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GfK-Umfrage: Job-Optimismus treibt Kauflaune der Deutschen

Das Ende der Rezession und stabile Preise haben die Kauflaune der Deutschen beflügelt. Das geht aus neuen Daten der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) hervor. Demnach sind nicht nur die Einkommenserwartungen gestiegen. Die Bereitschaft zu größeren Anschaffungen nahm ebenfalls zu. Entgegen den Erwartungen sendet auch der Arbeitsmarkt positive Signale – noch.

Der private Konsum bleibt in diesem Jahr die wesentliche Stütze der deutschen Wirtschaft. Quelle: ap
Der private Konsum bleibt in diesem Jahr die wesentliche Stütze der deutschen Wirtschaft. Quelle: ap

HB BERLIN. Die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) prognostizierte für Oktober einen Anstieg ihres Konsumklimaindexes auf 4,3 Punkte von 3,8 Zählern im Vormonat. Mit dem sechsten Plus in Folge sei das Barometer auf den höchsten Stand seit Juni 2008 geklettert, teilte die GfK am Freitag zu ihrer monatlichen Umfrage unter 2000 Verbrauchern mit. Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Experten hatten lediglich mit einem Anstieg auf 3,9 Punkte gerechnet. In ersten Reaktionen warnten sie vor einem möglichen Rückschlag, sofern auch Deutschland von einer Jobkrise erfasst werden sollte.

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„Damit bleibt der private Konsum in diesem Jahr die wesentliche Stütze der deutschen Wirtschaft“, sagte GfK-Experte Rolf Bürkl. Allerdings entscheide die Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt darüber, ob die Binnennachfrage die Konjunktur auch künftig anschieben könne. „Sollte sich die Zahl der Arbeitslosen in den kommenden Monaten stark erhöhen, wird dies auch die Konsumenten belasten und das Konsumklima schwächen“, sagte Bürkl. Die meisten Experten rechnen ab Herbst mit einem kräftigen Anstieg der Arbeitslosigkeit.

Grund für die bessere Kauflaune der Deutschen sind vor allem positive Nachrichten aus der Wirtschaft, die im zweiten Quartal nach einjähriger Rezession erstmals wieder wuchs. Die Bundesbürger bewerteten deshalb die wirtschaftlichen Aussichten wieder optimistischer. Der Teilindex für die Konjunkturerwartungen legte deshalb um 10,9 auf 3,4 Punkte zu - er liegt damit erstmals seit Juni 2008 wieder über der Nulllinie und damit über dem langjährigen Durchschnitt.

Auch die Einkommenserwartungen stiegen. „Viele Verbraucher sehen aufgrund stabiler oder sogar sinkender Preise die Kaufkraft gestärkt und damit mehr Geld im Portemonnaie“, sagte Bürkl. „Dieser Blick verdrängt derzeit noch aufkommende Ängste vor Jobverlust infolge einer drohenden steigenden Arbeitslosigkeit.“ Der Teilindex für die Einkommenserwartungen kletterte um 7,2 auf 16,0 Punkte und damit auf den höchsten Stand seit mehr als zwei Jahren.

Die Bereitschaft zu größeren Anschaffungen nahm ebenfalls zu. Dieser Teilindex legte um 5,4 auf 36,5 Zähler zu. Den Anstieg erklärt die GfK damit, dass die Verbraucher auch für die kommenden Monate mit weitgehend stabilen Preisen rechneten. Das belege die Anschaffungsneigung. „Als zusätzliche Stütze dürfte sich derzeit noch der erstaunlich robuste Arbeitsmarkt erweisen, der zurzeit noch von der umfangreichen Kurzarbeiterregelung profitiert“, sagte GfK-Experte Bürkl.

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