Euro-Raum
Arbeitslosigkeit auf niedrigstem Stand seit 2009

Mehr als anderthalb Millionen Jobs sind binnen eines Jahres in der Euro-Zone entstanden. Die zahl der Erwerbslosen sinkt. In manchen südeuropäischen Ländern liegt die Quote allerdings noch immer um 20 Prozent.
  • 0

Brüssel/BerlinDer wirtschaftliche Aufschwung drückt die Arbeitslosigkeit in der Euro-Zone auf den tiefsten Stand seit mehr als acht Jahren. Im Juni fiel die Zahl der registrierten Arbeitslosen auf 14,178 Millionen. Das sind 148.000 weniger als im Monat davor und 1,667 Millionen weniger als vor einem Jahr, wie das Statistikamt Eurostat am Montag mitteilte. Die um jahreszeitliche Schwankungen bereinigte Arbeitslosenquote sank binnen Monatsfrist überraschend auf 9,1 von 9,2 Prozent. „Das ist die niedrigste Quote in der Euro-Zone seit Februar 2009“, betonte Eurostat. Damals ging es wegen der Finanzkrise in der gesamten Region bergab.

Die Wirtschaft in der Währungsunion wächst derzeit wegen des anziehenden Welthandels, niedriger Energiepreise und besseren Finanzierungsbedingungen kräftig. Für das zurückliegende zweite Quartal wird ein Anstieg des Bruttoinlandsproduktes von 0,6 Prozent erwartet. Das wäre doppelt so viel wie in Großbritannien, das lange zu den am schnellsten wachsenden Industrieländern zählte und nun unter der Verunsicherung durch die Entscheidung für einen EU-Ausschluss leidet. Eurostat veröffentlicht die erste Schätzung für das Abschneiden der Euro-Zone im Frühjahrsquartal an diesem Dienstag.

Die Unterschiede im Währungsraum bleiben groß. Deutschland kommt nach einheitlicher europäischer Rechnung mit 3,8 Prozent auf den niedrigsten Wert, gefolgt von Malta mit 4,1 Prozent. Am höchsten ist die Arbeitslosigkeit in Griechenland mit 21,7 Prozent (im April), in Spanien liegt sie bei 17,1 Prozent.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Euro-Raum: Arbeitslosigkeit auf niedrigstem Stand seit 2009"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%