten, indem mehr in Gesundheit und Bildung investiert und der Finanzsektor reformiert werde. Ferner müssten der Dienstleistungssektor liberalisiert und die Integration von Wanderarbeitern in den Städten verbessert werden. Die Märkte müssten offen gehalten werden. Es dürfe nicht zu Protektionismus kommen.

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