EZB-Krisenpolitik
Draghi erwartet Rückkehr der Inflation

EZB-Chef Draghi erwartet eine baldige Rückkehr der Inflation zur EZB-Zielmarke: Mit diesem Anstieg der Verbraucherpreise in der Euro-Zone könnte sich das Investitionsklima bessern. Die Zahlen stimmen zuversichtlich.
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FrankfurtEZB-Präsident Mario Draghi rechnet mit einer raschen Besserung an der Preisfront in der Euro-Zone. Die Europäische Zentralbank könne nun mit Zuversicht sagen, dass „die Inflation alsbald wieder“ zum angestrebten Ziel von knapp zwei Prozent zurückkehren werde, schrieb Draghi im Vorwort des am Montag veröffentlichen EZB-Jahresberichts 2014. Die im vorigen Jahr beobachtete schwache und uneinheitliche konjunkturelle Erholung werde zudem „einem robusteren, nachhaltigen Aufschwung“ weichen.

Aktuell liegt das Inflationsziel der EZB allerdings noch in weiter Ferne: Im März gaben die Verbraucherpreise in der Euro-Zone noch um 0,1 Prozent nach. Die Prognosen des EZB-Stabs sehen aktuell für dieses Jahr lediglich stabile Preise vor. Für 2016 rechnen sie mit 1,5 Prozent Inflation. Erst 2017 dürfte nach ihrer Einschätzung die Teuerungsrate bei 1,8 Prozent und damit wieder nahe der EZB-Zielmarke liegen.

Zu den besseren Aussichten für die Euro-Zone trägt Draghi zufolge auch die Geldflut der EZB bei. „Erste Anzeichen belegen, dass die parallel durchgeführten Maßnahmen der EZB in ihrer Gesamtheit Wirkung zeigten“, erklärte er.

Wachstumsprognosen und Inflationserwartungen seien angehoben worden. Die rückläufige Entwicklung bei der Kreditvergabe der Banken scheine sich allmählich umzukehren. „Insgesamt hat das Vertrauen zugenommen,“ Er verwies dabei unter anderem darauf, dass die expansive Geldpolitik durch den im März gestarteten Ankauf von Staatsanleihen noch verstärkt worden sei.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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