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EZB: Trichet deutet nochmalige Zinssenkung an

Im Kampf gegen die Rezession hat EZB-Präsident Jean-Claude Trichet eine weitere Zinssenkung nicht ausgeschlossen. Diese soll aber sehr begrenzt ausfallen. Zudem grenzte sich der oberste europäische Währungshüter vom Vorgehen der amerikanischen Fed ab.

EZB-Präsident Trichet zeigte sich offen für eine weitere Zinssenkung, allerdings nur in sehr begrenztem Umfang. Quelle: dpa
EZB-Präsident Trichet zeigte sich offen für eine weitere Zinssenkung, allerdings nur in sehr begrenztem Umfang. Quelle: dpa

HB TOKIO. Ein möglicher Zinsschnitt werde 25 Basispunkte nicht überschreiten, sagte Trichet der Euro-Zone in einem am Sonntag von der Nachrichtenagentur Kyodo auf Japanisch veröffentlichten Interview. Zugleich machte er erneut klar, dass eine Senkung auf einen Satz nahe Null - im Gegensatz zu den USA - nicht infrage komme. Die Europäische Zentralbank hat den Leitzins seit Oktober um drei Prozentpunkte auf 1,25 Prozent heruntergesetzt. Viele Experten rechnen mit einer weiteren Kappung auf ein Prozent bei der nächsten Ratssitzung am 7. Mai.

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Die EZB werde die Inflationsgefahr auch bei unkonventionellen Maßnahmen gegen die Wirtschaftskrise im Blick behalten werde, betonte Trichet während seiner Japan-Reise zudem. Details zu den unkonventionellen Schritten nannte er nicht. "Wenn wir eine Entscheidung über nicht-standardmäßige Maßnahmen am 7. Mai fällen, werden wir dies den Märkten und den Investoren erklären", sagte Trichet weiter. Wegen der schweren Wirtschaftskrise sinkt derzeit zwar die Inflationsrate weltweit.

Da zur Konjunkturbelebung jedoch riesige Geldmengen in den Markt gepumpt werden, sehen Experten für die Zukunft eine immense Inflationsgefahr. Trichet sieht die auf Preisstabilität verpflichtete EZB in einem solchen Fall als zuverlässigen Anker. Die Europäer könnten Vertrauen haben.

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