Förderbanken
China verteilt massive Kapitalspritzen

Mehr als 100 Milliarden Dollar verteilt die chinesische Regierung an ihre Förderbanken. Die Institute sollen das Wirtschaftswachstum stabilisieren. Fast die Hälfte geht an die Chinesische Entwicklungsbank.
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PekingChina stockt zur Ankurbelung der Konjunktur offenbar das Kapital seiner Förderbanken massiv auf. Die Zentralbank werde 45 Milliarden Dollar in die Export-Import-Bank pumpen, die Landwirtschaft-Entwicklungsbank werde 16 Milliarden Dollar vom Finanzministerium erhalten, berichtete das renommierte Finanzmagazin „Caixin“ am Dienstag ohne konkrete Nennung von Quellen. Die beiden Häuser äußerten sich zunächst nicht. Vergangene Woche hatte Reuters berichtet, das größte staatliche Förderinstitut der Volksrepublik, die Chinesische Entwicklungsbank, solle eine Kapitalspitze der Zentralbank in Höhe von 48 Milliarden Dollar bekommen.

Die weltweit zweitgrößte Volkswirtschaft steuert auf das niedrigste Wachstum seit einem Vierteljahrhundert zu. Reformen der Förderbanken sollen helfen, die Konjunktur anzuschieben. Neben der Stärkung der eigenen Förderbanken ist China zudem maßgeblich daran beteiligt, Alternativen zu etablierten internationalen Institutionen wie der Weltbank und dem Internationalen Währungsfonds zu schaffen. So nahm am Dienstag in Shanghai die eigene Entwicklungsbank der fünf wichtigsten Schwellenländer (BRICS) ihre Arbeit auf.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Förderbanken: China verteilt massive Kapitalspritzen"

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  • Was sind denn 100 Milliarden Dollar bei einem BIP von über 11.400 Milliarden Dollar? Das sind nicht einmal 0,9 Prozent des BIP. Davon wird die Hälfte der Investitionsbank gegeben, die in anderen Schwellen- und Entwicklungsländern investiert.
    Wird hier immer noch mit deutschem Maß gemessen? Zur Glaubwürdigkeit trägt das nicht gerade bei.

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