Finanzkrise in Griechenland
Eine frische Milliarde für Athen

Nach der Einigung über eine Reformliste darf Griechenland noch im laufenden Jahr auf eine weitere Milliarde hoffen. Ein Privatisierungsfonds soll Staatseigentum für bis zu 50 Milliarden Euro verkaufen.

BrüsselDie Auszahlung einer Kreditrate von einer Milliarde Euro an Griechenland rückt näher. Die Eurostaaten verständigten sich grundsätzlich auf eine Reformliste, die Athen für das frische Geld erfüllen muss. Details müssten noch vereinbart werden, berichtete die EU-Kommission am Freitag in Brüssel.

Nach einem Zeitplan der Eurogruppe sollen die Reformen nun bis Mitte kommenden Monats erfüllt werden, so dass die Milliarde noch im laufenden Jahr fließen könnte. Zu dem Reformpaket gehört nach früheren Angaben von Eurogruppenchef Jeroen Dijsselbloem ein unabhängiger Privatisierungsfonds. Dieser soll Staatseigentum mit einem Wert von bis zu 50 Milliarden Euro verkaufen.

Staatsverschuldung Griechenland
2010 bis 2015*, in Mrd.Euro

Der Euro-Rettungsschirm ESM hatte erst zu Wochenbeginn für Athen bis zu zwölf Milliarden Euro zur Verfügung gestellt. Davon flossen zwei Milliarden Euro sofort in den griechischen Haushalt. Die restlichen zehn Milliarden Euro entfallen auf Hilfen für griechische Banken. Dieser Betrag dürfte aber voraussichtlich nicht ausgeschöpft werden.

Das gesamte Rettungsprogramm hat einen Umfang von bis zu 86 Milliarden Euro. 13 Milliarden Euro Hilfsgelder waren bereits im August geflossen.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
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