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Diskussion: Kommentare zu: Ökonomen warnen vor Eskalation

Oliver Stock, Chefredakteur Handelsblatt Online

Liebe Leserinnen und Leser,

Handelsblatt Online ist eines der wenigen großen Wirtschaftsmedien, bei denen Kommentare erwünscht sind. Ich möchte es Ihnen möglichst leicht machen, Ihre Meinung hier niederzuschreiben, denn wir bei Handelsblatt Online sehen uns als Plattform für Diskussionen. In dieser Funktion kommt uns die Rolle des Moderators zu: Er lässt alle zu Wort kommen, aber er verteilt auch Ordnungsrufe, wenn sich Streithähne gegenseitig beleidigen. Im Zweifelsfall beenden wir eine Diskussion, denn wir bürgen mit unserem Namen für Niveau. Ich bitte Sie deswegen, nennen Sie Ihren Namen, bevor Sie in den Ring steigen und bleiben Sie mit Wortwahl und Inhalt über der Gürtellinie. Diese Kommentarspalte lebt von scharfen Argumenten. Sie verliert ihre Berechtigung, wenn es Ihnen um Selbstdarstellung und Effekthascherei geht. Deswegen fordere ich Sie auf: Bleiben Sie fair!

Oliver Stock, Chefredakteur Handelsblatt Online

Bitte bleiben Sie fair und halten Sie sich an unsere Community Richtlinien sowie unsere Netiquette.
  • 20.10.2012, 06:08 UhrDeutscherMichel

    Lieber Herr Sinn,
    1. Wir Deutsche leben z.Z. wie Gott in Frankreich und z.T. auf Kosten der schwächeren EU-Länder die sich gegen unsere Exportlawine wegen der EU-Verträge (Freihandelszone) nicht wehren können und nicht wehren dürfen. Somit können wir unsere Arbeitslosigkeit dank unseres Leistungsbilanzüberschusses exportieren (16 Milliarden im Schnitt PRO MONAT und das seit circa 17 Jahren)
    2. 2. Die paar Milliarden die wir jährlich netto an Brüssel zahlen müssen sind Peanuts im Verhältnis zum Leistungsbilanzüberschuss den wir durch unseren Mitgliedsbeitrag an Brüssel (EU) realisieren dürfen und können.
    3. Den meisten Deutsche geht es besser als anderen EU-Bürger, außerdem ist es egal wie es den anderen EU-Ländern geht, und wenn in Griechenland, Spanien und Portugal die Jugendarbeitslosigkeit bei mehr als 50% liegt, wen juckt denn das? Den Herr Weidmann bestimmt nicht und mich schon gar nicht!
    4. Eine Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse wurde nie vereinbart, also sollen die arme Länder immer ärmer werden und die reiche immer reicher. So verstehe ich die EU-Verträge.
    5. Sollte uns etwa nicht passen dann können wir aus der EU und EURO austreten, wir werden nicht unbedingt gebraucht. Zur Zeit des Römischen Reich hat Germanien auch nicht zu Europa gehört!
    Und da lief alles bestens, ohne uns!

    • 20.10.2012, 10:18 UhrTino

      Michel, im Grossen und Ganzen stimme ich da nicht zu, weil die Fakten Andere sind;
      1. Deutschland exportiert Spitzenware, allerdings kommt der Erlös (grüne Zettel genannt Dollar) zum grössten Teil nicht nach Deutschland, sondern bleibt z.B. in China. Die grossen Konzerne sind mittlerweile in erster Linie Kapitalsammelbecken. Der Dollar ist eine private Währung, herausgegeben von der FED die den grössten 8 Banken (Familien) gehört und ist Weltleitwährung seit 1944.
      2. Wer soll denn die deutschen Exportgüter bezahlen, wenn die Kaufkraft ständig abnimmt, wir aber mit diesem exponentiellen verzinsten Schuldgeldsystem aber stetig Wachstum brauchen, der einfach nur pervers ist.
      3. Die deutschen Steuerzahler zahlen jedes Jahr ca. 200 Milliarden an Zinsen! Exponentiell steigend. Ich bin gespannt wie lange die Fallhöhe noch optimiert werden wird.
      4. Es gibt keine armen Länder, es gibt nur fleissige Bürger die bezahlen für Zinstransfers für die arbeitslosen Reichen und mit Sozialtransfers an die arbeitslosen Armen. Der fleissige Mittelstand schrumpft wegen der Umverteilung von Fleissig nach Reich. Es ist soviel Geld vorhanden wie noch nie, nur die Verteilung konzentriert sich immer mehr bei Wenigen.
      5. Zur Zeit des römischen Reiches gab es kein germanisches Volk, sondern viele germanische Stämme, das ist ein grosser Unterschied! Damals lief es bestens, weil sich die Menschen in kleinen Stämmen organisierten und sich selbst versorgten! Es gab noch kein perverses Finanzsystem das die Mehrheit der Menschen versklavte.

    • 20.10.2012, 10:45 Uhrlichtderaufrechten

      @ Tino
      Sie haben vollkommen Recht, aber das Zinssklavensystem
      ist durch Konditionierung so tief in die Köpfe
      gebrannt, dass nur eine globale Katastrophe Änderungen
      bringen könnte. Ich hatte gehofft das die Energiewende
      das Eigentum besser verteilen würde, aber Pustekuchen.
      Banken und Konzerne halten sich eine Herrschar von
      Politikern, wie Kaninchenzüchter Kaninchen und Hühner-
      züchter....
      Allerdings wurde das Wissen über die Ausbeuter durch das
      Internett zuum ersten mal seit Jahrtausenden allen bekannt, die es wissen wollen.
      Dieser Feudalstaat lässt sich aber nur auf 1789 .ger
      Art beenden. Jan Ziegler bringt es auf den Punkt.
      Wir brauchen nach dem Zusammenbruch Nürnberger Prozesse und ausreichend Galgen.

    • 20.10.2012, 13:14 UhrBrasil

      Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

    • 20.10.2012, 13:57 UhrHB-Leser

      @ Tino:
      Grundsätzlich Zustimmung. Jedoch empfehle ich zur Präzisierung zum einen die GEO Epoche-Hefte zu den Römern, da wird über die blutrünstige Zeit unterhaltsam geschrieben, zum anderen das Heft "Die Kelten", dort wird sehr deutlich geschrieben, dass relativ wehrlose Stämme auf dem heute deutschen Gebiet immer wieder aus dem Westen angegriffen wurden und als Arbeitsmaterial versklavt wurden. Wenn ich mir die heutigen Gelüste der Regierung westlich von Deutschland ansehe, muss ich sagen, dass sich nicht viel geändert hat... ;-))

    • 20.10.2012, 14:04 UhrLarsLonte

      Gustav Ruhland, National-Ökonom

      http://www.vergessene-buecher.de

      Professor Eberhard Hamer, Mittelstandsinstitut Hannover, Begründer der Mittelstandsökonomie (in Mittelstand und Handwerk arbeiten die meisten Leute!!)

      Die wahren Zahlen

      http://www.volksprotest.de

      siehe Forum....Lösungen!

    • 20.10.2012, 15:12 UhrOldi

      Ich kann ihnen versichern, ein Zinssystem gab es immer nur eben in Ware oder Arbeit. Und wird es immer geben, weil es eben zur Entwicklung notwendig ist.^^

    • 20.10.2012, 19:26 Uhranno

      Spitzenware? Wer sagt das??
      Fakt sit, dass sich die Industrie mit billigen Arbeitskräften und einer für sie günstigen Währung 10 Jahre lang zurücklehnen konnte. Warum hätte sie sich bei derart begünstigenden Bedingungen anstrengen müssen? Heute dreht sich das Blatt und China begnügt sich nicht allein mit Kopieren. Ich kann nun auch keine besondere Innovationsfreudigkeit erkennen. Made in Germany war gestern, wir habens nur noch nicht bemerkt. Zukunftstechnologien, Informationstechnologie z.B. - da gibts in D nix außer vielleicht SAP.

    • 20.10.2012, 11:04 UhrGhostOfDorian

      Wie soll man eine Krise lösen, wenn sowohl Befürworter als auch Gegner des Euros die Ursachen dieser Krise nicht verstehen?

      DeutscherMichel liegt zwar insoweit richtig, als die Ursache in den Leistungsbilanzdefiziten der Südeuropäer zu suchen sind. Die Behauptung, dass diese Leistungsbilanzdefizite durch deutsche Exportüberschüsse verursacht worden wären, ist aber vollkommen falsch.

      Die südeuropäischen Leistungsbilanzdefizite rühren einerseits aus den steigenden Erdöl- und Erdgaskosten, andererseits aus der Verdrängung europäischer Billigproduzenten durch die chinesische Industrie. Südeuropa muss seither immer mehr Geld für Energieimporte ins Ausland überweisen, und kauft immer mehr Textilien und Elektroartikel aus China statt aus eigener Produktion oder der der Nachbarländer. Das macht Deutschland genauso. Nur exportiert Deutschland im Gegenzug auch mehr hochwertige Waren nach Arabien und China. Und genau hier liegt der Unterschied zu den Südeuropäern. Sie haben für ihre wegbrechende Textilindustrie keinen höherwertigen Ersatz geschaffen, mit dem sie die zunehmenden Importe gegenfinanzieren könnten.

      Deutschland ist an dieser Misere nicht schuld, sondern hat im Gegenteil durch verstärkten Import von Vorprodukten seinen Importmarkt weit überdurchschnittlich vergrößert. Nur haben die Südeuropäer diese Chancen als Vorproduzenten vom deutschen Exportboom zu profitieren nicht genutzt, sondern den Markt den Osteuropäern überlassen.

      Es hilft somit keinem, wenn man die Schuld bei anderen sucht, statt sich die Frage zu stellen, warum die Krisenländer die Chancen, die ihre Nachbarn ihnen bieten, partout nicht nutzen wollen.

      Ursache der Krise ist die Wettbewerbsschwäche Südeuropas nicht die Wettbewerbsstärke Deutschlands.

    • 20.10.2012, 11:13 Uhrlichtderaufrechten

      Die Wettbewerbsstärke Deutschlands ist auf Sand gebaut.
      Durch die Agenda 20-10 wurden soziale Kosten und Investitionen in die Zukunft verschoben bzw gestrichen.
      Leiharbeit, Zeitverträge und Dumpinglöhne führen zur
      Geburtenverweigerung. Wer jung Kinder hat wird arm.
      Unser Eigentums und Finantzsystem it obszön und pervers .

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