Einsparungen durch EZB-Gründung
Bundesbank treibt Straffung des Filialnetzes voran

Vor rund 20 Jahren hatte die Bundesbank gut 200 Filialen, bald sind es nur noch 31: Seit dem Start der EZB 1998 verkleinerte sich der Aufgabenkreis der nationalen Notenbanken – und damit auch die Institute selbst.

FrankfurtDie Bundesbank dünnt ihr Filialnetz weiter aus. In Nordrhein-Westfalen sollen künftig fünf Niederlassungen in einer neuen Filiale in Dortmund zusammengefasst werden. Der erste Spatenstich sei nun erfolgt, teilte die Bundesbank am Donnerstag mit. Für den Bau seien Investitionen von über 300 Millionen Euro geplant. Die Straffung des Filialnetzes wird mit einem Stellenabbau einhergehen. Der neue Dortmunder Ableger soll im zweiten Quartal 2019 den Betrieb aufnehmen und dann rund 200 Beschäftigte haben.

Mit der neuen Struktur wird die Bundesbank künftig noch 31 Niederlassungen haben. 1992 waren es noch gut 200. Hintergrund der Reduzierung ist der Start der Europäischen Zentralbank (EZB), die einige Aufgaben der Bundesbank übernahm.

Die nationalen Notenbank sind unter anderem für die Versorgung der Banken mit Bargeld zuständig. Für die Bundesbank unterstrich Vorstand Carl-Ludwig Thiele: „Wir lehnen alle Bestrebungen ab, die Verwendung des Bargelds einzuschränken oder es gänzlich abzuschaffen.“ Forderungen nach einer Abschaffung hatte es zuletzt vonseiten einiger Volkswirte gegeben.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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