
HB BERLIN. Die Furcht vor dem Jobverlust und den Folgen der explodierenden Schuldenlast vieler Euro-Länder dämpft die Kauflaune der deutschen Verbraucher. Das Konsumklima trübt sich im März zum fünften Mal in Folge ein, sagen die Marktforscher der Nürnberger GfK voraus. Zuvor stürzte bereits der US-Index für Verbrauchervertrauen auf den tiefsten Wert seit April 2009 ab. Experten sehen die Eintrübung auf den wichtigsten Märkten der Welt mit Besorgnis - lag doch die Hoffnung der Ökonomen bislang auf der raschen Erholung des privaten Verbrauchs.
Der GfK-Konsumklimaindex für Deutschland sank auf 3,2 Punkte von revidiert 3,3 Zählern im Februar. Analysten hatten einen etwas stärkeren Rückgang auf 3,0 Punkte erwartet. Auch die Hoffnung der Verbraucher auf eine kräftige wirtschaftliche Belebung erhielt einen Dämpfer: "Die Deutschen gelangen offensichtlich zu der Erkenntnis, dass die konjunkturelle Erholung in den nächsten Monaten verhaltener verlaufen wird", sagte GfK-Experte Rolf Bürkl.
"Die öffentliche Diskussion um die prekäre Haushaltslage Griechenlands sowie einiger anderer europäischer Länder verunsichert die Verbraucher", sagte Bürkl. Sie befürchteten negative Auswirkungen auf die deutsche Wirtschaft. Auch die steigende Arbeitslosigkeit bereite Sorgen.
Zuletzt hatten auch Wirtschaftsminister Rainer Brüderle und Bundesbankpräsident Axel Weber die Bürger wegen des ungewöhnlich harten Winters auf eine konjunkturelle Durststrecke bis zum Frühjahr eingestimmt. Danach soll es aber wieder aufwärts gehen. Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) geht davon aus, dass die Wirtschaft dieses Jahr wegen anziehender Exporte und steigender Investitionen um 2,3 Prozent wachsen wird.
Die holprige Konjunkturerholung dämpft die Bereitschaft der Verbraucher, sich größere Anschaffungen wie Möbel oder Unterhaltungselektronik zu leisten: "Aus Furcht vor einem doch stärkeren Arbeitsplatzabbau im laufenden Jahr schnallen einige Verbraucher den Gürtel offenbar wieder etwas enger", so die GfK-Fachleute. Die Angst vor dem Stellenabbau und leicht steigende Preise dämpften auch die Einkommenserwartungen. "Diese Effekte überlagern derzeit die positive Wirkung von kaufkraftfördernden Maßnahmen der Regierung wie zum Beispiel die Erhöhung des Kindergelds beziehungsweise Kinderfreibetrags oder die volle Absetzbarkeit der Krankenkassenbeiträge", sagte Bürkl.
... dass die US-Wirtschaft noch nicht über dem berg ist. Wie kann man mit einem gesunden Menschenverstand daran zweifeln? Die größte Volkswirtschaft der Welt wurde die letzten 20 Jahre damit gefüttert, dass die gesamten Konsumausgaben mit immer höheren Schulden finanziert wurden. Die Defizite auf den unzähligen Kreditkarten wurden in regelmäßigen Abständen durch höhere Hypothekenschulden abgelöst. Noch immer sitzen die Amis auf ca. 2,3 billionen Dollar Kreditkartenschulden und sie wissen nicht, was sie tun, sorry, wie sie diese Schulden zurückzahlen sollen. Durch den Preisverfall am Wohnimmobilienmarkt ist das Perpetuum-Mobile zusammengebrochen. Der Preisverfall wäre noch gravierender, wenn die banken alle Objekte zum Verkauf, bzw. für die Zwangsversteigerung frei geben würden. Aber so wird die Statistik noch a bissl geschönt. Jetzt gibt es immer mehr Arbeitslose, verständlich, im November 2009 waren es schon 17,5%, nicht die uns suggerierten 10%. Die industrie ist genauso wie im UK total veraltet, auf einem Stand wie die der DDR anno 1989. Geld ausgeben, ohne dafür arbeiten zu müssen, geht nur mit illegalen bankgeschäften. Auch dieses Modell der Verbriefungen von Schulden zu Vermögensanlagen ist zusammengebrochen. Die bankster sitzen auf 670 billionen Dollar wertloser Vermögensanlagen und nur ein kleiner Teil ist bisher ans Tageslicht gekommen. Die US-Wirtschaft ist noch nicht über dem berg, oder, wie ich es sehe, es dauert nicht mehr lange, bis sich die westlichen industriestaaten den Abgrund von unten anschauen können. Dieses Szenario wurde bisher mit zig billionen Dollars, Euros usw. lediglich hinausgeschoben, nicht abgewendet. Mit neuen Schulden natürlich.
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