
BerlinNach Einschätzung von deutschen Ökonomen lösen die Anleihen-Kaufprogramme der Europäischen Zentralbank (EZB) und der US-Notenbank nicht automatisch einen Inflationsschub aus. „Es lässt sich ökonomisch belegen, dass sich daraus kein Inflationsschub ergeben muss“, sagte der Bremer Wirtschaftsprofessor Rudolf Hickel Handelsblatt Online. Dies sei aber nur zu erkennen, wenn die Notwendigkeit der Stabilisierung der Finanzmärkte erkannt werde. In den USA ziele die Geldschwemme bei Nullzinsen auf die Vermeidung einer ausufernden konjunkturellen Abschwächung sowie den Abbau der Arbeitslosigkeit. Diese dritte Phase des „Qantitative Easing“ werde jedoch nicht in eine sich beschleunigende Inflation umschlagen. „Denn es geht darum, mit kreditfinanzierte Ausgaben vor allem im Bereich unternehmerischer Investitionen das Produktionspotenzial auszuschöpfen und nachfragegetrieben auszuweiten“, sagte Hickel. „Wenn dies gelingt, entsteht auch kein Inflationspotenzial.“
Die EZB verfolge hingegen mit ihrem Anleihen-Aufkaufprogramm das Ziel, die Zinsen für die Anleihen klammer Euro-Staaten nach unten zu drücken. Spekulanten würden dadurch Spielräume genommen. Denn die mit dieser „Bazooka-Politik“ erhöhte Liquidität führe nicht zu einem Schub an effektiver Nachfrage, unterstrich Hickel. Schließlich werde ein Anstieg der konsumtiven Nachfrage vor allem durch Lohnerhöhungen nicht die Folge sein. Zudem sei die Notenbank in der Lage, im Falle der Inflation sofort gegenzusteuern. „Die EZB ist die einzige Instanz, die glaubhaft die Spekulanten aus dem Refinanzierungsgeschäft der Krisenstaaten zurückdrängen kann.“
Veränderung auf Sicht von zehn Jahren: +88,8 Prozent (ohne Dividenden)
Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 1.888 Euro
Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +52,7 Prozent
Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 1.527 Euro
Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +31,3 Prozent
Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 1.313 Euro
Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +10,1 Prozent
Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 1101 Euro
Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +10,3 Prozent
Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 1.103 Euro
Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +228 Prozent
Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 3.285 Euro
Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +314 Prozent
Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 4.142 Euro
Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +428 Prozent
Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 5.275 Euro
Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +221 Prozent
Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 3.205 Euro
Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +92 Prozent
Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 1.916 Euro
Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +151 Prozent
Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 2.509 Euro
Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +67 Prozent
Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 1.666 Euro
Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +56 Prozent
Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 1.559 Euro
Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 1.095,90 Euro*
*bei einem durchschnittlichen jährlichen Zinssatz von 0,92 Prozent (Spareckzins)
Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 1.209 Euro*
*bei einem durchschnittlichen jährlichen Zinssatz von 1,92 Prozent
Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 1.266 Euro*
*bei einem durchschnittlichen jährlichen Zinssatz von 2,39 Prozent
Die US-Notenbank hatte den Kauf weiterer Staats-Anleihen angekündigt, um die Konjunktur anzukurbeln. Wie die "Federal Reserve" in Washington mitteilte, will sie unter anderem zur Stärkung des Häuser- und Wohnungsmarkts monatlich für 40 Milliarden Dollar Immobilien-Papiere erwerben. Dies werde so lange geschehen, bis die Arbeitslosigkeit substanziell zurückgehe, hieß es. Außerdem soll der faktisch null Prozent betragende Leitzins bis zum Jahre 2015 nicht erhöht werden. Ziel dieser Geldpolitik ist, die Investitionsbereitschaft von Unternehmen ebenso anzuregen wie den Konsum der Verbraucher. Die EZB hatte vor einer guten Woche beschlossen, theoretisch unbegrenzt Anleihen von Euro-Schuldenstaaten zu kaufen, wenn sie einen Hilfsantrag beim Euro-Rettungsschirm ESM stellen.
„Die Märkte sind in einer anderen Situation zum Beginn von QE3 [dem dritten Lockerungsprogramm der Federal Reserve, Anm. d. Redaktion] im Vergleich zu QE2 und QE1. Es wird ein wenig schwieriger einen Schub nach oben zu geben mit demselben Werkzeug.“
„Die Tatsache, dass die Fed nur Immobilienbonds kauft und keine zusätzlichen Staatsanleihen, wird einige Marktteilnehmer enttäuschen“
„Die Fed hat weniger geliefert als erwartet. Das ist kein vollständiges QE3-Programm. Sie haben nur ihren Zeh ins Wasser gehalten.“
„[Der Schritt] schafft einen bedenklichen Inflationsausblick ... Meine größte Frage ist, was wird mit der Inflation passieren in zwei Jahren?“
Der Mannheimer Wirtschaftsforscher Hans Peter Grüner sieht deshalb keinen Grund, in Inflationspanik zu verfallen. „Die Frage, ob es zu mehr Inflation kommen wird, wird vor allem in den Krisenstaaten beantwortet werden“, sagte der Inhaber des Lehrstuhls für Wirtschaftspolitik an der Universität Mannheim Handelsblatt-Online. „Wenn die Sekundärmarktkäufe der EZB als Einladung zu laxer Fiskalpolitik verstanden würden, dann würde das langfristig die Inflationserwartungen und damit auch die Nominallöhne ansteigen lassen.“

Wer über Inflation spricht, sollte wissen was Inflation ist und wie sie entsteht.
Was ist Inflation?
Der aus dem Lateinischen entlehnte Begriff bedeutet aufblasen oder anschwellen.
Im Bezug auf Preise steht Inflation für Teuerung.
Da sich die Verbraucher für ihr Geld weniger leisten können, schwindet ihre Kaufkraft.
Das Geld wird entwertet.
Wen trifft die Inflation besonders?
Geringverdiener, die einen Großteil ihres Einkommens für Nahrungsmittel ausgeben, trifft es besonders hart.
Ebenso leiden Sozialhilfeempfänger und Rentner, deren staatliche Leistungen meist nicht entsprechend erhöht werden.
Auch Sparer verlieren einen Teil ihres Vermögens.
So knabbert die Inflation an Bargeldbeständen auf Tagesgeldkonten oder Sparbüchern und der Rendite für festverzinsliche Wertpapiere wie Staats- oder Unternehmensanleihen.
Wer profitiert davon?
Schuldnern, also auch dem Staat, kommt die Inflation zu Gute.
Wenn alle anderen Preise steigen, verlieren die Schulden relativ an Wert.
Wie kann man sich vor der Geldentwertung schützen?
Damit die Reallöhne nicht sinken, müssten Arbeitnehmer und Gewerkschaften entsprechende Lohnsteigerungen durchsetzen.
Verbrauchern bleibt nur, auf Konsum zu verzichten.
Sparer können umschichten:
Dass der Goldpreis immer weiter klettert, ist ein Zeichen, dass Anleger in sichere Häfen flüchten.
Beliebt in Inflationszeiten sind auch Immobilien, das so genannte Betongold, sowie Rohstoffe.
Selbst Aktien verlieren in Zeiten steigender Preise nicht unbedingt an Wert.

Naja bevor ich Hickel fragen würde frage ich lieber meine Oma, die kennt sich genauso gut mit Wirtschaftspolitik aus.
Und kommen Sie jetzt bitte nicht mit Horn oder Bofinger.

Ach, diese ganzen Aussagen sollen sowieso nur die BEvölkerung verunsichern um sie so leichter manipulieren zu können!
Ich sage nur"Griechenland bekommt nicht mehr Zeit", und jetzt doch.
Fast alle Dementis die es bisher gab trafen (wenn nicht noch härter)anschließend doch zu!
Das ist das einzig was uns die Krise lehrt!
Soll jeder selsbt auf sein Bauchgefühl hören!
Ich jedenfalls kaufe Gold, wenn auch nicht zu extrem.
DAs ist das einzigste was man nicht "drucken" kann!
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