Firmeninsolvenzen: Pleitewelle bedroht 300.000 Arbeitsplätze

FirmeninsolvenzenPleitewelle bedroht 300.000 Arbeitsplätze

Die Zahl der Unternehmenspleiten in Deutschland ist in diesem Jahr stark angestiegen, meldet ein privates Wirtschaftsforschungsunternehmen. Das trifft vor allem die Angestellten. 300.000 Stellen könnten wegfallen.
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NeussDie steigende Pleitewelle in der deutschen Wirtschaft gefährdet nach Einschätzung der Wirtschaftsauskunftei Creditreform in diesem Jahr mehr als 300.000 Arbeitsplätze. Das wäre ein Anstieg um mehr als 64.000 bedrohte Stellen oder mehr als 27 Prozent gegenüber 2011. „Von Insolvenzen sind 2012 mehr Mitarbeiter betroffen als in den beiden Vorjahren“, sagte Michael Bretz, der Leiter Wirtschaftsforschung bei Creditreform, der Nachrichtenagentur dpa am Donnerstag. Hauptgrund für den deutlichen Anstieg seien die Pleiten von größeren Unternehmen wie Schlecker und Neckermann.

Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen könnte 2012 voraussichtlich um bis zu 2000 Fälle beziehungsweise 7 Prozent auf 32.000 Fälle stiegen. Diese Prognose von Creditreform habe Bestand, sagte Bretz. Der Anstieg würde zwar eine Trendwende bedeuten, aber keinen Rekord.

2003 hatten die Firmenpleiten in Deutschland mit fast 40.000 Fällen ihren Höhepunkt. Die Gesamtzahl der Mitarbeiter in Deutschland, die von Firmenpleiten betroffen sind, lag zuletzt im Jahr 2009 höher. Damals standen 520.000 Stellen durch Insolvenzen auf der Kippe.

Der Anstieg der Firmenpleiten in Deutschland um 0,7 Prozent im ersten Halbjahr 2012 gehe vor allem auf den Handel zurück. In dieser Branche hätten die Insolvenzen um fast acht Prozent zugenommen. „Das waren sowohl große als auch kleine Unternehmen. Der Großhandel ist etwas stärker betroffen als der Einzelhandel, in dem es häufig zu stillen Geschäftsaufgaben kommt“, schilderte Bretz. In der Industrie und im Baubereich seien die Pleiten im ersten Halbjahr rückläufig gewesen. Im Dienstleistungsbereich seien sie leicht gestiegen.

Kommentare zu " Firmeninsolvenzen: Pleitewelle bedroht 300.000 Arbeitsplätze"

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  • Alles richtig, aber warum keine Abschreibungen? Wenn ein ein Unternehmer eine Maschine für 200.000 Euro kauft und diese zehn Jahre lang hält, dann wird er sie doch wohl noch mit jährlich 20.000 Euro abschreiben dürfen, oder? Abschreibungen sind doch nur der auf die Nutzungsdauer verteilte Anschaffungspreis. Wenn die Maschine geleast würde, könnte man die Leasingraten ja auch vom Gewinn abziehen, und das vollkommen zu Recht. Oder sind das etwa keine betrieblich veranlassten Aufwendungen?

  • Wenn die Selbstständigen die Buchführung beherrschen würden, würden sie merken wie einige “ Steuerberater “ im Interesse des Finanzamtes arbeiten. Buchungen die bei einer Steuerprüfung zu Gunsten des Selbstständigen durchgehen würden, werden aber zu Gunsten des Finanzamtes gebucht. Nur nicht das Finanzamt ärgern.
    Finanzielle Auswertung der Betriebsergebnisse erfahren die Meisten auch oft zu spät vom “ Steuerberater “.
    Meine Buchführung hatte immer den Außenprüfungen standgehalten.
    Ich wusste auch wann ich rechtzeitig aufhören musste um nicht in die Pleite zu gehen, vor der Rente. Solide Ausbildung ist ja heute nicht mehr nötig um einen Betrieb zu eröffnen. Deutsche Qualität schafft sich ab.

  • 300000 Arbeitsstellen - das führe man sich mal vor Augen - aber es heißt immer nur: "In Deutschland geht es aufwärts"!

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