EZB-Ratsmitglied
Liikanen sieht Risiken wegen langsamerer Weltkonjunktur

Die EZB steht vor einer Aufgabe: Obwohl die Weltwirtschaft insgesamt abkühlt, müssen Europas Zentralbanker das Wachstum im Euro-Raum anheizen. Ratsmitglied Erkke Liikanen warnt vor Hindernissen – und ist zu allem bereit.

HelsinkiEine Abkühlung der Weltwirtschaft könnte nach den Worten von EZB-Ratsmitglied Erkki Liikanen die Erholung im Euro-Raum bremsen. Dies würde eine Herausforderung für die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) darstellen, sagte der finnische Notenbankchef am Donnerstag in Helsinki. Die EZB sei bereit, alle nötigen Schritte zu unternehmen. „Der geldpolitische Impuls kann notfalls vergrößert werden, indem wir Umfang, Zusammensetzung und Dauer des Kaufprogramms anpassen.“

Ähnlich hatte sich EZB-Präsident Mario Draghi am Mittwoch vor dem Wirtschafts- und Währungsausschuss des Europa-Parlaments in Brüssel geäußert. Trotz wachsender Risiken für die Weltwirtschaft werde die EZB ihre Geldspritzen aber vorerst nicht ausweiten.

Die Notenbank kauft seit März im großen Stil Anleihen und will bis Herbst 2016 Bonds im Wert von 1,14 Billionen Euro in ihre Bücher nehmen. Ziel ist es, die niedrige Inflation im Währungsraum anzuheizen und der Wirtschaft stärker unter die Arme zu greifen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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