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Finanzexperten: ZEW-Konjunkturindex dreht überraschend ins Plus

Die deutsche Wirtschaft schlägt sich besser als erwartet. Trotz der Euro-Schuldenkrise ist der ZEW-Konjunkturindex ins Plus gedreht und auf den besten Wert seit Frühjahr 2011 gestiegen.

Die deutschen Automobilbauer wie Volkswagen machen weiter gute Geschäfte.  Quelle: dpa
Die deutschen Automobilbauer wie Volkswagen machen weiter gute Geschäfte.  Quelle: dpa

Mannheim/BerlinDie Sorgen vor einer Rezession in Deutschland nehmen ab. Der Finanzmarkt geht offenbar davon aus, dass sich die weltweite Konjunktur bald von der aktuellen Schwäche erholt. Die Konjunkturerwartungen der vom Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) befragten deutschen Finanzmarktexperten stiegen im Februar überraschend kräftig und liegen erstmals seit Mai 2011 wieder im positiven Bereich. Dax und Eurokurs legten nach Veröffentlichung der Daten zu.

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Der vom ZEW berechnete Index kletterte um 27,0 Punkte und steht nun bei 5,4 Punkten, wie das Institut am Dienstag in Mannheim mitteilte. Beobachter hatten einen Stand von minus 11,6 Punkten erwartet. Im Dezember hatte der Index noch bei minus 53,8 Punkten gelegen. Das ZEW befragt monatlich rund 300 Analysten und institutionelle Anleger.

Zahlen zum deutschen Außenhandel

Die Umfrage habe ergeben, dass die positiven Frühindikatoren aus den USA auf eine stabilere Weltkonjunktur hoffen ließen, erklärte das ZEW. Auch dürften Fortschritte bei den Verhandlungen Griechenlands mit seinen Gläubigern die Unsicherheit in der Eurozone reduziert haben.

„Aus der Sicht der Finanzmarktexperten stehen die Chancen gut, dass sich die deutsche Wirtschaft in der zweiten Jahreshälfte in einem leichten Aufwind befinden wird“, sagte ZEW-Präsident Wolfgang Franz. Der Index war nach neunmonatiger Talfahrt im Dezember erstmals wieder leicht gestiegen und hatte im Januar bereits kräftig zugelegt. Stützpfeiler, so Franz, werde die Binnennachfrage bleiben, weil die Konsumenten aufgrund der nach wie vor günstigen Arbeitsmarktlage keine Sorgen um ihre Arbeitsplätze haben müssten. Wichtig bleibe indessen die Lösung der Krise im Euroraum.

  • 14.02.2012, 14:20 UhrAnonymer Benutzer: denk.mal

    Es würde vermutlich schon reichen, wenn einer dieser "Experten" mal erklären sollte, was "die US-Wirtschaft" eigentlich ist, auf deren Entwicklung er sich bezieht, um die Beschränktheit der Herren bloßzustellen. Ist das nun die Kaufkraft der US-Konsumenten? Oder doch nur die globale Umsatzsituation der börsennotierten US-Unternehmen?

    Aber wir werden noch mehr solchen Unsinn zu hören bekommen und dabei die Ankündigungen von Entlassungen im 1000er-Pack überlesen. Und von den Meldungen von Einstellungen im 100er-Pack werden wir nur die Überschriften lesen und so übersehen, dass nur in Asien und Südamerika eingestellt wird.

    Und so wird das gehen, bis die USA endlich ihre größte Telenovela fertigproduziert, Pardon, ihren Wahlkampf hinter sich gebracht haben, denn Wahljahre sind gute Börsenjahre (weil da an den Zahlen geschraubt wird, bis es kracht).

    Aber immerhin ist es wichtig zu wissen, was die Herde denkt, auch wenn man besser weiß, was wirklich läuft.

  • 14.02.2012, 12:55 UhrAnonymer Benutzer: daprode

    Beeindruckend. Finanzanalysten und Investoren sehen aufgrund der "guten" US Zahlen viel Aufwärtspotential. Realität ist dann wohl, was man sehen will. Denn irgendwie scheint abgesehen von Billionen Zentralbankgeld und positiven Gefühlen derzeit in den USA, Japan und EU kaum etwas besser zu werden. Echte Lösungen sind nirgendwo in Sicht. Alle wollen sich nur noch mehr verschulden und so weitermachen wie bisher. Klasse, passt gut in den Karneval.

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