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Ende der Krise: Frühlingsgefühle mit Einschränkungen

Alle Konjunkturprognosen drehen derzeit in den grünen Bereich. Die gute Nachricht: Der Aufschwung ist da. Die schlechte Nachricht: Es ist ein Aufschwung ohne Schwung. Und: Deutschlands Jobwunder aus der Krise könnte sich im nächsten Aufschwung in ein gravierendes Problem umkehren.

Waren "made in Germany" sind wieder gefragt im Ausland. Allerdings müssen viele Handelspartner große Risiken verkraften. Quelle: ap
Waren "made in Germany" sind wieder gefragt im Ausland. Allerdings müssen viele Handelspartner große Risiken verkraften. Quelle: ap

doh/som/cs/hz/lou/mwb/shf/gil/jojo HB. Die Konjunktur zieht an, aber nicht wirklich stark. Die Prognosen der meisten Volkswirte für das Jahr 2010 lassen einen Zitter-Aufschwung erwarten. "Die deutsche Wirtschaft hat die Intensivstation verlassen, aber steckt noch in der Reha-Klinik", sagt Wolfgang Franz, der Chef der Wirtschaftsweisen.

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Die Stimmung allerdings ist von Zuversicht geprägt. Der Patient Deutschland fühlt frühlingshafte Kraft in seinen Gliedern. Eine Umfrage im Auftrag des Handelsblatts und der Unternehmensberatung Droege & Comp. unter mehr als 750 Führungskräften in Deutschland ergab, dass 43 Prozent der Unternehmen in den nächsten zwölf Monaten mehr investieren wollen. Nur neun Prozent haben vor, ihre Investitionen zurückzuschrauben.

Damit setzt sich die positive Entwicklung der vergangenen Monate fort. Im September 2009 hatte sich die Stimmung vorsichtig gedreht: Seither planen kontinuierlich mehr Manager Investitionserhöhungen und weniger Investitionsverringerungen, zeigt der Handelsblatt-Business-Monitor, der von dem Marktforschungsinstitut Psephos durchgeführt wird. "Die Unternehmen geben sehr positive Signale", fasst Ökonom Franz zusammen.

Fehlender Beschäftigungsaufbau

Diese Signale dringen derzeit noch nicht bis zum Arbeitsmarkt durch. Es gibt Einstellungen hier und dort, von einem kräftigen Beschäftigungsaufbau ist Deutschland aber weit entfernt: "Viele Unternehmen haben in der Krise einen Beschäftigungsmantel aufgebaut, in den sie nun erst wieder hineinwachsen müssen", sagt Andreas Scheuerle, Volkswirt der Deka-Bank. Damit meint er: Viele Firmen haben trotz Produktionsrückgang ihren Beschäftigtenstand gehalten. Es wurde kurzgearbeitet und Urlaub genommen. Nun werden diese Arbeitnehmer in den regulären Prozess zurückgeholt. Erst wenn die ehemaligen Kurzarbeiter wieder Überstunden anmelden, wird neu eingestellt.

Obwohl die Produktion steigt, sind die Unternehmen bei weitem noch nicht voll ausgelastet. Ob sie das in absehbarer Zeit sein werden, ist unsicher: Die firmeninternen Sparprogramme lasten ebenso auf der Konjunktur wie das Auslaufen staatlicher Konjunkturprogramme.

Die Problematik des Aufschwungs

Noch mehr als in Deutschland spiegelt sich in den USA die Problematik des Aufschwungs wider. Zwar kommt die größte Volkswirtschaft der Welt schneller als Europa voran. Nach dem schwersten Wirtschaftseinbruch der Nachkriegsgeschichte haben sich die USA scheinbar wieder gut erholt. Die Wirtschaft dort legte im abgelaufenen Quartal bereits wieder um mehr als zwei Prozent zu. Der Internationale Währungsfonds schraubte seine Prognose für das US-Bruttoinlandsprodukt in diesem Jahr auf ein Wachstum von 2,7 Prozent nach oben. Wenn am Montag an der Wall Street mit dem Rohstoffriesen Alcoa die Berichtssaison zum ersten Quartal 2010 beginnt, rechnen Analysten damit, dass die Firmengewinne der 500 größten US-Konzerne um durchschnittlich ein Drittel gegenüber dem Vorjahreszeitraum zulegen. Der Grund: In den USA schrumpften die Belegschaften schneller als die Umsätze. Das tat den Gewinnen gut, nicht aber den Menschen.

  • 12.04.2010, 21:57 UhrAnonymer Benutzer: 18-Formatic

    in der Kimaerwärmung würde viel Potential stecken dagegen zu Wirken - wenn alle Staaten sich einig wären mit CO² Ausstoß Reduzierung. Da würde Wachstum Herrschen und würden WiR ALLE Parallel noch die Klimainvestition durch Arbeitsplätze Wachstum schaffen würden.
    Aber das Thema haben jetzt die Kanalratten bekommen.

  • 12.04.2010, 21:08 UhrAnonymer Benutzer: Tom

    Es ist ja nun schon bemerkenswert das die Deutschen gemerkt haben das es wichtigeres als eine fragwürdige Klimaerwärmung gibt.Aber bitte , Aufschwung bleibt immer noch Aufschwung ! Nur müssen wir jetzt alles was die Wirtschaft ankurbelt effektiv fördern, also nicht mit der Gießkanne potentielle Pleiteunternehmen für gewisse zeit am leben erhalten . Dabei darf es auch keine Tabus geben, auch in der Rüstung,Kernkraft, und Verkehrswegen muss gefördert werden was Förderungswürdig ist !!!

  • 12.04.2010, 20:40 UhrAnonymer Benutzer: 18-formatic

    Deichmann als Jobmaschine Kick und andere billige Kaufhäuser.
    .
    Das ist ein Zeichen das nur billiger ramsch gekauft werde. Möchte die Firmen nicht schlecht machen aber in bezug der Konjunktur und vor allem es wir immer gesprochen von Aufschwung,Wachstum.Konjunktur.
    Wie weit oder wie hoch sollte eigentlich Konjunktur noch wachsen? Die Märkte müssen sich bereinigen, egal wie welcher Form. Es kann nicht nur etwas Wachsen in Unendlichkeit und ohne Limit.

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