Euro-Zone Der Aufschwung setzt sich fort

Forscher sehen die Euro-Zone weiter auf Erholungskurs. Das Bruttoinlandsprodukt dürfte auch im dritten und vierten Quartal um gut 0,6 Prozent wachsen. Bedroht wird die Entwicklung aber durch Donald Trumps Politik.
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Auch weil wieder mehr eingekauft und konsumiert wird, befindet sich die Euro-Zone im wirtschaftlichen Aufschwung. Quelle: dpa
Wirtschaft wächst wieder

Auch weil wieder mehr eingekauft und konsumiert wird, befindet sich die Euro-Zone im wirtschaftlichen Aufschwung.

(Foto: dpa)

BerlinDie Euro-Zone bleibt nach Prognose führender Forscher in der zweiten Jahreshälfte auf Erholungskurs. Sowohl im dritten als auch im vierten Quartal dürfte das Bruttoinlandsprodukt um 0,6 Prozent wachsen, sagten das Münchner Ifo-Institut, das Schweizer KOF und das italienische Statistikamt Istat am Mittwoch voraus. Bereits im Frühjahr expandierte die Wirtschaft in der Währungsunion in diesem Tempo. Für 2017 würde das ein Wachstum von 2,3 Prozent bedeuten.

„Treiber der Entwicklung sind die Investitionen, die von niedrigen Zinsen und verbesserten Kreditbedingungen profitieren“, hieß es. „Stützend ist auch der Konsum der Haushalte.“ Die verfügbaren Einkommen seien gestiegen, die Arbeitsmarktlage gut. „Die positive Entwicklung der Weltwirtschaft wird der Nachfrage von außen helfen, auch wenn sie leicht gebremst wird durch den Verlust an Wettbewerbsfähigkeit, der einhergeht mit der Aufwertung des Euro“, so die Experten.

Wo im Euro-Raum Inflation herrscht – und wo nicht
Irland
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Das frühere Sorgenkind weist derzeit die niedrigste Inflationsrate der Eurozone auf. Lediglich 0,4 Prozent betrug die jährliche Teuerung im August. Einst von der Eurokrise gebeutelt, zeigt sich die Wirtschaft des Landes inzwischen solide aufgestellt – für das Jahr 2017 wird ein BIP-Zuwachs von knapp zwölf Milliarden Euro erwartet.

Zypern
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Mit einer Inflationsrate von 0,5 Prozent liegt Zypern nur knapp vor Irland. Der mediterrane Inselstaat macht einen Großteil seiner Geschäfte mit Griechenland: 15,1 Prozent aller Ausfuhren gingen 2016 nach Hellas.

Griechenland
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Nach drei deflationären Kalenderjahren wies das krisengeplagte Griechenland 2016 eine Inflationsrate von 0,1 Prozent auf. Im August 2017 betrug die jährliche Teuerungsrate 0,7 Prozent.

Finnland
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Finnlands Teuerungsrate: 0,8 Prozent. Finnlands wichtigster Partner bei Import (16,8 Prozent) und Export (13,1 Prozent): Deutschland.

Frankreich
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Auch Frankreich hält sich mit einer Teuerung von 1 Prozent unter den fünf Eurostaaten mit der geringsten Inflation. Für 2017 wird dem Nachbarn ein Wirtschaftswachstum von 1,7 Prozent vorhergesagt.

Österreich
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Österreich zählt mit 2,1 Prozent Teuerung derzeit zu den Euroländern mit höheren Inflationsraten. Der Global Competitiveness Index, der die Wettbewerbsfähigkeit einzelner Staaten misst, verortet die Alpenrepublik im internationalen Vergleich auf Platz 19 von 138.

Luxemburg
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Das kleine Land mit den attraktiven Steuersätzen verzeichnete im August eine jährliche Inflation von 2,3 Prozent. Im Global Competitiveness Index landet Luxemburg direkt hinter Österreich auf Rang 20.

Zu den Risiken zählen die Institute eine Verschlechterung der Wachstumsaussichten in den USA, die sich aus weiteren Enttäuschungen im Hinblick auf die zukünftige Wirtschaftspolitik der Regierung von Präsident Donald Trump ergeben könnten. „Die Spannungen zwischen den USA und Nordkorea sind ebenfalls ein Unsicherheitsfaktor.“ Neben der Euro-Aufwertung könne auch der hohe Bestand an ausfallgefährdeten Krediten im Bankensektor einiger Mitgliedstaaten ein Risiko darstellen.

  • rtr
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