Export Das Geschäft mit Russland bricht ein

Die Ukraine-Konflikt kommt die deutsche Wirtschaft teuer zu stehen. 2014 brachen die Exporte nach Russland um gut 18 Prozent ein. Auch in diesem Jahr rechnen die Unternehmen mit milliardenschweren Einbußen.
8 Kommentare
Die deutsche Wirtschaft führt unter anderem weniger Autos nach Russland aus. Quelle: Reuters
Exportterminal in Bremerhaven

Die deutsche Wirtschaft führt unter anderem weniger Autos nach Russland aus.

(Foto: Reuters)

BerlinDie Ukraine-Russland-Konflikt kommt die deutsche Wirtschaft teuer zu stehen. 2014 brachen die Exporte nach Russland um 18,1 Prozent oder rund 6,5 Milliarden Euro ein, geht aus Daten des Statistischen Bundesamt hervor, die der Nachrichtenagentur Reuters am Freitag vorlagen.

Besonders stark gingen die Lieferungen von Fahrzeugen, Maschinen sowie Nahrungs- und Futtermitteln zurück. Trotz Sanktionen und Wirtschaftskrise bleibt Russland aber ein wichtiger Kunde: Insgesamt wurden Waren im Wert von gut 29 Milliarden Euro dorthin geliefert. Innerhalb von zehn Jahren haben sich die Exporte damit verdoppelt.

Die Ausfuhren in die Ukraine brachen 2014 sogar um ein Drittel oder 1,8 Milliarden Euro ein. Das Land steckt wegen des Konflikts mit pro-russischen Separatisten im Osten in einer schweren Rezession. Das Bruttoinlandsprodukt schrumpfte von Oktober bis Dezember binnen Jahresfrist um 15,2 Prozent.

Für dieses Jahr stellt sich die deutsche Wirtschaft auf weitere milliardenschwere Einbußen ein. Die Exporte nach Russland dürften um fast 15 Prozent oder knapp vier Milliarden Euro zurückgehen, befürchtet der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK). „Davon werden insbesondere Spitzenexportbranchen wie die Automobil-Industrie oder der Maschinenbau betroffen sein“, sagte DIHK-Experte Volker Treier.

Ein Grund ist der Kursverfall des Rubel. „Damit gehen enorme Kaufkraftverluste russischer Abnehmer einher“, sagt Treier. „Zudem entfaltet sich die Wirkung der dritten Sanktionsstufe der EU gegen Russland erst in diesem Jahr voll.“ Bislang habe der Warenaustausch zu einem großen Teil noch auf Verträgen basiert, die vor Verhängung dieser Sanktionen im Zuge der Ukraine-Krise geschlossen worden seien.

Die wichtigsten Neuigkeiten jeden Morgen in Ihrem Posteingang.
  • rtr
Startseite

Mehr zu: Export - Das Geschäft mit Russland bricht ein

8 Kommentare zu "Export: Das Geschäft mit Russland bricht ein"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • "Ich will mich aber weder waschen, noch naß werden !"
    Dann werden Sie aber nach kürzester Zeit gewaltig stinken.

  • Die Exporte nach Russland sollen 2015 um 4 Milliarden Euro sinken. Da sind die angekündigten Sanktionen aber noch nicht eingerechnet, oder? Die Ukraine ist auch pleite und kann Importe nicht mehr bezahlen. Geld des IWF und der EU kriegen die trotzdem, damit sie Gas und Öl aus Russland bezahlen können. Diese Arbeitsteilung kann man nur begrüßen.

  • @ Herr Ulrich Kottke

    >> Der größte Waffen-Lieferant ist jedoch Kiew selbst >>

    Die Junta hinterläßt nicht nur Waffen und Munition in Kesseln, sondern verkauft diese auch an die Aufständischen !

    Das Regime der kriminellen Oligarchen übertrifft in Sachen Korruption SOGAR DIE Afrikaner IM TIEFSTREN Afrika !

  • @ Herr Paul Kersey

    >> Wasch mich, aber mach mich nicht nass. >>

    Und wer bestimmt, dass man sich zu waschen hat ? Warum soll man sich waschen und nass machen ?

    Ihre Argumentation stammt wohl aus der Ecke der Diktatoren.

    Das Deutsche Volk ist nicht gefragt worden, ob es sich waschen will.

    Man hat das Waschen verordnet...und alle werden dabei patsch naß....!

    Ich will mich aber weder waschen, noch naß werden !

  • Der Westen verhängte Sanktionen gegen Russland u.a. wegen unbewiesener Waffenlieferungen. Der größte Waffen-Lieferant ist jedoch Kiew selbst. Gerade gab es wieder eine große Lieferung, im Kessel von Debalzewo. Lt. fortruss.blogspot "übergab" die ukrainische Armee ca. 80 Panzer, 100 Schützenpanzer, nicht weniger als 50 Kanonen Kal. 122mm und 152mm, 15 Raketenwerfer Kal. 122mm, ca. 500 t Artilleriemunition und eine große Menge kleiner Waffen an die Truppen der Rebellen. Deren Dank wird Poroschenko gewiß sein. Ironie aus.

  • @Kersey - Sie sprechen ja sicherlich von den "westlichen Werten", die "Freiheit", etc. Ich finde auch, da muß der Westen viel radikaler werden! Demonstrationen sollten noch mehr verboten werden. Guatanamo sollte überall eingerichtet werden, und die CIA-Foltermethoden sollten weiter ausgefeilt werden. Dieses Narrativ der sogenannten "westlichen Werte" ist ganz wichtig, um die Bevölkerung weiter zu verblöden und bloß nicht nachdenklich zu stimmen. Kriegstreiberei ist wichtig! Vor allem, wenn es um den US-Dollar als Weltleitwährung mit den damit verbundenen Privilegien geht!

  • Wer hätte das gedacht? Die Ausfuhren nach Russland brechen ein. Wie konnte das passieren? Wasch mich, aber mach mich nicht nass. Das hätten wir gerne! Die Freiheit hat nun mal ihren vedammten Preis. Lieber weniger Ausfuhren, als tote Bundeswehr-Soldaten. Nichts ist umsonst auf dieser Welt, mein Gott noch mal!

  • >> Ausfuhren nach Russland brechen ein >>

    Deutsche Arbeitsplätze und Umsätze deutscher Firmen brechen weg !

    Aber wir haben sanktioniert....endlich, und wenn wir selbst drauf gehen !

    Es leben unsere Führer, die uns in die Helle Zukunft des amerikanischen Imperialismus führen...Frau Merkel, H.Schäuble, H. Steinmeier, H. Gabriel !

    Ruhm der Ukraine !

    Es leben die Helden !


Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%