Geopolitische Risiken Sorge vor Handelskrieg belastet Konjunkturerwartungen

Geopolitische Risiken und die ungewisse Entwicklung beim globalen Handel haben die Erwartungen von Finanzexperten gedämpft.
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Der Ökonom und Chef des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) sieht vor allem den Handelskonflikt mit den USA als Hauptproblem für die gedämpften Konjunkturerwartungen. Quelle: dpa
Achim Wambach

Der Ökonom und Chef des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) sieht vor allem den Handelskonflikt mit den USA als Hauptproblem für die gedämpften Konjunkturerwartungen.

(Foto: dpa)

MannheimDie Konjunkturerwartungen deutscher Finanzexperten haben wegen der Sorge vor einem globalen Handelskrieg und geopolitischer Risiken erneut einen Dämpfer bekommen. Das Konjunkturbarometer des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) für Deutschland fiel um 13,3 Punkte auf minus 8,2 Zähler, wie das ZEW am Dienstag in Mannheim mitteilte.

Es ist bereits der dritte Rückgang in Folge, und er fiel stärker als erwartet aus. Bankvolkswirte hatten nur mit einem Rückgang auf minus 1,0 Punkte gerechnet. Die Bewertung der aktuellen Lage ging ebenfalls zurück. Der Indexwert fiel um 2,8 Punkte auf 87,9 Zähler und entfernte sich damit weiter vom Rekordhoch, das im Januar bei 95,2 Punkten erreicht worden war.

Zuletzt hatten zahlreiche Ereignisse die Stimmung der Finanzprofis getrübt. „Der Rückgang der Erwartungen ist vor allem auf den internationalen Handelskonflikt mit den Vereinigten Staaten sowie die aktuelle Situation im Syrienkrieg zurückzuführen“, fasste ZEW-Präsident Achim Wambach das Stimmungsbild zusammen. Außerdem hätten sich deutliche Rückgänge bei Produktion, Exporten und bei den Umsätzen im deutschen Einzelhandel negativ auf die Konjunkturerwartungen ausgewirkt.

Die ZEW-Konjunkturumfrage gilt als einer der wichtigsten Stimmungsindikatoren Deutschlands. Befragt wurden 210 Analysten und Profianleger.

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  • dpa
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