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„Erhebliche Risiken“: Deutsche Wirtschaft bleibt auf Wachstumskurs – noch

Der deutschen Wirtschaft konnte die Euro-Krise bislang nur wenig anhaben. Allerdings mehren sich die Anzeichen einer Konjunkturabkühlung. Das Wachstum ging zurück – wenn auch nicht ganz so stark wie erwartet.

Für 2013 erwartet der Wirtschaftsminister ein größeres Wachstum. Quelle: dpa
Für 2013 erwartet der Wirtschaftsminister ein größeres Wachstum. Quelle: dpa

WiesbadenKauffreudige Verbraucher und steigende Exporte haben die deutsche Wirtschaft im zweiten Quartal auf Wachstumskurs gehalten. Das Bruttoinlandsprodukt kletterte von April bis Juni um 0,3 Prozent im Vergleich zum ersten Quartal, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag mitteilte. Zu Jahresbeginn waren es noch 0,5 Prozent. Die 46 von Reuters befragten Ökonomen hatten mit einem Plus von 0,2 Prozent gerechnet, wobei die Schätzungen zwischen minus 0,2 und plus 0,4 Prozent lagen.

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„Nach vorläufigen Berechnungen sind die Exporte etwas stärker gestiegen als die Importe“, schrieben die Statistiker. „Außerdem wurde im Inland sowohl von den privaten als auch von den öffentlichen Haushalten mehr konsumiert als im Vorquartal.“ Der Rückgang der Investitionen - vor allem in Maschinen, Geräte und andere Ausrüstungen - konnte so kompensiert werden. Details gibt das Statistische Bundesamt am 23. August bekannt.

Ökonomen werteten die Zahlen positiv. "Das ist ein bemerkenswertes Ergebnis angesichts des sehr negativen Umfelds in der Euro-Zone, sagte Unicredit-Ökonom Andreas Rees. "Wir gehen davon aus, dass Deutschland in der zweiten Jahreshälfte immer noch ein leichtes Wachstum hinbekommen wird." Ein Warnsignal seien allerdings die schwachen Ausrüstungsinvestitionen. Sie seien wohl das zweite Mal in Folge zurückgegangen. Dies zeige, dass die Firmen sehr empfindlich auf die sich abzeichnende konjunkturelle Verlangsamung in der Weltwirtschaft reagierten.

Auch Commerzbank-Chefvolkswirt Jörg Krämer sprach von soliden Zahlen. "Bis auf weiteres dürfte das aber die letzte positive Nachricht gewesen sein aus Deutschland," schränkte er ein. Die Auftragseingänge sinken seit Mitte 2011, der Einkaufsmanagerindex fällt seit Monaten. Die deutsche Wirtschaft dürfte deshalb im Sommer schrumpfen. Sie sei zwar fundamental gut aufgestellt, könne sich aber von der Rezession in der Euro-Zone nicht abkoppeln.
Christian Schulz von der Berenberg Bank sieht ebenfalls die Entwicklung der deutschen Wirtschaft eng mit der Euro-Krise verknüpft. "Entscheidend bleibt, ob die Eurokrise unter Kontrolle gebracht werden kann. Wir gehen davon aus, dass die EZB hier mit ihrem Signal für einen Anleihekauf die Wende eingeleitet hat, sagte er.

So viel kostet Europa

  • Rettungsfonds EFSM

    Beim Rettungsfonds EFSM stehen 60 Milliarden Euro zu Buche. Der deutsche Anteil beträgt dabei 12 Milliarden Euro.

  • 1. Rettungspaket für Griechenland (IWF und EU)

    Griechenland erhielt durch das erste Rettungspaket 110 Milliarden Euro, 24 Milliarden davon kamen aus Deutschland.

  • Einlagensicherungsfonds (von Experten geschätzt)

    Nach Schätzung der Citigroup müsste der von der EU-Kommission geforderte Einlagensicherungsfonds ein Volumen von 197 Milliarden Euro haben. Der deutsche Anteil läge dann bei bis zu 55 Milliarden Euro.

  • EZB-Staatsanleihenkäufe

    Die Europäische Zentralbank hat Staatsanleihen für 209 Milliarden Euro eingekauft. Der Bund ist daran mit 57 Milliarden Euro, also mehr als einem Viertel, beteiligt.

  • IWF-Beitrag zu den Rettungspaketen

    Der Internationale Währungsfonds zahlte 250 Milliarden Euro für die Rettungspakete. Deutschland gab dafür 15 Milliarden.

  • Geplanter ESM

    Der dauerhafte Rettungsschirm soll ein Volumen von 700 Milliarden Euro haben. Deutschland wäre daran mit 190 Milliarden Euro beteiligt.

  • Bürgschaften im Rettungsfonds EFSF

    Der Rettungsfonds bürgt mit 780 Milliarden, Deutschland allein mit 253 Milliarden Euro.

  • Target-Verbindlichkeiten

    Die Target-Verbindlichkeiten liegen innerhalb des EZB-Verrechnungssystem bei 818 Milliarden Euro. Der deutsche Anteil daran beträgt 349 Milliarden Euro.

  • 14.08.2012, 12:57 UhrLeckmich

    Hardy67

    Mensch Wolle, hätt ich mir doch denken können, alte Schweinebacke.
    Also bis dann und Küsschen
    Dein
    Ronni

  • 14.08.2012, 12:51 UhrRudi

    @ Aktuelle Kamera

    leider hatte ich schon vorher im Rahmen des innerdeutschen Handels das Vergnügen mit den völlig entspannten DDR-Mandatsträgern Kontakt zu haben. Wenn diese "Herrschaften" in den Westen kamen wurde beim Abendessen erstmal über eigen Versorgungsprobleme gesprochen, irgendwie hatten alle Kinder deren Studienzeit natürlich auch die Haushaltskasse belastet usw.usw.. Am nächsten Tag ging man mit denen dann Einkaufen, zuerst ein Koffer und dann wurde der nach und nach gefüllt. Geschäfte liefen dann störungsfrei. Die Genossinen und Genossen waren korrupt bis in die letzte Haarspitze. Bei Gegenbesuchen waren die Zimmer so verwanzt das man sich oft mit Zeichensprache verständigen mußte. Und innerhalb der DDR - Sie Musterbürger - was ich da gesehen und erlebt habe habe ich in keinem anderen "Ostblockstaat" erlebt; und ich war seit 1972 monatlich in diesen Ländern unterwegs. Tja, die Gutmenschen aus dem Osten unserer Republik, konnten schon immer alles besser, hatten leider nur 40 Jahre Zeit gehabt sonst wäre alles besser wie in der BRD geworden; und von der knappen Zeit mußte man ja noch Erich zujubeln, aber sonst alles prima. Tolle Wohnungen, Luxuskarossen unterm Hintern, Reisen und exquisiter Lebensstil; alles aufgegeben für die BRD.
    Und da kommen Sie daher und schwadronieren Unfug.

  • 14.08.2012, 12:22 UhrAktuelle_Kamera

    @Rudi
    "Auch die Meinungsfreiheit war in der DDR immer besser als in der BRD."

    Kann auch nur von einem Menschen kommen, der da nie gelebt hat. Andere als Klugscheißer bezeichnen und selbst Schwachsinn verbreiten. Wenn Sie die DDR seit der Wendezeit erleben durften, dann bin ich Ihnen mehr als 20 Jahre voraus.

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