
Die Veröffentlichung solcher Zahlen ist allerhöchste Zeit und sollte permanent fortgesetzt werden. Da Deutschland weder unter zunehmender Armut, noch unter einem, im Durchschnitt unterbezahlten öffentlichen Dienst leidet, sind die explodierenden Personal- und Sozialkosten inakzeptabel. Nützlich wäre eine Analyse der Verteilungsstruktur der Personalkosten innerhalb des öffentlichen Dienstes. Es gleicht einem schmutzigen Ritual, wenn alljährlich (ggf. sogar mit taktischem Kalkül) unterbezahlte Berufsgruppen (Polizisten, Müllkutscher, Krankenpfleger) missbraucht werden, um personelle Ausuferungen an anderer Stelle zu finanzieren. So sehen wir, dass normales bürgerliches Engagement zunehmend institutionalisiert wird. Wo steht eigentlich unsere Gesellschaft, wenn politisches Engagement von Aktionsgruppen zusammenbricht, sobald die offene Hand nicht mehr nachgefüllt wird. Wieso leisten unsere Parteien mit ihren sehr zahlreichen Mitgliedern vor Ort nicht diese ureigenste Aufgabe selbst - als Gegenleistung für die Parteienfinzierung, statt dafür Funktionäre zu rekrutieren. Die Konsolidierung der öffentlichen Haushalte wird nur gelingen, wenn wir eine wirkliche Bürgergesellschaft anstreben.