Geschäftsklimaindex: Wirtschaftsklima in den Euro-Ländern hellt sich auf

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Wirtschaftsklima in den Euro-Ländern hellt sich auf

Die europäische Wirtschaft fasst wieder Zutrauen in einen anhaltenden Konjunkturaufschwung. Vor allem in drei Ländern wurden die Lage deutlich positiver als bei der letzten Umfrage im Oktober eingeschätzt.

HB BERLIN. Nach einer Eintrübung in der zweiten Jahreshälfte 2006 hellte sich die Stimmung in der Wirtschaft des Euroraums im ersten Quartal wieder auf. Der vierteljährlich ermittelte Wirtschaftsklima-Index des Ifo-Instituts für die Eurozone legte von 97,5 auf 100,0 Punkte zu. „Die neuen Umfrageergebnisse sprechen für eine Fortsetzung des Konjunkturaufschwungs im ersten Halbjahr 2007“, sagte Ifo-Präsident Hans-Werner Sinn.

Positiver als bei der letzten Umfrage im Oktober wurde die Lage besonders in Deutschland, Belgien und Österreich eingeschätzt. Der Teilindikator für den Euro-Raum stieg von 125,2 auf 129 Punkte. Unter dem Durchschnitt blieben Italien, Griechenland, Frankreich und Portugal. Der Teilindikator für die Aussichten im ersten Halbjahr legte von 74,4 auf 76 Punkte zu. Während in den meisten Euroländern von einer stabilen Entwicklung ausgegangen wird, rechnen die Befragten in Deutschland, Frankreich und Belgien mit einer leichten Verlangsamung des Aufschwungs.

Die Experten sagen für 2007 eine Inflationsrate von 2,1 Prozent voraus. Damit würde die Europäische Zentralbank (EZB) ihrem Ziel der Preisstabilität näher kommen, das sie bei einer Teuerungsrate von knapp unter zwei Prozent erreicht sieht. In der Ifo-Umfrage von Oktober wurde noch mit 2,2 Prozent gerechnet. Weniger häufig als bei der vorigen Erhebung wurden für die nächsten sechs Monate steigende Leitzinsen erwartet.

Den Dollar schätzten die Experten als leicht unterbewertet im Vergleich zum Euro ein. Dennoch rechnen sie damit, dass die US-Währung in den kommenden sechs Monaten noch schwächer werden wird. Der japanische Yen wurde erneut als stark unterbewertet bezeichnet. Das britische Pfund gilt als überbewertet im Vergleich zum Euro.

Das Ifo-Institut für Wirtschaftsforschung ermittelt das Wirtschaftsklima für den Euroraum vier Mal im Jahr durch die Befragung von rund 300 Experten aus multinationalen Unternehmen und Instituten.

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