Eric Rosengren
US-Notenbanker fordert höheres Inflationsziel

Erst vor drei Jahren hat die US-Notenbank ein Inflationsziel festgelegt. Jetzt fordert Banker Eric Rosengren, dieses zu erhöhen, um der Notenbank „mehr Spielraum“ zu verschaffen.
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BangaloreEin führender US-Notenbanker fordert die Erhöhung des erst vor drei Jahren festgelegten Inflationsziels. Der Zentralbanker Eric Rosengren sagte der „Financial Times“, er wolle im Führungsgremium FOMC eine Diskussion darüber anstoßen.

Da die Fed nach dem Ausbruch der Finanzkrise bereits Ende 2008 ihre Möglichkeiten von Zinssenkungen ausgeschöpft hatte, musste sie auf unkonventionelle Maßnahmen wie den massenhaften Ankauf von Wertpapieren ausweichen.

Der Chef der Notenbank von Boston will der Fed in Zukunft mehr Spielraum verschaffen, mit konventionellen Mitteln zu agieren: „Wenn das Inflationsziel höher angesetzt würde, könnte dies auch höhere Zinssätze bedeuten.“ Damit werde der Fed mehr Freiraum für Zinssenkungen verschafft, bevor sie zu unorthodoxen Mitteln greifen müsse.

2012 hat sich die Notenbank das Ziel einer Teuerungsrate von zwei Prozent gesetzt und diese Marke seither nicht erreicht. Rosengren ist dieses Jahr in dem für die Zinspolitik zuständigen FOMC nicht stimmberechtigt, kann aber mit Debattenbeiträgen an der Meinungsbildung in dem Führungsgremium teilnehmen.

Er wagt seinen Vorstoß in einer heiklen Phase, in der die Notenbanker über eine Zinserhöhung nachdenken. Viele fordern aber, dass sich der Arbeitsmarkt zuvor noch erholen und die Inflation tendenziell wieder Richtung Zielwert der Fed bewegen muss. Zuletzt hatten die Verbraucherpreise im Sog steigender Benzinpreise leicht angezogen.

Viele Experten rechnen damit, dass die Fed die Zinsen im Laufe des Sommers anheben wird.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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