
Brüssel/BerlinDie Inflation in der Euro-Zone ist wegen sinkender Benzinpreise auf dem Rückmarsch. Die Jahresteuerung fiel im April auf 1,2 Prozent und damit auf den tiefsten Stand seit Februar 2010, wie das Statistikamt Eurostat am Donnerstag mitteilte. Im März waren es noch 1,7 Prozent.
Tanken verbilligte sich binnen Jahresfrist um 4,6 Prozent. Telefonieren sowie Surfen im Internet kostete 5,2 Prozent weniger als vor einem Jahr. Von März auf April sanken die gesamten Verbraucherpreise im Schnitt um 0,1 Prozent, allein Energie verbilligte sich vergleichsweise kräftig um 1,0 Prozent.
Als Haushaltsvermögen gelten alle privaten Besitztümer der Menschen innerhalb eines Haushalts - also Sparbücher, Konten aber auch Lebensversicherungen und vor allem Immobilienvermögen. Die EZB-Studie zeigt nun erstmals, wie das Haushaltsvermögen in den Euro-Staaten aufgeteilt ist. Die Daten stammen aus den Jahren 2008 bis 2010. Nicht einbezogen sind die Euro-Länder Irland und Estland, da die Erhebung der Daten bereits begann, als die beiden Staaten den Euro noch gar nicht eingeführt hatten.
Mit einem durchschnittlichen Nettohaushaltsvermögen von nur 79.700 Euro ist die Slowakei das traurige Schlusslicht innerhalb der erhobenen Euro-Länder. Damit hat das kleine Land, das zwischen Polen und Ungarn liegt, in dem zwar 1,4 Prozent aller Haushalte in der Euro-Zone liegen, nur 0,5 Prozent des Vermögens.
Der reiche Grieche ist ein Mythos. Der Großteil der griechischen Haushalte ist arm: Mit nur 147.800 Euro Nettovermögen liegen die griechischen Haushalte weit unter dem Durchschnitt in der Euro-Zone von 230.800 Euro. Obwohl Griechenland drei Prozent aller Haushalte in der Euro-Zone stellt, besitzen die Menschen dort nur 1,9 Prozent des Vermögens.
In Slowenien liegt das durchschnittliche Nettohaushaltvermögen bei 148.700 Euro und damit nur wenige tausend Euro höher als das der Griechen. Doch Slowenien ist ein kleines Land: Die 0,6 Prozent der Haushalte halten 0,4 Prozent des privaten Vermögens innerhalb der Euro-Zone.
Auch im Krisenland Portugal besitzen die Menschen nicht viel, im Durchschnitt 152.900 Euro je Haushalt. Damit besitzen die portugiesischen Haushalte, die 2,8 Prozent aller Haushalte in der Euro-Zone darstellen, nur 1,9 Prozent des Vermögens.
161.500 Euro besitzen die finnischen Haushalte im Durchschnitt, damit reicht es im Vergleich unter den Euro-Ländern für Platz Elf. Die Finnen halten mit 1,8 Prozent der europäischen Haushalte 1,3 Prozent des Vermögens.
Auch unsere holländischen Nachbarn liegen unter dem EU-Durchschnitt. 170.200 Euro beträgt dort das durchschnittliche Haushaltsnettovermögen. Damit haben die Niederländer zwar 5,3 Prozent der Haushalte in der Euro-Zone, aber nur 4,0 Prozent des Vermögens.
Für Deutschland, stärkste wirtschaftliche Kraft innerhalb der Euro-Zone, reicht es im Vergleich der Haushaltsvermögen nur für Platz Neun: Durchschnittlich 195.200 Euro besitzen die deutschen Haushalte - und liegen damit unter dem Euro-Zonen-Durchschnitt von 230.800 Euro. 28,7 Prozent der Haushalte der Euro-Zone liegen in Deutschland, aber trotzdem nur 24,3 Prozent des Vermögens.
Frankreich steht besser da als Deutschland. Durchschnittlich 233.400 Euro beträgt dort das Nettovermögen der Haushalte und liegt damit leicht über dem Mittelwert der Euro-Zone. 20,2 Prozent der Haushalte halten 20,3 Prozent des Vermögens innerhalb der Euro-Zone.
265.000 Euro besitzen österreichische Haushalte im Durchschnitt an Vermögen. Damit haben die Österreicher anteilig mehr Vermögen als Haushalte der Euro-Zone: 2,7 Prozent der Haushalte besitzen 3,1 Prozent des Vermögens.
Auch das Krisenland Italien liegt deutlich über dem durchschnittlichen Nettohaushaltsvermögen der Euro-Zone: 275.200 Euro an Vermögen haben die italienischen Haushalte im Durchschnitt angehäuft. Damit machen sie zwa rnur 17,2 Prozent aller Haushalte der Euro-Zone aus, halten aber 20,6 Prozent des Vermögens.
Trotz der hohen Arbeitslosigkeit besitzen auch die spanischen Haushalte noch viel Vermögen, durchschittlich 291.400 Euro. Die Daten stammen allerdings aus dem Jahr 2008. Damals besaßen die spanischen 12,3 Prozent der Haushalte innerhalb der Euro-Zone rund 15,6 Prozent des Vermögens.
In Belgien liegt das Nettohaushaltseinkommen durchschnittlich bei 338.600 Euro - und damit weit über dem der Nachbarländer Niederlande oder Deutschland. 3,4 Prozent der Haushalte der Euro-Zone liegen in Belgien, dort sammelt sich aber 5,0 Prozent des Vermögens.
Die bevölkerungsärmsten Euro-Länder haben die reichsten Haushalte. Mit 366.000 Euro Durchschnittsvermögen liegen die Haushalte auf der kleinen Mittelmeerinsel auf Platz drei. 0,1 Prozent der Haushalte der Euro-Zone sind auf der Insel zu finden - aber auch 0,2 Prozent des Vermögens.
670.900 Euro Vermögen besitzen die Haushalte in Zypern im Durchschnitt - fast das dreifache des Mittelwerts der Euro-Zone, der bei 230.800 Euro liegt. Damit häuft sich bei den 0,2 Prozent der Haushalte der Euro-Zone rund 0,6 Prozent des Vermögenbesitzes.
Die Luxemburger sind jedoch noch fast 40.000 Euro reicher als die Zyprioten: 710.100 Euro Vermögen besitzen die luxemburgischen Haushalte - und damit 0,4 Prozent des privaten Vermögens innerhalb Euro-Zone, auch wenn sich nur 0,1 Prozent aller Haushalte der Euro-Zone in Luxemburg befinden. Das Großherzogtum hat damit unbestritten das höchste Nettohaushaltsvermögen.
Damit herrscht weitgehend Preisstabilität, die die Europäische Zentralbank (EZB) bei Werten von knapp unter zwei Prozent gewährleistet sieht. Wegen der abebbenden Inflation und anhaltenden Rezession hatte die EZB Anfang Mai die Zinsen auf das Rekordtief von 0,5 Prozent gesenkt.

Geringe Inflation? Aber selbstverständlich! Voraussetzung ist natürlich, daß man sich auf die billiger gewordenen Produkte beschränkt, und nicht solche unnötigen Dinge vorhat wie z.B.
- Transport (Benzin: 1,60 Euro/Liter)
- Wohnen (Strom: 0,26 Cent/kwh, Mieten steigen überall wegen der Energie-Einsparverordnung/Dämmpflicht)
- Essen (Lebensmittel: 5% teurer jedes Jahr)
Der "normale" Verbraucher in den Augen der staatlichen Statistiker ist jemand der tonnenweise billige Elektronik kauft, fast eine komplett-Diät macht, und fast nie sich motorisiert fortbewegt. Dann wird alles billiger, wie schön!

Die Ausagekraft der Inflationsrate ist sehr beschränkt und kann nach Belieben manipuliert werden, durch die Auswahl des Warenkorbes und der Gewichtung der darin befindlichen Waren. Unter anderem ist sie auch verfälschend da sie nur Bezug auf den Preis des vorangegangen Jahres nimmt. Z.B. kostete 1 Liter Heizöl diese Woche 2010 67.2 cent, heute 83.9 cent.Das eine Preissteigerung von 25%, jährich gesehen mehr als 8%. Legt man dagegen den Heizölpreis von 2012 von 88 cent zugrunde, dann haben wir ein Preisverfall von 5%. Das ist deflationär. Aber die Leute haben noch längst nicht die kolossale jährliche Preissteigerung von 8% der letzten Jahre verkraftet. Ähnlich ist es bei den Hauspreisen in den USA und vielen anderen Dingen weltweit. Entweder sind alle unsere Politiker und Bänker Idioten oder sie halten uns für Idioten. Urteilen sie selbst.

Meine gefühlte Inflation liegt zwischen 8 und 10 Prozent.
Durch die vorgesehene Rentenerhöhung wird dies (Gottseidank) vermindert um 0,25%.
Danke!
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