Eurozone

Arbeitslosigkeit schafft es nicht unter Zehn-Prozent-Marke

Niedrige Arbeitslosigkeit dank solidem Wachstum: In der Eurozone bleibt die Erwerbslosenquote auf dem niedrigen Niveau von 10 Prozent. Doch tatsächlich ist die Lage je nach Land völlig unterschiedlich.
Die Erwerbslosenquote liegt in der Währungsunion insgesamt bei niedrigen 10 Prozent. Doch in manchen Ländern ist sie nach wie vor dramatisch. Quelle: dpa
Arbeitslosigkeit in der Eurozone

Die Erwerbslosenquote liegt in der Währungsunion insgesamt bei niedrigen 10 Prozent. Doch in manchen Ländern ist sie nach wie vor dramatisch.

(Foto: dpa)

LuxemburgDie Arbeitslosenquote im Euroraum schafft es weiter nicht unter die symbolische Zehn-Prozent-Marke. In den 19 Ländern mit der Gemeinschaftswährung waren im September rund 16,18 Millionen Menschen ohne Job. Dies entspricht einer im Vergleich zum Vormonat unveränderten Quote von 10,0 Prozent, wie die EU-Statistikbehörde Eurostat am Donnerstag mitteilte.

Eurostat verwies allerdings darauf, dass die Arbeitslosenquote im Vergleich zum September vergangenen Jahres um 0,6 Prozentpunkte zurückgegangen sei. Dies entspreche einer Verringerung der Arbeitslosenzahl um 905 000, hieß es. Mit 10,0 Prozent liege die Quote weiter auf dem niedrigsten Stand seit Juni 2011.

In der Europäischen Union insgesamt sank die Arbeitslosenquote im Vergleich zum Vorjahresmonat um 0,7 Prozentpunkte auf 8,5 Prozent. Im Vergleich zum August dieses Jahres blieb sie wie die Quote in der Eurozone unverändert. Umgerechnet waren im September in der EU insgesamt 20,79 Millionen Männer und Frauen arbeitslos - rund um 1,6 Millionen weniger als im September 2015.

Du, der Durchschnittsdeutsche
Die Deutschen
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Wie tickt er denn nun, dieser Deutsche? Das Statistische Bundesamt hat das Jahrbuch 2016 herausgegeben, dass viel über den Durchschnittsbürger der Bundesrepublik verrät: Einkommen, Geburten, Alkoholkonsum. Zunächst ist es gut zu wissen, wie viele Menschen überhaupt in Deutschland leben. Im vergangenen Jahr waren das 81,413 Millionen. Für 2050 erwartet die Regierung 74,513 Millionen Deutsche. Kommen wir zu den Details...

Babys
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... wie der Geburtenrate hierzulande. Immer wieder wird die Sorge vor dem demografischen Wandel laut. Der bedeutet, dass es zu wenig junge und zu viele alte Menschen gibt. Die Babyquote sagt etwas anderes: Im Jahr 2014 gab es schließlich 714.927 Geburten. In dem Jahr haben die frisch gebackenen Eltern ihre Mädchen am häufigsten Sophie getauft, die Jungen bekamen den Namen Maximilian. Überraschend: Auch 2015 waren Sophie und Maximilian die Spitzenreiter unter den Vornamen.

Die deutsche Familie
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Die Mütter der Sophies und Maximilians bekamen ihr erstes Kind durchschnittlich im Alter von 29,5 Jahren. Ein bis zwei Kinder – eine beliebte Anzahl bei deutschen Eltern. Für den Nachwuchs und die Haushaltsführung bringen sie knapp dreieinhalb Stunden am Tag an Zeit auf.

Wohnen (mit Kindern)
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Um mit den 1,5 Kindern in einer schönen Wohnung zu leben, geben Paare mit Nachwuchs 853 Euro für Miete und Nebenkosten aus – pro Haushalt in einem Monat. Der Durchschnittshaushalt zahlt 673 Euro. Insgesamt betragen die Kosten für Wohnen, Energie und Wohnungsinstandhaltung hier 856 Euro.

Haustiere
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So einen süßen Hund dürften vermutlich viele Deutsche haben wollen. Das größte Hindernis für Familien: Ein Haustier kostet Zeit und Geld. Ein deutscher Haushalt gibt monatlich im Schnitt 15 Euro für seine tierischen Freunde aus. Alleinlebende opfern zehn Euro ihres Gehalts, Paare ohne Kind 17 Euro und Paare mit Kindern wiederum 19 Euro.

Internetsucht
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Junge Menschen hängen nur vor ihren Smartphones herum und tippen und wischen, was das Zeug hält. Das wird ihnen zumindest sehr oft nachgesagt. Es gibt in vielen deutschen Städten sogar schon Cafés, in denen es extra kein W-Lan gibt, damit sich die Gäste auch unterhalten. Tatsächlich wird in Deutschland viel gesurft. In den drei Monaten vor dem Befragungszeitraum haben die Internet-Suchties ihre Zeit vor allem dafür ver(sch)wendet, E-Mails zu lesen und zu verschicken (91 Prozent). Mehr als die Hälfte der Surf-Zeit ging für Soziale Netzwerke drauf und 89 Prozent fürs Suchen, beispielsweise bei Google.

Fernsehen versus Lesen
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Fernsehen und zwar nicht nur zur Weltmeisterschaft: Das machen viele Deutsche gerne in ihrer Freizeit. Vor allem im Winter ist auf der Couch zu lümmeln und seine Lieblingsserie zu gucken, besonders schön. Im Durchschnitt verbringt ein Deutscher damit zweieinhalb Stunden am Tag, wohingegen er nur eine Stunde und neun Minuten liest.

Schlusslichter in der EU-Arbeitslosenstatistik sind nach den aktuellsten Zahlen weiter die von der Finanzkrise besonders betroffenen Staaten Griechenland (23,2 Prozent) und Spanien (19,3 Prozent). Spitzenreiter mit den niedrigsten Werten sind hingegen Tschechien (4,0 Prozent) und Deutschland (4,1 Prozent).

Die Bundesagentur für Arbeit meldete zuletzt eine Quote von 5,8 Prozent - allerdings bezieht sich diese bereits auf den Oktober und die Berechnungsmethoden der Nürnberger und Luxemburger Statistiker unterscheiden sich.

Besonders oft sind in der EU nach wie vor Jugendliche ohne Job. Im Euroraum lag die Quote für die Jugendarbeitslosigkeit im September bei 20,3 Prozent - das entspricht 2,88 Millionen Menschen unter 25 Jahren. In der EU insgesamt waren es 18,2 Prozent beziehungsweise 4,13 Millionen Jugendliche. Auch hier sind die südeuropäischen Länder Griechenland und Spanien mit Quoten von zuletzt 42,7 und 42,6 Prozent am stärksten betroffen.

Die Jugendarbeitslosigkeit ist allerdings nicht unmittelbar vergleichbar mit der Gesamtquote - die Statistiker klammern zum Beispiel Studenten aus der Gruppe der berücksichtigten Personen aus. Dadurch fällt in dieser Altersgruppe jeder Arbeitslose besonders stark ins Gewicht.

  • dpa
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